Bekenntnis zur Region

Eine Klinkervilla präsentiert sich zurückhaltend modern

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Bei dieser Backsteinvilla ist es Huster & Caplan Architekten ausgezeichnet gelungen, die regionaltypische Architektur zu berücksichtigen und dem Gebäude gleichzeitig einen zeitgemäßen, modernen Auftritt zu geben. Vorbild waren die typischen Hofgebäude mit Remise, Scheune, Nebengebäuden und Haupthaus, die, wenngleich einzeln positioniert, dennoch ein Ganzes ergeben.

Das Gebäudeensemble, das auf einem rund 1.000 m² großen Grundstück in idyllischer Lage am Feldrand liegt, orientiert sich an dem historischen Vorbild und positioniert Funktionsbereiche wie Wohnen, Schlafen, Eingang und Garage wie kleine Einzelhäuser. Modern interpretiert, strahlt das Gebäudeensemble Wärme und Wohlgefühl aus. Die Einzelhäuser sind von außen sowie durch die hohen, bis in die Dachschrägen gehenden Räume auch von innen als solche ablesbar. Sie gruppieren sich um einen offenen und rundum verglasten Atriumhof, der den privaten Außenbereich bildet und die Einzelhäuser miteinander verbindet. Rundum geschützt bildet er eine Oase der Ruhe für die Bewohner. Vom deutlich erhabenen Wohntrakt zieht eine Dachfläche als Terrassenüberdachung weiter über die Fassade und schafft mit ihrer sichtbaren, gehobelten Unterkonstruktion einen geschützten Außenbereich mit Blick ins Grüne. Die Ursprünglichkeit wird durch die Verwendung einfacher Materialien aus der Region unterstrichen: Verbaut wurden Tondachsteine, Sandstein am Hauseingang und in der Fortführung als Weg im Garten, vor allen Dingen jedoch Klinker. „Wir haben zwei Sorten Klinkersteine – Münsterländer und Witten – im Verhältnis 70 zu 30 gemischt und mit der Lagerseite nach außen verlegt“, erläutert Architekt Ansgar Huster und verweist auf die sich dadurch ergebene gröbere Optik der Fassade und die schöne Haptik. Bei den Nebenhäusern kommt die Ursprünglichkeit zudem durch den Verzicht auf Dachüberstände sowie die Regenentwässerung durch offene Profile zum Tragen.

Im Innern des 166 m² großen,  teilunterkellerten Gebäudeensembles wurden Dielenböden aus Eiche sowie grauer Feinstein verlegt. Die Küche sowie einige der Einbauten sind Sonderanfertigungen. Folgt man von der großen Terrassenfront des Wohntrakts dem Sandsteinweg bis zum Ende, gelangt man an einen neu angelegten Brunnen, der als Wasserspiel den Abschluss bildet.

www.huster-caplan.de

Fotos:

Max Schneider
Andreas Secci
www.andreas-secci.de

(Erschienen in CUBE Ruhrgebiet 02|22)

Architekten:

Huster & Caplan Architekten
www.huster-caplan.de

Dachdecker:

Dachdeckerei Gebr. Wannigmann
www.wannigmann-gmbh.de

Haustür:

Benneker Fensterbau
Telefon: 02591 8274

Raumtrennung, Sideboard:

Tischlerei Rotte
www.tischlerei-rotte.de

Leuchten:

Occhio
www.occhio.de

Fenster:

Schüco
www.schueco.com

Heizung:

Waterkotte
www.waterkotte.de

Bodenbelag:

Gazzini
www.ceramicagazzini.it

Schalter, KNX, Homeserver:

Gira
www.gira.de

Armaturen:

Christina Rubinetterie
www.cristinarubinetterie.com

Sanitärkeramik:

Toto
eu.toto.com
Catalano
www.catalano.it

Möbel:

Cor
www.cor.de

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