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Neue Deutsche Welle

Ein Garten im Grunewald entwickelt, angelehnt an die Arbeit von Piet Oudolf, seinen eigenen Stil

Die Ausgangslage des vom Landschaftsarchitekten Osama Ahmad geplanten Garten einer Villa im... mehr
Die Ausgangslage des vom Landschaftsarchitekten Osama Ahmad geplanten Garten einer Villa im Grunewald war ideal. Die Auftraggeberin ist Autorin, die Reiseführer und Ratgeber zum Thema geheime Gärten schreibt. Deshalb gab es von Anfang an sehr viel Gemeinsamkeit für eine moderne Art der Gartengestaltung. Osama Ahmad entwickelt einen Gartenstil, der angelehnt ist an die Arbeiten von Piet Oudolf. Die Protagonisten des derzeit wichtigsten Gartenstils, dem „New German Gardening“, beziehen sich auf die Arbeit des Holländers. Die Architekturszene kennt den Gartenguru wegen dessen Zusammenarbeit mit den Büros von Herzog de Meuron oder Peter Zumthor. Der Garten im Grunewald ist entstanden auf einem rund 2.000 m2 großen Areal, unter dem sich eine Tiefgarage befindet. Die gesamte Fläche musste nach der Fertigstellung der Garage neu begrünt werden.

Die Gestaltung entstand in enger Zusammenarbeit zwischen Auftraggeberin und Landschaftsarchitekt. Dieser war nicht nur für die Planung des Gartens verantwortlich, sondern auch für die Ausführung der Arbeiten. Sein Team baute die Terrasse, die Brunnenanlage und die Pergola mit ihren Säulen aus Klinker und verputzten Kalksandsteinen. Der Wasserlauf des Brunnens ist in Stahl gefasst, ebenso verschiedene Hochbeete in direkter Nähe zum Haus. „Der Stahl nimmt der Einfassung die Wuchtigkeit, man kann damit filigrane, klare Formen gestalten“, erklärt der Landschaftsarchitekt. Beim Stahl handelt es sich um einfachen Walzstahl in einer Stärke von einem Zentimeter. Die unterschiedlich großen Kästen haben die Arbeiter vor Ort verschweißt und aufgebaut. Bei den eingefassten Beeten steht das Thema Küchengarten im Vordergrund. Die Bewohnerin pflanzt dort Kräuter und Gemüse auf einer angenehmen Arbeitshöhe. Bei der übrigen Bepflanzung zeigt sich deutlich der Einfluss von Piet Oudolf. „Wir arbeiten mit Gräsern, Trockenstauden, Präriestauden“, erklärt Ahmad. „Die Pflanzen sollen alleine funktionieren und sind deshalb gegenüber Trockenheit sehr resistent.“ Nicht nur die Genügsamkeit der Pflanzen macht den Garten sehr pflegeleicht. Die Stauden sind nicht streng angeordnet, wie im klassisch englischen Garten, sondern wachsen unkompliziert zusammen in Gemeinschaften. Dabei ist das sogenannte „Black Box Gardening“ ein wichtiger Aspekt. „Viele Pflanzen versamen sich selbst und verteilen sich so über den Garten“, erklärt Osama Ahmad. Am Ende gestaltet den Garten nicht nur der Architekt, sondern auch die Natur. Die Stauden aus dem Präriebereich, wie zum Beispiel Duftnesseln oder Teppichastern, sind so ausgewählt, dass sie teilweise bis in den Oktober hinein blühen. Von Piet Oudolf stammt die Auffassung, dass Pflanzen auch im vertrockneten Zustand faszinierende Formen annehmen. Gerade in Kombination mit Eis oder Reif ergeben sich oft malerische Naturszenen. Die Bewohnerin der Grunewald Villa wird deshalb das ganze Jahr über an ihrem Garten sehr viel Freude haben.

www.grasgrau.com
Garten- und Landschaftsarchitekten: grasgrau – Gartendesign Osama Ahmad www.grasgrau.com... mehr

Garten- und Landschaftsarchitekten:

grasgrau – Gartendesign
Osama Ahmad
www.grasgrau.com

Fotos:

Osama Ahmad