Past Meets Present

A Postwar Home for Contemporary Living

Foto5_10_700pixel

Beim Näherkommen stellen sich unweigerlich nostalgische Gefühle ein. Dieses typische Siedlungshaus in Obermenzing versetzt den Betrachter unmittelbar in die 1950er-Jahre noch vor dem Wirtschaftswunder. Die Häuser damals waren uniform, wie ein Kind ein Haus zeichnet – Klötzchen mit spitzem Dach, einer Tür und kleinen Fenstern, Schornstein oben drauf – fertig. Die Bauherren erwarben dieses klassische 1950er-Jahre-Siedlungshaus mit schönem Garten in einem Wohnviertel mit ähnlicher Bebauung, aber teils auch mit Villen mit riesigen Gärten. Als sie damals am Stadtrand entstanden, dachte noch niemand über Platzmangel nach.

Die neuen Besitzer wünschten sich im Inneren mehr Großzügigkeit und Platz für ihre Kunst. Das Münchner Architekturbüro Andreas Ferstl mit seinem Team setzte die Veränderungswünsche um. Von außen sollte der Charakter des Hauses mit seiner Massivität, dem steilen Dach und den starken Giebelseiten erhalten bleiben. Der kleine „Schönheitsfehler“ – die asymmetrischen Fenster der Hauptfassade – irritiert ein wenig, gibt dem Haus jedoch eine sympathische Eigentümlichkeit und seine individuelle Note. Ein weiteres, unverkennbares Merkmal ist das extrem steile Dach.

Das Erdgeschoss wurde weitgehend frei geräumt und zu einem großzügigen, offenen Raum zum Wohnen, Kochen und Essen umgestaltet. Ein neues, bodentiefes Fenster öffnet den Wohnraum zum Garten. Der einheitlich im ganzen Erdgeschoss gegossene Sichtestrich unterstreicht den Zusammenhang aller Raumteile. Das Obergeschoss blieb weitgehend unverändert. Hier befinden sich die Kinderzimmer und es gibt ausreichend Platz für Gäste.

Im Dachgeschoss entfernten die Architekten eine Zwischenebene, wodurch ein unerwartet großzügiger Raum entstand: Viel Platz für Schlaf- und Badezimmer, Ankleide und einen Wohnbereich. Von dort aus blickt man durch das neue, großformatige Atelierfenster, das viel Helligkeit schafft, direkt in die Baumkronen des gegenüberliegenden Parks. Der alte Kamin blieb wie eine Skulptur frei im Raum stehen. Von außen sind wenige Veränderungen behutsam eingefügt worden: Runde Fenster im Giebel und ein neues, vor die Fassade gestelltes Fensterelement, das den Eingang markiert und die Asymmetrie der Hauptfassade fortschreibt.

www.a-f-a.de

Photography Credits:

Sebastian Schels
www.schels.net

(Published in CUBE Munich 02|22)

Nothing found.

Expressiv Stützenfrei

Ein Büroneubau in Marsdorf bietet Kita, Cafeteria und kollaboratives Arbeiten

Clear, Precise, Enduring

A single-family home that strikes a balance between solidity and warmth

Clear Structure in Record Time

A comprehensive secondary school in Velbert harnesses the hillside topography and embraces a cluster design approach

Too Beautiful to Leave

A private sanctuary that offers everything needed for a retreat at home

Nothing found.

2_42_700pixel

Southern Star

The architects have exploited the site's natural slope, allowing the house to cantilever boldly over the basement.

CozyCleo-10_19_700pixel

With attention to detail

Frederik Rasenberger: Designing Sustainable Products and Furniture

Personio_Lounge_032_15_700pixel

Inside the new Personio

A modern workspace concept that succeeds through clarity of vision and meticulous attention to detail

43466_MARK_Bredt_001_15_700pixel

New Work in Munich's West End

The Mark office building stands ready for its occupants

7172_Shelf_CDF_Oak_15_700px

Living system from Munich

Thomas Kandler and Robert Kern Create Modular Solutions for Every Space

Learning in distinguished surroundings

Expanding the Fresenius Campus: Two New Pavilions

yfood1_15_700pixel

Simply stunning

A Munich food start-up reimagines workspace through creative design