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Glückliches Ende

Die Neugestaltung eines Penthouses entwickelte sich zu einem Projekt mit ungewöhnlich viel Freiraum

Der Bewohner des Penthouses am Prenzlauer Berg trat an das Büro für Architektur und... mehr

Der Bewohner des Penthouses am Prenzlauer Berg trat an das Büro für Architektur und Interior-Design BerlinRodeo heran mit einem anfänglich nur bescheidenen Wunsch. Er habe das Gefühl, die Wohnung brauche einen Anstrich. Ein neues Sofa wäre auch nicht schlecht, ebenso sei das Licht nicht ideal. Als die beiden Büroinhaber Ingo Hölters und Axel Schäfer dann die Wohnung erstmals betraten, war das Staunen groß. Das teure Penthouse mit 17 m Glasfronten war eingerichtet wie eine Studentenbude. „Das Sofa hatte eine Polsterung, die an eine Mischung aus Bauschaum und Beton erinnerte“, berichtet Hölters. „Der Höhepunkt waren Reispapierlampen mit Elvis-Motiven.“

Mit neuer Farbe war hier nicht viel zu retten. Die Interior-Designer begannen damit, die Wohnungsdecken im Ess- und Wohnraum aufzustemmen, um dort Schienen für ein vernünftiges Lichtkonzept zu installieren. Der neue Anstrich folgte. Dem Vorschlag, die Wände nicht in Weiß, sondern in einem Grünton zu streichen, begegnete der Auftraggeber mit äußerster Skepsis. Vom Ergebnis zeigte er sich dann aber angetan. Damit war der Weg geebnet für weitere Maßnahmen. Die Architekten verkleideten die Wandpartien im Eingangsbererich in Nussbaumholz, um dort unschöne Elektroinstallationen zu verdecken. Auch im Esszimmer verdecken sie die Technik mit wieder abnehmbaren Elementen. Je mehr der Besitzer des Penthouses mit guter Gestaltung in Kontakt kam, desto mehr stieg sein Anspruch. „Mit der Zeit entwickelte sich unser Auftraggeber zu einem richtigen Designliebhaber“, erzählt Hölters. „Wir durften ihm ein Sideboard von Morasutti rein stellen, was um einiges mehr gekostet hat als seine gesamte vorherige Einrichtung.“

Die Architekten erhielten nun freie Hand zur kompletten Neugestaltung der Wohnung. Sie entwickeln ein harmonisches Grundkonzept mit fein aufeinander abgestimmten Farben und Materialien. Auf der Ebene der Dekoration und Möblierung arbeiten sie ausdrucksstark, damit nicht am Ende nur eine sterile Showroom-Atmosphäre übrig bleibt. Klassiker wie die berühmte Wandleuchte von Serge Mouille oder die Tulip Chairs von Eero Saarinen treffen auf zeitgenössisches Design von Konstantin Grcic. Daneben gibt es Fundstücke vom Flohmarkt und auch eigene Entwürfe. Blickfang ist der Raumtrenner aus Ringen im Wohnzimmer. Der Hersteller Giogretti aus Italien hat dieses Objekt nicht im Verkauf, sondern benutzt den Entwurf sonst nur für seine Showrooms. Das Endresultat überzeugt nicht nur den Besitzer des Penthouses und seinen Sohn, der dort mit ihm lebt. Mittlerweile hat sich eine neue Freundin zu der Männerwirtschaft hinzugesellt. Hölters berichtet, die Dame habe sich sofort auch in die Wohnung verliebt. Ihre eigene Wohnungseinrichtung wolle sie nun komplett verkaufen.

www.berlinrodeo.com

Innenarchitekten: BerlinRodeo www.berlinrodeo.com Sideboards, Kleiderschränke:... mehr

Innenarchitekten:

BerlinRodeo
www.berlinrodeo.com

Sideboards, Kleiderschränke:

Morassutti
www.morassutti-play.it

Sofa:

Gyform
www.gyform.it/de

Beistelltische, Esstisch:

Vibieffe
www.vibieffe.com

Raumteiler:

Giorgetti
www.giorgetti.eu

Tapete:

Arte international
www.arte-international.com

Lichtschienen und Spots:

Wever & Ducré
www.weverducre.com

Hängeleuchten (Essbereich):

Norman Copenhagen
www.normann-copenhagen.com

Stühle:

Knoll
www.knoll.com

Barhocker:

Plank
www.plank.it

Fotos:

Chibi Moku Architectural Documentaries