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Echte Werte

Penthouse in Wilmersdorf setzt auf die Wirkungskraft edler Naturmaterialien

Derzeit beobachtet man beim Wohnen und im Design einen Trend zu hochwertigen Naturmaterialien.... mehr

Derzeit beobachtet man beim Wohnen und im Design einen Trend zu hochwertigen Naturmaterialien. Prominentes Beispiel sind die Arbeiten des derzeit enorm erfolgreichen deutschen Designers Sebastian Herkner, der auf vielfache Weise mit Leder, Porzellan oder mundgeblasenem Glas arbeitet. Ähnlich wie Herkner setzen auch Ester Bruzkus und Patrick Batek auf die Wirkungskraft des Echten. Bei der Gestaltung des 210 m² großen Penthouses am Ludwigkirchplatz in Wilmersdorf arbeiten die Architekten mit Marmor aus Italien und edlem Nussbaumholz. Der Marmor fällt bereits beim Betreten der Wohnung ins Auge. Den großzügigen Wohn-Ess-Raum dominiert die opulente Kaminwand. Der Kamin ist eingefasst von einer Ablage- und Sitzfläche aus dunklem Marmor, die über die gesamte Wandbreite läuft. Der Rest der Wandfläche ist in neutralem Weiß gehalten, damit der wertvolle Naturstein seine volle Pracht entfalten kann. Ebenfalls in Marmor gehalten sind die Wände, Böden und Möbel der Bäder. Die streifenartige Maserung des Cipollino Bianco-Marmors ist das Resultat „echter“ Handwerkskunst. Sie entsteht alleine durch die Schnitttechnik des Steinmetzes.

Den Stein haben die Kräfte der Natur hervorgebracht. Jahrzehntelang in der Natur gereift ist ebenfalls das Holz des Nussbaums, mit dem die Architekten die Aufzugsbox verkleiden. Die Box nimmt Funktionen wie Garderobe, Gästebad, Bibliothek und Küchenschränke auf. Sie teilt außerdem das Penthouse in zwei unterschiedliche Wohnbereiche. Der großzügige, loftartige Wohn- und Essbereich bietet viel Raum für gemeinschaftliche Erlebnisse mit der Familie und Gästen. Im Gegensatz zum Wohnbereich ist der private Rückzugsbereich kleinteilig strukturiert. Ein Flur trennt die beiden Schlafräume, die jeweils über ein eigenes Bad verfügen. Das Masterbad schließt ohne Türen direkt an den Schlafbereich an. Die Wohnung verfügt zusätzlich über ein Gästezimmer, welches sich zu der rund 160 m2 großen Terrasse hin öffnet. Der großzügige Außenraum wird durch die straßenseitige Westterrasse ergänzt, die sich über die gesamte Gebäudebreite erstreckt.

Die Architekten verzichten bei ihrer Gestaltung auf jede Art von Spielerei. Extravagant hingegen ist der Fokus auf langlebige, edle Naturmaterialien. Die Gestalter sorgen damit für viel Atmosphäre, schaffen Wertigkeit und Individualität. Bei der Möblierung des Penthouses waren die Architekten ebenso beteiligt. Sie wählen Midcentury-Klassiker wie Stühle von Eero Saarinen oder eine über dem Esstisch angebrachte Leuchte von Serge Mouille. Mit diesen auf Auktionen erstandenen Designklassikern unterstreichen die Einrichter den Anspruch einer Gestaltung, die nicht auf Showeffekte, sondern auf Substanz und Zeitlosigkeit setzt.

www.bruzkusbatek.com

Innenarchitekten: Bruzkus Batek Architekten www.bruzkusbatek.com Fotos: Jens Bösenberg mehr

Innenarchitekten:

Bruzkus Batek Architekten
www.bruzkusbatek.com

Fotos:

Jens Bösenberg