Frisch herausgeputzt

Ein erhaltenswertes Gebäudeensemble wurde behutsam modernisiert

HILD-2_19_700pixel

Alte Häuser haben viel Charme. Das dachte sich auch die Bochumer Wohnstätten Genossenschaft, Eigentümer eines Gebäudeensembles in Bochum-Hamme, als die Entscheidung anstand, eine Grundmodernisierung durchzuführen. Anders als in vielen ähnlich gelagerten Fällen entschied sich der Bauherr bewusst dafür, der schmucken Fassade durch moderne Fassadendämmung nicht den Charakter zu nehmen. Vielmehr sollte deren Erhalt zur Leitline für die Modernisierungsmaßnahme werden. Eine herausfordernde Aufgabe für das Bochumer Typ A. | Architektenteam, das zwei unterschiedliche Gebäudetypen unter einen Hut bringen musste und dabei viel Fingerspitzengefühl für Erhaltenswertes und prägende stilistische Elemente bewies.

Überwiegend handelte es sich bei der Modernisierung um eine Wohnbebauung aus den 1930er-Jahren. Den Zeilenabschluss wiederum bildete ein neuerer Bau aus den 1950er-Jahren, der sich zwar nicht grundsätzlich von seinen älteren Nachbarn unterschied, jedoch im Gegensatz zu diesen keine Klinker in der Fassade aufwies. „Obwohl das Gebäude mehr als 20 Jahre jünger ist, war das Mauerwerk energetisch schlechter in der Beschaffenheit“, resümiert Ole Wetterich. Der Architekt empfahl in diesem Fall daher ein Wärmedämmverbundsystem für die Gebäudeaußenwand. Als großes Plus erhielten die Bewohner zum begrünten Innenhof gelegen großzügige Anstellbalkone und damit sozusagen ein Außenzimmer hinzu. Die Zusammengehörigkeit der Gebäude wird stilistisch durch die Klinkerflächen im Reichsformat, die vergleichsweise lang, jedoch nicht sehr hoch sind, sowie durch die Ober- und Untergurte an den Fenstern aus Beton erlebbar. Die bewusst zurückhaltende Farbgestaltung der Putzflächen in drei verschiedenen Grautönen unterstreicht das selbstbewusste Auftreten. Der 50er-Jahre-Bau reagiert darauf und übersetzt das Farbkonzept des 30er-Jahre-Baus auf die bauzeittypischen Faschen um die Fenster.

Analog zum Erhalt des stimmigen Gesamterscheinungsbildes wurden auch die Treppenhäuser im Ursprungsgedanken erhalten. Hier bestimmen helle, warme Grautöne und graubeiger Buntsteinputz das Bild. Die Trittstufen der Treppenläufe heben sich davon ab und sind farblich dem klassischen Ochsenblut nachempfunden.
Von der energetischen Sanierung profitieren unmittelbar die Mieter der Objekte. Eine lohnenswerte Kostenersparnis, die sich in den Nebenkosten niederschlägt, wurde erreicht, indem die Fenster sowie das Dach auf den neusten Stand gebracht wurden. Weiterhin wurden die Wohnungsgasthermen gegen zwei deutlich effizienter arbeitende Zentralheizungen ausgetauscht.

www.typ-a.com

Fotos:

Sebastian Kautz
www.phototion.de

(Erschienen in CUBE Ruhrgebiet 01|22)

Architekten:

Typ A Architekten
www.typ-a.com

Malerarbeiten, WDVS:

KuW Zimmermann
www.kuw-zimmermann.de

Dachdeckerarbeiten:

Jajalo Bedachungen
www.jajalodach.de

Schreinerarbeiten (Fenster und Türen):

Altendorfer Holzverarbeitung Hugo Grütering
www.altendorfer-holz.de

Heizung, Sanitär:

Bertram
www.bertram-kg.de

Elektroarbeiten:

Hans Kanngiesser
www.kannegiesser.de

Haustüren:

Pauly Fenster + Türen
www.pauly-fenster.de

Garten- und Landschaftsbau:

Udo Schwerdt
Telefon: 02309-608438

Nothing found.

Wohnen im Komponistenviertel

Junges Wohnquartier in alter Nachbarschaft in Weissensee

Lichtdurchflutete Arbeitswelt

Hocheffizientes Bürogebäude in der Maxvorstadt

Gelungene Überführung

Der Umbau eines ehemaligen Wochenendhauses begeistert die Bauherrin

Individualität im System

Grundschule verbindet Planungs- und Fertigungseffizienz mit zeitgemäßer Gestaltung

Nothing found.

HSA_Forstbetriebshof-Duisburg_CUBE_04_19_700pixel

Ein umweltbewusstes Konzept

Die städtische Forstverwaltung in Duisburg erhält eine nachhaltige Betriebsunterkunft

juni-22auswahl-00_00_00_11-Still044-1-_15_700pixel

Der Wald spielt die Hauptrolle

Wie die Natur stilvoll in ein Hotel in Heiligenhaus einzieht

Ein Tag Ferien im Park

Der Revierpark Mattlerbusch in Duisburg ist ein riesiger Garten für alle

1185_JL_0438_edit3_15_700pixel

Zeitgenössischer Nutzungsmix

Das Basecamp steht für die Transformation der Dortmunder Innenstadt

AHU-2020-12-21-1215-54_20_700pixel

Fit in jeder Hinsicht

Großzügige Therapie- und Trainingsmöglichkeiten in der Luxemburger Galerie in Kevelaer

Anbau_03_16_9_15_700pixel

Materieller Kontrast

Durch eine Aufstockung konnte eine zusätzlich hinzugewonnene Wohnfläche von 72 m² generiert werden.

Spannende Kontraste

Die einstige Gastiefkühlanlage der Kokerei Hansa beherbergt heute ein besondere Gastronomie