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Grün-Oase, sportiv und vielseitig

Ein Stadtpark neuen Typs am Berliner Gleisdreieck

Etwas Neues in der Stadt wird zunächst immer neugierig beäugt – und dann verworfen oder... mehr
Etwas Neues in der Stadt wird zunächst immer neugierig beäugt – und dann verworfen oder angenommen. Bei der neuen grünen Lunge im Zentrum der Hauptstadt ist der Erfolg beim Publikum unübersehbar! Der „Park am Gleisdreieck“ mit seinen beiden Bereichen Ost- und Westpark erfreut sich großer Beliebtheit. Der östliche Teil wurde Ende 2011 eröffnet und seit kurzem ist nun auch der Westteil des Parks geöffnet – und die Anlage somit komplett. Bis spät in den Abend herrscht hier reges Leben.

Durch die Bahntrasse wird das 26 ha große Gelände in zwei Hälften geteilt. Die Parkanlage erstreckt sich vom Schöneberger Ufer im Norden bis zur Monumentenstrasse im Süden und von der Bülowstrasse im Westen bis zur Hornstrasse im Osten. Über 10 (barrierefreie) Eingänge betritt man die 2,5 km lange und 1,5 km breite Parklandschaft. An manchen Stellen finden sich Erinnerungen an die Historie des Ortes: Eine alte Milchladerampe blieb erhalten, außerdem Überbleibsel der Gleisanlagen oder alte Prellböcke. Am Gleisdreieck selbst wirkt die stählerne Brücke, der an dieser Stelle als Hochbahn verlaufenden U-Bahn, wie ein Relikt aus der Frühzeit der Industrialisierung.

Die Gestaltung wurde im Auftrag der Stadtentwicklungsgesellschaft Grün-Berlin vom Landschaftsarchitekturbüro Atelier Loidl übernommen. Es war eine Mammutaufgabe, unstrukturiertes Gelände von dieser Größe, bestehend aus alten Bahnflächen, Gewerbebrachen und Biotopen mit Ruderalvegetation zu einer überzeugenden Gesamtanlage zusammenzufügen. Die enorme Vielfältigkeit der Angebote im Park entstammt also nicht nur der Kreativität der Planer und Entwerfer: Während der gesamten Entwicklungszeit wurden auch Anregungen aus Bürgerbeteiligung entgegengenommen und auch Kindergruppen wirkten an der Ideenentwicklung mit. Großen Wert legen die Entwerfer auf die Betonung des innovativen Charakters der Parkanlage, und auf die abwechslungsreichen Atmosphären, so dass jeder Besucher seinen Lieblingsort finden kann. „Mit dem Park am Gleisdreieck entsteht ein Freiraum, der zeigt, wie Berlin wirklich ist – multikulturell, schick ohne Protz, modern, beweglich, spaßorientiert und vor allem sinnlich. Als Abwechslung zur Hektik der umgebenden Stadt kann hier Gelöstheit und Entspannung erfahren werden“, beschreiben die Architekten ihren Arbeitsanspruch.

Und man muss wirklich sagen, eine derartige Vielfältigkeit des Angebots auf vergleichsweise kleiner Fläche ist selten zu finden: Sport- und Spielflächen, ein Badestrand, ein großer Platz für Veranstaltungen aller Art nahe dem Technikmuseum, ein Beachvolleyballplatz, das Pilotprojekt „Garten im Garten“ für individuelles Gärtnern in einer integrierten Kleingartenanlage, und als erlebbare Stadtwildnis das sogenannte Wäldchen – ein jahrzehntelang ungestörtes Biotop, das eine ungewöhnliche Flora und Fauna aufweist, Naturlehrpfade, ein Bouleplatz, Fitnessanlage, ein Café mit Marktplatz, Ruhebänke, ein Fußballplatz, ein 1.300 m² großes Areal für Skater, Kinderspielplätze und anderes.

Der „Park am Gleisdreieck“ ist mit seinen mannigfaltigen Facetten und Parksegmenten ein Park neuen Typs, der für Jedermann etwas bietet. Nicht wenige Besucher haben ihn derweil zu ihrem Lieblingspark erkoren – mehr können sich dessen Schöpfer wahrhaftig nicht wünschen!

www.atelier-loidl.de
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Fotos

Julien Lanoo
www.ju-la.be