Integriert und voller Licht

Eine neue Sporthalle in Bergisch Gladbach macht das Beste aus der Schulhofenge

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Als im vergangenen Jahr das Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium im Bergisch Gladbacher Stadtteil Heidkamp den Schulentwicklungspreis der Unfallkasse NRW erhielt, war die Freude riesengroß: Der mit 500.000 Euro außerordentlich hochdotierte Preis zeichnete die intensiven Anstrengungen der Schule aus, Gesundheitsförderung und Prävention zum Leitbild des schulischen Lebens zu machen. Zum integrierten Konzept trägt auch die neue Zweifeld-Sporthalle ihren Teil bei, die das Kölner Architekturbüro synarchitekten in zweistufiger Direktbeauftragung auf dem Schulgelände entworfen und realisiert hat. 

Zu einer besonderen Herausforderung gestalteten sich dabei – neben den Bauarbeiten bei laufendem Schulbetrieb – vor allem die beengten Platzverhältnisse des Gymnasiums. Der von den benachbarten Bestandsgebäuden gesäumte Schulhof musste sich verkleinern, zumal an eine alternative Lösung mit einem Tiefgeschoss aufgrund des hohen Grundwasserpegels und schwieriger Bodenverhältnisse gar nicht erst zu denken war. Unter diesen schwierigen Ausgangsbedingungen entwickelten die Architekten auf einer Wiesenfläche, die vorher zum Schulhof gehört hatte, einen Baukörper, der behutsam zum Bestand vermittelt: Während sich die Sporthalle über zwei Etagen erstreckt, sind Eingangsbereich und Umkleiden in einem niedrigeren eingeschossigen Teil untergebracht. Die Halle wird dabei durch die geschosshoch ausgeführte, gedämmte Profilglasfassade großzügig mit Tageslicht versorgt. Dadurch dass das Licht allein von oben in die Halle fällt, wird störendes Blendlicht vermieden. Aber auch in die Gegenrichtung übernimmt die Glasfassade eine Funktion: Abends und nachts lässt sie das Gebäude wie ein Lichtprisma nach außen strahlen. Im Erdgeschoss wird dagegen auf eine robuste Fassadenlösung aus Sichtbetonfertigteilen gesetzt, die Vandalismus und Graffitis widersteht. Die bedruckte Eingangsfassade, die bewegte Sportsilhouetten zeigt, macht das Gebäude dabei mit einer reduzierten Bildsprache als Sportstätte kenntlich. 

Im Inneren entsteht zudem durch eine Glasprallwand eine intensive Sichtbeziehung zwischen Halle und Foyer. Um dem Wunsch der Schule zu entsprechen, einen Ort für Sporttheorie-Unterricht zu schaffen , wurden im Foyer Betonsitzbänke installiert, die eine zusätzliche Klassenraum-Situation schaffen. Die nach 30 Monaten Bauzeit fertiggestellte Halle steht sowohl dem Schul- als auch dem lokalen Vereinssport zur Verfügung.

www.synarchitekten.de

Fotos:

Synarchitekten

(Erschienen in CUBE Köln 03|23) 

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