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Fließender Raum

Metamorphose: Von der tristen Sozialbauwohnung zur lichterfüllten Wohnlandschaft

Der junge Architekt Alexander John Huston hat der Erläuterung seines Umbauprojekts ein Zitat von... mehr

Der junge Architekt Alexander John Huston hat der Erläuterung seines Umbauprojekts ein Zitat von Ludwig Mies van der Rohe vorangestellt: „Mach doch die Bude groß genug, dann kannst du darin hin- und herlaufen.“ Treffender kann man den Kerngedanken seines Projektes wohl nicht auf den Punkt bringen. Huston selbst hatte eine 57 m² große Wohnung in einem typischen spartanisch ausgestatteten 60er Jahre-Wohnhaus am Kottbusser Damm erworben. Was er bei der ersten Begehung vorfand, war keine Wohnung, sondern eine lichtlose, enge Höhle. Die Ausgangsbedingungen, dies zu ändern, waren nicht gerade ideal: Kleinteilige Räume, eine stark abgenutzte Substanz, nur 2,50 m Deckenhöhe und eine nach Norden weisende Fensterfront. Huston entschloss sich zu einer Radikalkur und entkernte das Apartment in Eigenarbeit und der Hilfe tatkräftiger Freunde bis auf die Rohbausubstanz. Es entstand ein offener Großraum. Nur Dusche und WC sind durch eine satinierte Glaswand räumlich separiert. Steht einem der Sinn nach Cocooning, lässt sich der von Einbauschränken flankierte Schlafbereich mit lichtundurchlässigen Vorhängen separieren.

Der Architekt versah die „Microloft“ getaufte Wohnung mit zahlreichen, sorgfältig detail­lierten Einbauten – vom Wellness-Bad mit ebenengleicher Regendusche, über die kompakte Küchen­zeile bis hin zu einem in die Decken eingelassenen Beamer, mit dem man vom Bett aus Filme schauen, aber auch am Bildschirm arbeiten kann. Weiß ist die bestimmende Farbe aller festen Elemente und der vom Architekten für die Wohnung entworfenen Möbel. Unterstrichen wird die Wirkung des White Cube durch ein in acht Lichtszenarien programmierbares Beleuchtungssystem, das nichts dem Zufall überlässt. Entstanden ist ein inspirierender Raum mit weich ineinander übergehender Zonierungen. Die wenigen, wohl gewählten Möbel wie das Loungesofa oder der alte Holztisch im Küchenbereich stören nicht den Fluss des Lichts, das sich jetzt wunderbar ungehindert im Raum ausbreitet. Alexander John Huston hat aus dem Vorgefundenen das Maximum herausgeholt.

www.johnhuston.eu

Innenarchitekt Alexander John Huston www.johnhuston.eu Fotos  Henning Hesse... mehr

Innenarchitekt

Alexander John Huston
www.johnhuston.eu

Fotos 

Henning Hesse

Tischlerei

Plan B
www.planb-berlin.de 

Sanitär, Heizung, Decke, Malerarbeiten

Wieslaw Urban

Estrich, Fußbodenbelag

Karsten Wolter Malerei und Fußboden
www.kww-berlin.de

Elektroarbeiten

Stefan Dotterweich

Leuchten, Möbel, Kunst

harryjtrip & manfred manfredsenschensen

Kunsthandwerk

Guido Bretz