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SCHLICHTE ELEGANZ

Das Schlafzimmer als Ort der Ruhe und Entspannung

Statistisch gesehen verschlafen wir ein Drittel unseres Lebens: Das Schlafzimmer gehört also zu... mehr

Statistisch gesehen verschlafen wir ein Drittel unseres Lebens: Das Schlafzimmer gehört also zu den wichtigsten Räumen des Hauses. Ein tiefer, erholsamer Schlaf steigert Gesundheit, Leistungsfähigkeit und die individuelle Lebensqualität. Grund genug, den Schlafbereich in einen behaglichen Ort zu verwandeln. In eine Oase der Ruhe und Entspannung, in der es sich morgens gut erholt aufwachen lässt.

Die aktuellen Wohntrends fürs Schlafzimmer kommen in frischen, hellen Farben, nostalgischen Formen und schlichter Eleganz daher. Längst ist das Schlafzimmer viel mehr als der Ort, an dem das Bett steht - dank entsprechender Einrichtung wird er zur gemütlichen Fernsehlounge und zum bevorzugten Rückzugsort. Besonders beliebt ist aktuell der Retrolook. Er nimmt sich jedoch weniger die unruhigen Muster der 70er-Jahre zum Vorbild, stattdessen machen die schrillen Farben Platz für einen neu aufgelegten 80er-Jahre Stil. Für klare Linien sorgen dabei schlichte Formen und Designs, die dem Wunsch nach Ruhe im Schlafzimmer optisch besonders treffend gerecht werden.
Schlichte Eleganz ist das vorherrschende Motto moderner Schlafräume. Helle Farben wie Weiß, Creme und Pastelltöne kommen verstärkt zum Einsatz und lassen die Räume großzügig und freundlich wirken. Die zarten Gute-Laune-Farben werden bevorzugt mit naturbelassenen Hölzern kombiniert, ein natürliches Wohnambiente liegt voll im Trend. Dabei greifen die Hersteller auf echtes, authentisches Holz mit rustikalen Rissen und Maserungen zurück. Die Formensprache ist reduziert, so kommt das Holz vollkommen zur Wirkung. Puristisch und präzise gearbeitete Betten sind gefragt - beispielsweise aus Wildeiche und Akazie. Gerne werden aber auch verschiedene Holzarten miteinander kombiniert. Viele Hersteller führen neue Holzfarben wie Wildeiche in Weiß oder in einem satten Kaffeebraun in ihrem Programm. Polsterbetten schließen sich dem Trend zum Rustikalen gleichfalls an: Sie präsentieren sich im Used-Look, mit gewachstem Leder am Bettkopfteil oder lose gepolsterten Stoffbettrahmen. Auch hier ist der Trend zum Retrolook erkennbar.

Ganz besonders auf dem Vormarsch in deutschen Schlafzimmern sind Boxspringbetten - verbreitet auch unter den Bezeichnungen Amerikanisches Bett oder Continental Bett bekannt. In den USA, Skandinavien und den Niederlanden schon ein Klassiker, erobern sie nun mit fast einhundertjähriger Verzögerung auch den deutschen Markt. So schliefen bereits die 1. Klasse Passagiere auf der Titanic in Boxspringbetten. Auch in vielen Hotels der Oberklasse - vorwiegend in den USA - gehören diese Betten schon lange zum Standard. Die Basis des Schlafsystems bildet dabei ein gefedertes Untergestell. Dieses sogenannte Boxspring besteht aus einem Rahmen, der meist aus Massivholz gefertigt ist und die Federung umgibt. Diese, so die Schlafspezialisten Florian Brunner und Tim Grigat von Fennobed Showroom Berlin, ersetzt den Lattenrost und sorgt für Stabilität und Nachgiebigkeit zugleich. Hierauf kommt dann die eigentliche Matratze, die für eine sanfte Aufnahme der Körperkonturen zuständig ist. Weiter, so Florian Brunner und Tim Grigat, gibt es gravierende Unterschiede in Qualität und Komfort. Je nach Hersteller können bereits im Boxspringuntergestell mehrere unterschiedliche Lagen an Federn verarbeitet sein. Auf dem Boxspring liegt eine Matratze mit Federkern, Tonnentaschenfederkern oder Kaltschaum. Ist das Bett nach skandinavischer Art aufgebaut, liegt auf der Matratze noch eine sogenannte Topper Matratze auf: Eine dünne Schaumauflage, die in verschiedenen Qualitäten erhältlich ist und den Liegekomfort abrundet, dabei gleichzeitig durch einen abnehmbaren und waschbaren Bezug der Betthygiene dient. Durch den besonderen Aufbau des Liegesystems mit einer Federbox statt eines Lattenrosts bietet das Boxspringbett einen deutlich besseren Liegekomfort als bisher zum Einsatz kommende Liegesysteme. Auch optisch punktet das Bett: Dank der übereinanderliegenden Matratzen entsteht ein kompaktes und sehr einladend wirkendes Ganzes, das einen weichen und sehr bequemen Eindruck vermittelt.

Bei der Gesamteinrichtung des Schlafzimmers ist längst nicht mehr die Serie zueinander passender Möbel gefragt, die sich durch die Räume der Großelterngeneration zog. Große, wuchtige Kleiderschränke gehören der Vergangenheit an. Angesagt sind begehbare, große und übersichtliche Schranklösungen in einem separaten Raum. Im Angebot der Hersteller finden sich bei den Kleiderschränken auch immer mehr flexible Modelle, die sich ganz individuell auf den Bedarf des eigenen Schlafzimmers zusammenstellen lassen. Die Türen sind vorwiegend als Schiebesystem integriert, sie verstellen im geöffneten Zustand nicht länger den Raum. Viele Modelle verfügen inzwischen über einen beleuchteten Innenraum, was die Suche nach dem gewünschten und passenden Kleidungsstück sehr erleichtert.

Die einzelnen Schlafzimmermöbel wie Nachttische oder Schränke treten als Module auf, die nach Lust und Laune miteinander kombiniert werden können. Geliebte alte Möbelschätze und stolze Flohmarktfunde finden ihren Platz zwischen eleganten, vornehm schlichten Möbelstücken und verbreiten auf diese Weise den angesagten Shabby Chic. Die Dekoration ist ebenfalls schlicht, Einzelstücke aus Bambus und Korb, Glas, Ton und Holz schmücken den Raum dezent. Ergänzt wird die Einrichtung durch eine schlanke, hohe Zimmerpflanze, die das Raumklima positiv beeinflusst.

Im Trend liegen - quasi als Dauerbrenner - leicht anzubringende Wandtattoos. Als abstraktes Muster oder als literarisches Zitat laden sie dazu ein, im Schlafzimmer Ruhe und Erholung vom hektischen Alltag zu finden. Die gewünschte Behaglichkeit lässt sich außerdem durch Wohntextilien schaffen. Farblich aufeinander abgestimmte Kissen, Vorhänge, Teppiche und Bettwäsche verstärken das Ambiente. Dabei sollten die Räume jedoch nie überfüllt wirken - entspannen und abschalten lässt sich am besten in gut strukturierten, aufgeräumten Schlafzimmern mit klarer Linienführung.