Unvermutete Metamorphose

Wie sich ein Abrisskandidat in ein elegantes Zweifamilienhaus verwandeln lässt

_DSC5294-2_15_700pixel

Das zweigeschossige Wohnhaus in einem sehr gefragten Kölner Stadtviertel war nicht nur in die Jahre gekommen, sondern dazu auch vollkommen ungedämmt. Anstatt das Gebäude aus den 1960er Jahren einfach abzureißen, wie dies zu oft passiert, entschieden sich die Bauherren für einen nachhaltigen Umbau: Das Kölner Büro sopha architekten tauschte das vorhandene Satteldach gegen ein zurückspringendes Staffelgeschoss aus und überformte das Gebäude zeitlos elegant mit großzügigen Fensterfronten und einem weißen Außenputz.

Aufgrund der geltenden Bauordnung und der notwendigen Abstandsflächen entstand ein terrassenartig verspringender, harmonisch proportionierter Baukörper mit zwei miteinander verbundenen Wohneinheiten. Als größte Herausforderung erwies sich bei der Transformation die oberste Etagendecke des Bestandes: Weil diese nicht ausreichend tragfähig war, musste sie entfernt und im Bereich des Staffelgeschosses eine an Überzügen aufgehängte neue Geschossdeckenplatte eingezogen werden. Die Aufstockung wurde beim Zimmermann aus Holzbaufertigmodulen vorgefertigt und mit dem Kran in kurzer Zeit aufgesetzt. Um den vorhandenen ungedämmten Bestand in ein KfW-Energieeffizienzhaus 55 zu transformieren, mussten zudem alle Bauteile umfänglich isoliert werden. Wichtig war den Bauherren dabei, nicht auf übliche Wärmeverbundsysteme zu setzen: Lässt man die Perimeterdämmung der Fundamentplatte und die Dachabdichtung einmal außen vor, wurden in dem gesamten Gebäude nur nachhaltige Produkte verbaut. Und so ist auch die Fassaden– und Dachdämmung aus ökologisch unbedenklichen Holzfaserplatten und eingeblasener Zellulose hergestellt. Für den Außenputz kam ein eingefärbter, heller Dickschichtkalkputz zum Einsatz. Aber auch die Struktur der vorhandenen Etagen wurde so transformiert, dass sich offene, fließende Übergang in den Außenraum ergeben – mit viel Tageslicht und Ausblick. So öffnet sich der Wohnbereich sowohl im Erd- als auch auf dem obersten Geschoss über eine raumhohe Schiebefensterfront mit ausgebildeter Ganzglasecke großzügig in den Außenraum von Terrasse und Garten. Die Verschattung der transparenten Flächen erfolgt dabei teilweise über Sonnenschutzglas. Schließlich spielte auch bei der Energieversorgung das Thema Nachhaltigkeit eine große Rolle: Für einen größmöglichen Verzicht auf fossile Energieträger erfolgen sowohl die Warmwasser-Erzeugung als auch die Heizung über einen Pelletofenbetrieb und einen wassergeführten offenen Kamin.

www.sopha.de

Fotos:

Kurt Steinhausen
www.kurtsteinhausen.de

(Erschienen in CUBE Köln 02|23)

Nothing found.

Wohnraum durch Wandel

Verblüffende Metamorphose – vom „Diskreten Haus“ zum mehrgeschossigen Wohnhaus

Nachhaltig mit Konsequenz

Ein Klimaunternehmen setzt auf Flexibilität und wiederverwendbare Materialien

Hanseatische Identität in gebranntem Ton

Die Renaissance der Klinkerarchitektur

Bewahrt durch Wandel

Sanierung als Statement moderner Wohnkultur: lichtdurchflutet, offen, elegant

Nothing found.

220128_1506_HvB_Linus-Reich_0489_15_700pixeluj2d4euUAqYHx

Behutsam kompakt

Das Hildegard-von-Bingen-Gymnasium in Sülz wurde für den Lern- und Sportbetrieb erweitert

132-_001_KESSELHAUS_007_19_700pixel

Altes Kesselhaus neu belebt

Stillgelegte Industrie wird umgenutzt

Ehrenfeld-Loft-2_15_700pixel

Loftcharakter für die Kunst

Ein veränderter Grundriss gibt einer Wohnung funktionale Offenheit

SSF04893_web

Zurich Campus in der MesseCity Köln

Backstein-Kontor, Backstein Kontor, Zurich-Campus, Messe City Köln, Ziegel

011_jk240620mon_19_700pixel

Ruhige Optik im Fokus

Einladende Gestaltung des neuen Bürogebäudes K08

Attraktiver Wohnraum

Neuer Wohnkomplex mit integrierter Kindertagesstätte in Frechen

4I0A6442_15_700pixel

Ästhetik und Nachhaltigkeit

Pia Bonnen entwirft funktionale Produkte für den Alltag

1_15_700pixelMx0uVwALlImwC

Aus eins mach drei

Ein Einfamilienhaus gruppiert sich im Ensemble um einen Innenhof mit Ausblick