Elfengarten

Ein verwunschener Waldgarten inmitten der Zivilisation

Haus-im-Elfengarten_StephanMariaLang_04_15_700pixel

Wie der märchenhafte Name „Elfengarten“ bereits verrät, ist dieser Garten ein gestalteter Urwald. Phantasiewesen sind hier nicht zu finden. Die Namensgebung ist ein Verweis auf die Kreativität, die diese Anordnung der speziell ausgesuchten Pflanzen in diesem Garten hervorgebracht hat. Der Elfengarten ist eine Schöpfung des Landschafts- und Hochbauarchitekten Stephan Maria Lang. Sein Alleinstellungsmerkmal unter den Architekten ist, dass er seine Häuser aus den Gärten heraus entwickelt – sozusagen als Komplettierung derselben.

Beim Elfengarten ging es um einen Garten auf einer Brache in Grünwald. Aus dem Nichts entwickelte Stephan Maria Lang eine Choreografie für den Mix aus althergebrachten und seltenen Pflanzen. Der Garten ist durch subtil gegeneinander versetzte Natursteinmauern in einzelne Segmente aufgeteilt, die wie eine Raumfolge angeordnet sind. Es beginnt am Eingangstor mit dem Kiesplatz als reinigendes Element. Hier endet die Außenwelt und man betritt eine andere Welt. Ein mehrstämmiger Trompetenbaum (Catalpa) fungiert als Wächter. Über Trittsteine gelangt man zur Eingangsschlucht und zum Elfentor im westlichen Teil des Gartens. Hier erreicht man den Tiefhof mit seinem Wasserspiel. Das Haus, das wir hier ausklammern, und der Garten werden als eine Folge von Innen- und Außenräumen gesehen. Jeder Raum hat seine besondere Funktion, den Gesetzen des Feng Shui folgend.

Die Bepflanzung wurde mit dem Landschaftsgärtner Franz Wieland geplant. Das Schlüsselelement des Entwurfs war, zunächst zehn Großbäume auf dem Gartenareal so anzuordnen, dass Blickachsen entstanden und Störendes ausgeblendet sowie die Grundstücksgrenzen durch Bepflanzung verwischt wurden. Für den Nordostgarten wählte man Farne und Hasenglöckchen unter den Bäumen. Ein Teppichthymian bedeckt den Boden. Am Südostende gibt es neun Meter hohe Thujen aus dem Bestand. Dieser Gartenteil ist kaum begehbar und dem Wasserelement nach Feng Shui gewidmet. Vom zentralen Brunnenhof führt ein Weg zum tiefer gelegenen Indoor-Pool. Der Westgarten schließlich ist ein Gräsergarten mit einer gemähten Rasenlichtung. Last, not least gibt es einen umseitig geschützten Essplatz an einem geerdeten Faunusteich mit großen Natursteinen. Zur Abschirmung dienen Sieben-Söhne-des-Himmels-Sträucher (Heptacodium miconioides) und ein Hartriegel (Cornus) als Mittelpunkt mit Schneemarbel (Luzula nivea) und Japanisches Berggras (Hakonechloa macra) als Bodendecker. Wenn es sie denn gäbe, würde der Garten den Elfen sicher gut gefallen.

www.stephanmarialang.de

Fotos:

Sebastian Kolm
www.sebastiankolm.de

(Erschienen in CUBE München 02|22)

Nothing found.

Klein Gebaut – groß gedacht

Das „Schwarze Haus im Grünen“ als Modell für modernes Bauen

Die Technik bleibt unsichtbar

Neubau mit Fokus auf biophiles Design setzt auf modulare Fassadenbegrünung

Die Bienen

Haushaltsauflösung & Entrümpelung

Ein klares Statement

Test- und Innovationszentrum für den Motorsport mit aerodynamischer Architektur

Nothing found.

Rheingold_2020_09_22_c_James_McDonald_Photography-7-_15_700pixel

Wagala Weia!

Das neue Bar-Bistro Rheingold präsentiert sich mit einem mystischen Bühnenbildambiente

1_smartvoll_Mini_Apartment_Wohnraum_-C-sara_sera_15_700pixel

Wohnen im Moment

Wo der Raum sich durch seine Nutzung definiert

Kubisches Glashaus

Eine moderne Wohnraumerweiterung, die sich sehen lassen kann

ACD1662_Sheet-2_2_700pixel

Idyll am See

Durch die Verschmelzung von Natur und Gebäude entsteht ein Gesamtkunstwerk

Mit Urlaubs-Feeling

Ein Münchner Büro wird durch ein besonderes Interior Konzept zum Sehnsuchtsort

Hinterhof Hochglanzpoliert

Hinterhof Hochglanzpoliert

Ein Neubau schmückt und wertet ein Büroquartier auf

schwanthalerhoehe-05_15_700pixel0xIBsZAkymGBp

Vom Ende des Affenfelsens

Der Gebäudekomplex besteht aus wie ein Gebirge ansteigenden Volumina, im Osten relativ flach beginnend und im Westen mit einem hohen Wohnturm……