Den Sternen nah

Office-Konzept eines Matratzenherstellers folgt dem Zyklus einer perfekten Nacht

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Kreativität ist heute bei vielen Unternehmen ein maßgeblicher Bestandteil. Vor allem bei einem schnell wachsenden Startup wie dem Matratzenhersteller Emma im Frankfurter Bahnhofsviertel. Doch wie kann man die unterschiedlichen Arbeitsweisen eines 400-köpfigen Teams unterstützen? Diese Frage stellte sich das Designteam von VRAI, als das Startup wegen seines rasanten Wachstums dringend neue Räumlichkeiten brauchte. Räume, die dem Konzept des „New Work“ entsprechen sollten.

Eine bestehende Bürofläche mit 4.500 m² wurde daher zu einem Arbeitsplatz mit individuellen Entfaltungsmöglichkeiten, aber auch einer praxis­orientierten Arbeitsstätte mit wenigen Einschränkungen umgebaut. Da dem vornehmlich jungen, internationalen Team ein großes Gemeinschaftsgefühl vermittelt werden sollte, standen Kommunikation, Individualität und Zusammenarbeit im Fokus der Gestaltung. „Sogenannte ‚collaborative areas‘ ermöglichen jedem Einzelnen, an einem gemeinsamen Produkt mit individueller Arbeitsweise mitzuwirken“, erläutert Innenarchitektin und Geschäftsführerin Jana Vonofakos. „Daher war es wichtig, wie die einzelnen, frei nutzbaren Bereiche und die zentral gelegenen Kommunikationsbereiche angeordnet sind.“ Diese befinden sich verstreut inmitten des großflächigen Arbeitsbereiches. Das fördert nicht nur die Arbeit, sondern passt auch zum gestalterischen Gesamtkonzept mit Ruhebereichen, Bewegungsmöglichkeiten und Rückzugsorten.

Das Thema haben die Innenarchitekten schnell für den Matratzenproduzenten, der sich selbst auch als The Sleep Company bezeichnet, gefunden: Zyklus einer perfekten Nacht. Schließlich führt nur guter Schlaf zu guter Arbeit. Die gewählten Farben bilden daher das Spektrum von Sonnenuntergang bis Sonnenaufgang ab und die Farbpalette bei Bodenbelägen, Möbeln, Wänden und Textilien reicht von dunklem Blau über Violett und Bordeauxrot bis zu einem strahlenden Orange.

Passend zur Nacht wurde auch das Thema „As­tronomie“ aufgegriffen. So finden sich runde Elemente und kreisförmige Lampen in Anlehnung an Planeten sowie kleine Leuchten, die den Sternenhimmel darstellen. Auf Wunsch des Kunden sind alle Textilien und Möbel langlebig, pflegeleicht, strapazierbar und schwer entflammbar. Damit der Arbeitsalltag zudem angenehm und wohnlich wird, finden sich im Office viele Stoffe und Oberflächen aus Eichenholz. Die Softtouch-Oberflächen auf Tischen und Thekenmöbeln sorgen für eine angenehme Haptik und sind unempfindlich. Optisch und haptisch haben die Innenarchitekten entsprechend der Funktion klar unterscheidbare Zonen geschaffen. Ein Wechsel der Bodenbeläge von beispielsweise Teppich zu Vinyl trägt unter anderem dazu bei, Arbeitsbereiche und Kommunikationsbereiche zu trennen, „eingestreute“ Teppichkreise bilden Loungebereiche und Ruhezonen.

www.vrai.de

(Erschienen in CUBE Frankfurt 03|20)

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