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Klare Kante

Wohnhaus im Grunewald bricht aus der traditionellen Villenarchitektur radikal aus

Klare Kante
Untergeschoss
Klare Kante
Erdgeschoss
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Obergeschoss
Klare Kante
Dachgeschoss
„Man könnte meinen, dort wohnt ein Bösewicht aus einem James Bond Film.“ So mutmaßt ein User im... mehr

„Man könnte meinen, dort wohnt ein Bösewicht aus einem James Bond Film.“ So mutmaßt ein User im Internet über die vom Architekturbüro Graft geplante Villa M in Berlin Grunewald. Der Bau wirkt in der beschaulichen Umgebung äußerst extravagant und damit filmreif. Er folgt neuen Wegen in der Formsprache und lässt die klassische Architektur weit hinter sich.

Für Architekten symbolisiert das Wohnhaus einen Findling. Die Symbolik holt das Gebäude heraus aus einem rein technoiden Futurismus und schafft einen Bezug zur Natur. Ein Findling ist meist ein einzeln liegender, sehr großer Stein, der während der Eiszeiten durch Gletscher transportiert und dabei geformt wurde. Die räumlich gefaltete Fassade bildet die Ummantelung des viergeschossigen Gebäudes. Sie wurde aus Keramikplatten gefertigt und erinnert in ihrer Kantigkeit tatsächlich an einen Felsbrocken. Im Inneren schafft der Fußboden aus Travertin einen weiteren Bezug zur steinernen Natur.

Die Sichtachsen des Gebäudes sind auf die Grünflächen der Nachbarschaft ausgerichtet und sorgen für eine größtmögliche Privatsphäre. Die skulpturale Figur des Wohnhauses wird durch horizontale Einschnitte für Loggien sowie raumhohe Glasflächen betont, die die Wohnräume mit Licht fluten. Der Hauseingang liegt an der Straßenseite und befindet sich ein halbes Geschoss tiefer als der Garten. Im Inneren der Villa setzt sich die expressive Formsprache fort. Gerade Linien werden von Asymmetrie abgelöst, die Übergänge zwischen den Räumen sind fließend und generieren Offenheit. Das skulpturale Design findet sich wieder bei der Innentreppe und dem Kamin, der in eine Sitzgelegenheit mündet. Das Wohnzimmer ist offen gestaltet, mit fließendem Übergang zur Küche und den angrenzenden Räumen. Es bildet als größter Raum des Hauses dessen Zentrum. Neben dem Wohnzimmer und der Küche verfügt das Erdgeschoss über zwei weitere individuell nutzbare Zimmer. Im Obergeschoss liegen das Hauptschlafzimmer mit Bad en suite sowie ein großzügiger Flur mit großer Terrasse und vier angrenzenden Zimmern. Im Dachgeschoss wurde eine Einliegerwohnung realisiert, die verschiedene Nutzungsmöglichkeiten bietet.

Im Kellergeschoss, das den Haupteingang zum Gebäude bildet, befinden sich die Tiefgarage, ein Lager sowie ein Spa-Bereich. Flexible Grundrisse ermöglichen eine Anpassung des Gebäudes an veränderte Lebenssituationen der Nutzer. Die Etagen können in mehrere Wohnungen separiert werden und bleiben durch ein stockwerkübergreifendes Treppenhaus zugänglich. Die Gebäudeheizung erfolgt über Erdwärme und die Ausrichtung des Gebäudes reagiert auf den Sonnenstand. Die aktuellen Anforderungen der EnEV werden unterschritten. Bleibt noch aufzuklären, wer denn in dem Haus wirklich wohnt. Es ist weder ein Finsterling noch ein Superheld, sondern einfach nur ein Zahnarzt.

www.graftlab.com

Architekten: Graft www.graftlab.com Statik + TGA Planung: Buro Happold... mehr

Architekten:

Graft
www.graftlab.com

Statik + TGA Planung:

Buro Happold
www.burohappold.com

Landschaftsplaner:

kre_ta
www.kreta-berlin.de

Brandschutz:

HHP
www.hhpberlin.de

Brandmeldeanlage:

Siemens AG (RD BS)
www.siemens.com

Einbruchmeldeanlage:

Termath
www.termath.de

Elektroinstallation:

Rundfunk Gernrode
www.rundfunk-gruppe.de

Betonschalung:

Hünnebeck
www.huennebeck.de

Fassade:

Vidrostone
www.vidrostone.com

Gebäudeautomatisierung:

Gira
www.gira.de

Fliesen:

Mosa
www.mosa.com

Naturstein:

Traco
www.traco.de

Fenster:

Wicona
www.wicona.com

Klinken:

Hewi
www.hewi.com

Aufzug:

Osma Aufzüge
www.osma-aufzuege.de

Heizung:

Stiebel Eltron
www.stiebel-eltron.de

Farbe:

Brillux
www.brillux.de

Fotos:

Tobias Hein
www.tobias-hein.de
Frank Herfort