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Perfekte Symbiose

Moderner Wohnkubus zeigt gelungene Verbindung von Repräsentanz und Funktion

Das von dem auf Markenarchitektur und Hoteldesign spezialisierte Büro „Room-Service“ geplante... mehr

Das von dem auf Markenarchitektur und Hoteldesign spezialisierte Büro „Room-Service“ geplante Einfamilienhaus befindet sich nördlich von Berlin. Mit der S-Bahn erreicht man in einer halben Stunde das Zentrum. Das Gebäude schafft in der Gegend, die von konventionell gestalteten Häusern geprägt ist, mit seiner Modernität einen starken Kontrast. Der Baukörper ist ein schlichter zweigeschossiger Kubus, der in der Fassade weißen und schwarzen Putz kombiniert. Eine seitliche Wand ist mit Ziegeln verkleidet.

Die Bauherren wollten in dem Haus als Familie leben. Die Zweigeschossigkeit erlaubte es den Architekten, das dafür erforderliche Raumprogramm zu verwirklichen. Es verschaffte ihnen auch mehr Spielraum bei der Planung. Der Eingangsbereich ist deshalb nicht nur ein kleiner Vorraum, sondern großzügig, hell und offen gestaltet. „Die Bauherren wünschten sich beim Eintreten in das Haus einen Aha-Effekt“, berichtet die Innenarchitektin Judith Schwarz. Der Aha-Effekt entfaltet sich in Form von schönen Blickbeziehungen von Entrée in die Wohnräume. Im Zentrum öffnet sich das Erdgeschoss hin zum Garten. Im Mittelpunkt der Eingangssituation steht die Treppe, die hinaufführt zur Galerie und ins Obergeschoss. Die türkisen Spannseile des Treppengeländers wirken grafisch und dekorativ. Deren Muster setzt sich fort, eingefräst in das Holz der Seitenwand des Aufgangs. Wie bei einem Gutshaus auf dem Land empfängt das Gebäude den Besucher mit einer besonderen Geste. Diese hat allerdings nichts pompöses, sondern ist auf moderne Weise sehr reduziert gestaltet. Bei den Farben dominiert das Weiß der Einbauten und Wände. In Kontrast dazu steht das naturbelasene Eichenholz der Böden sowie einiger weiterer Möbel. Den Kamin fassen die Architekten anthrazitfarben und gliedern so die freistehende, ansonsten komplett weiße Wand. Die ebenfalls weißen Einbauschränke in der Küche erhalten eine feine, dunkle Linierung, was ihnen die Wuchtigkeit nimmt. Die Wohnungstüren sind dunkel gefasst, teilweise raumhoch und flächenbündig geplant. Wie beim Entrée zitieren die Architekten damit eine herrschaftliche Anmutung.

Die Gestaltung geht eine Symbiose ein mit den Funktionselementen. Die Bauherren haben aus Kostengründen auf eine Unterkellerung verzichtet. Die Architekten planen deshalb an vielen Stellen Einbaulösungen. So wird der Raum unter der Treppe zum Beispiel zum Schranksystem. Die Oberflächen sind teilweise perforiert, was die Akustik in den offen gestalteten Räumen reguliert. Solch gelungene Verbindungen von Ästhetik und Funkton verleihen dem Haus nicht nur seine klare, aufgeräumte Stimmung, sondern geben ihm auch viel Charakter.

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Innenarchitekten: Room-Service www.room-service.de Fotos: Judith Schwarz mehr

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Room-Service
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Fotos:

Judith Schwarz