Architektur in Artikel
Kategorie
Themen
Interior in Artikel
Themen
Kategorie
Garten in Artikel
Themen
Kategorie
Spezial in Artikel
Kategorie

Zurück zur Industrieoptik

Die Gesellschaft für Konsumforschung startet in der Oberbaumcity in ein neues Bürozeitalter

Das zwischen 30 und 50 Mitarbeiter zählende Datenteam der Gesellschaft für Konsumforschung (GFK)... mehr

Das zwischen 30 und 50 Mitarbeiter zählende Datenteam der Gesellschaft für Konsumforschung (GFK) war bisher über ganz Berlin verteilt. Ein neues Büro sollte nicht nur die Mitarbeiter bündeln, sondern gleichzeitig Pilotprojekt für den Aufbruch in ein neues Bürozeitalter der GfK werden. Als Experte für neue Arbeitswelten engagierte das Forschungsunternehmen für die Planung und Ausstattung den Hersteller Vitra und als Kooperationspartner vor Ort das Architekturbüro IFUB. Die neuen Büroflächen fand die GFK in der Oberbaum City unweit der Warschauer Brücke, früher auch bekannt als Lampenstadt. Das ganze Areal wurde jahrzehntelang zur Glühlampenproduktion genutzt, ehe es zwischen 1993 und 2000 in Bürogebäude umgewandelt wurde.

In den angemieteten Räumlichkeiten im 2. Obergeschoss sollte ein modernes Open Space Büro entstehen. Zwar war die Tragstruktur des alten Industriegebäudes mit großen Stützenabständen dafür ideal, jedoch mussten viele der nachträglich hinzugefügten, konventionellen Bürozellen entfernt werden. Mit der neuen, offenen Grundrissgestaltung geben die Architekten dem alten Fabrikgebäude seine luftige, helle Raumwirkung wieder zurück. Sie schaffen unterschiedliche Arbeitsplätze, an denen die Mitarbeiter je nach Anforderung konzentriert, alleine oder im Team zusammenarbeiten können. Im Empfangsbereich ist ein großzügiger Gemeinschaftsbereich mit Teeküche, Espressobar und Lounge entstanden. Am großen Tisch und dem installierten Tresen treffen Gäste und Mitarbeiter aufeinander, ebenso können dort Besprechungen oder kleine Bürofeiern stattfinden.

Die Architekten entwickelten speziell für das Projekt ein System von raumstrukturierenden Gitterwänden und -decken aus Stahl, mit dem sie die industrielle Anmutung des Gebäudes wieder aufleben lassen. In die Gitterwände lassen sich unterschiedliche Elemente lose einhängen. Mit Whiteboards, Pflanzkisten, Ablagebrettern oder auch akustisch wirksamen Schaumstoffwürfel können die Mitarbeiter ihren Arbeitsplatz ganz nach ihren Bedürfnissen einrichten. Durch die Gitter an der Decke hängen als Referenz an die alte Lampenfabrik freihängende Glühbirnen. Bei der Möblierung arbeiten die Planer sowohl mit Einbauelementen als auch mit serienmäßigen Produkten. Möbel von Jean Prouve oder Konstantin Grcic unterstreichen den industriellen Charakter der Gestaltung. Das eigens entwickelte Farb- und Materialkonzept stimmt alle Elemente sorgfältig aufeinander ab. So sind die Einbauschränke, Pflanzkisten und die Lockerschränke aus den gleichen Birke-Multiplexplatten wie die flexibel einsetzbaren Fokusarbeitsplätze.

www.ifub.de
www.vitra.com

Architekten: IFUB www.ifub.de Fotos: Eduardo Perez www.eduardoperez.de mehr

Architekten:

IFUB
www.ifub.de

Fotos:

Eduardo Perez
www.eduardoperez.de