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Nobelherberge mit Hamam

Das Titanic Deluxe ist ein 5-Sterne-Hotel hinter historischer Außenfassade

Auf den ersten Blick scheint es, als wäre es nur eine simple Sanierung von zwei Bestandsgebäuden... mehr

Auf den ersten Blick scheint es, als wäre es nur eine simple Sanierung von zwei Bestandsgebäuden gewesen. Doch die Rundum-Erneuerung des ehemaligen Kostümmagazins der Staatsoper und Umwandlung in das heutige Titanic Deluxe-Hotel in der Französischen Straße durch die Berliner Patzschke Schwebel Architekten hatte es mehr als nur in sich: Die denkmalgeschützte Bausubstanz der historischen Gebäude nahe dem Gendarmenmarkt wurde erhalten und das neue Hotel kunstvoll integriert.

Mit Ausnahme der straßenseitigen Außenwand ist tatsächlich nichts vom ursprünglichen Bestand erhalten geblieben. Der Rohbau der alten Fassade wurde während der Bauzeit von einem Stahlkorsett gehalten, während dahinter das Bauwerk zwei Geschosse tief in die Erde getrieben wurde. Abweichend von den scheinbar vier Hauptgeschossen der beiden Bestandsfassaden mit unterschiedlichen Geschosshöhen, gehen die Neubaugeschosse über die gesamte Breite auf einer Höhe durch und sind mit einem kleinen Abstand hinter die alte Fassade gesetzt worden. „Davon zeugt unter anderem eine alte Ziegelsteinmauer, die in einigen Zimmern nur mit einer Glaswand ummantelt ist. Die enormen Raumhöhen des historischen Gebäudes wurden auch in sogenannten Duplexsuiten für Wohnbereiche auf zwei Etagen genutzt, die durch eine Wendeltreppe verbunden sind“, so Architekt Jürgen Patzschke.

Das Dachgeschoss erhielt eine Kupferdeckung mit der charakteristischen grünen Vorpatinierung. Für den Innenraum wurden 600 Tonnen Marmor aus Steinbrüchen in Italien, Indien und der Türkei verbaut. Eine weitere Besonderheit: Im Untergeschoss befinden sich statt einer Tiefgarage große Veranstaltungsräume, ein zweigeschossiger Ballsaal sowie ein Wellnessbereich mit kuppelgekröntem, osmanischem Hamam. Insgesamt verfügt das Hotel über 208 Zimmer auf sechs Etagen, darunter neun Suiten und fünf Duplexsuiten. Bauherr und Betreiber des Hotels ist die privat geführte türkische AYG Unternehmensgruppe.

www.patzschke-architektur.de

Architekten: Patzschke Schwebel Architekten www.patzschke-architektur.de Fotos: Ilker... mehr

Architekten:

Patzschke Schwebel Architekten
www.patzschke-architektur.de

Fotos:

Ilker Canikligil