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Haus per Mausklick

Ein Minihaus, ausgestellt in Oberschöneweide, realisiert ein Wohnkonzept für die digitale Generation

Die Idee zum „Futteralhaus“ kam Maxim Kurennoy während der Wohnungssuche. Der aus Rußland... mehr

Die Idee zum „Futteralhaus“ kam Maxim Kurennoy während der Wohnungssuche. Der aus Rußland stammende Architekt war frustriert über die hohen Preise sowie das unzureichende Angebot. Er faßte den Plan, ein Haus zu realisieren, welches auf heutige Bedürfnisse der Wohnungssuchenden zugeschnitten ist. Kurennoy gründete das Unternehmen „Futteralhaus“ und wendete sich an die Architektin Nataliya Sukhova sowie das Team von Transstruktura. Gemeinsam entwickelten die Architekten ein komplett in einer Fabrik gefertigtes Haus in Holzleichtbauweise. Monteure können das Haus in nur ein bis zwei Tagen an dem vorab vorbereiteten Standort aufstellen und die Versorgungsinfrastruktur anschließen. In Zukunft sollen Interessenten das Minihaus einfach per Mausklick bei Amazon bestellen können.

Das eingeschossige Modul bietet auf kompakter Fläche einen Wohnraum mit Küchenzeile und Schlafnische. Dazwischen befinden sich Dusche und WC. Großflächige Fensterfronten sorgen für viel Licht und lassen die Räume größer erscheinen. Durch Photovoltaikanlagen auf dem Dach sowie ein durchdachtes Energiespeichersystem kann das Futteralhaus weitgehend autark betrieben werden. In einem Schrank in der Küche ist eine Batterieeinheit untergebracht, die auch als Ladestation für Elektrofahrzeuge dient. Das Haus erfüllt die energetischen Anforderungen der Energieeinsparverordnung (EnEV) 2014. Bei der Produktion werden ausschließlich ökologisch unbedenkliche Materialien und Dämmstoffe verwendet. Mit dem Futteralhaus soll der Bewohner selbstbestimmt leben. Er kann sein mobiles Heim am Meer aufstellen, ebenso im Hinterhof in der Stadt oder auf der Kleingartenscholle im Grünen. Eine App sorgt für die Vernetzung mit anderen Hausbesitzern und vereinfacht so Wohnungstausch oder Vermietung.

Das Futteralhaus steht für eine neue Generation von Minihäusern. Das Konzept bietet Schnittstellen zu Themen wie Ökologie, Smart-Homing, Elektromobilität oder digitale Vernetzung. Es zielt auf die Bedürfnisse der digital Natives, deren Leben mit Laptop und Smartphone komplett mobil geworden ist. Ein Wohnzimmer mit Bücherregal und TV-Couch kennt diese Generation nur noch von ihren Eltern. Das Futteralhaus steht für die veränderten Wohnbedürfnisse im digitalen Zeitalter. Gefragt sind Dienstleistungen rund ums Wohnen, digitale Vernetzung sowie vor allem viel Flexibilität in der Benutzung.

www.futteralhaus.com
www.transstruktura.com

Architekten: Futteralhaus www.futteralhaus.com Transstruktura www.transstruktura.com... mehr

Architekten:

Futteralhaus
www.futteralhaus.com
Transstruktura
www.transstruktura.com

Fotos:

Dmitry Yagovkin