Smart und schön rot

In diesem puristischen Wohnhaus verstecken sich drei Townhouses für drei Familien

Eine kleine Reihenhauszeile aus drei Townhouses sollte sich harmonisch in die Lücke zwischen Gemeindehaus und Einfamilienhausbebauung einfügen, die für Hamburgs westlichstem Stadtteil Rissen typisch ist. Das war die smarte Idee vom Architekturbüro gnosa architekten, die einen Bebauungsvorschlag für das Grundstück erarbeiteten, das eine kleine Wohnungsbaugesellschaft erworben hatte. Die Planenden haben dazu auch noch – trotz enger gestalterischer Vorgaben durch den Bebauungsplan – ein dezidiert modernes, klar gegliedertes Gebäude geschaffen. Die kleine zeilenartige Wohnanlage hat drei eindeutig ablesbare, eigenständige Wohneinheiten mit jeweils 145 m² Wohnfläche und vier bis fünf Zimmern, speziell für Familien mit Kindern. Sie bietet darüber hinaus einen gemeinschaftlichen Zugangsbereich als nachbarschaftliche Kommunikationszone.

Das Erdgeschoss ist geprägt von der Idee eines offenen Raumes für Wohnen, Essen und Kochen als Mittelpunkt des Familienlebens. Nahezu alle Räume im Haus sind bodentief verglast und sehr hell. Die einläufige, leicht gewendelte Treppe erschließt das Obergeschoss, das die Kinderzimmer samt Duschbad beherbergt und führt weiter bis ins Dachgeschoss. Hier oben haben die Eltern mit Masterbedroom und Ensuite-Bad ihr abgeschlossenes Reich. Der Raum mit freigelegtem Dachstuhl ist bis zur Spitze 5,60 Meter hoch und erlaubt mit großzügigem, bodentief verglastem Erker einen Blick über die Dächer und in die Baumkronen der 200 Jahre alten Eichen. Helle Materialien wie Sichtbeton an den Deckenuntersichten und Eichenholz im Innenbereich kontrastieren mit den anthrazitfarbenen Fenstern. 

 Alle drei Häuser sind im Prinzip gleich, jedoch im Detail leicht variiert. Die zwei Endhäuser erhalten zusätzliche Wohnflächen im Souterrain mit hoher Aufenthaltsqualität durch große, bodentief verglaste Fenster. Der direkte Austritt in den Garten, beziehungsweise in einen gut proportionierten Patio mit Zugang zum Garten, ergänzt den Wohnbereich im Erdgeschoss um einen multifunktionalen Aufenthaltsraum. Raumhohe Durchgänge mit Schiebetüren schaffen fließende Raumabfolgen, Flexibilität und Großzügigkeit. Das Gebäude bewahrt den Charakter der umliegenden Bebauung im Dorfkern von Rissen durch rote Klinkerriemchen mit Ton in Ton Verfugung, setzt aber auch gezielt moderne Kontraste durch großformatige Festverglasungen und fehlende Dachüberstände.

www.gnosa-architekten.de

Fotos:

Dominik Reipka
develop.reipka.de/architektur

(Erschienen in CUBE Hamburg 01|24)

 

Nothing found.

Würdevoller Ort der Begegnung

Ehemalige Trauerhalle in Bochum wird zum Zentrum für Demokratie und Menschenrechte

Zwischen Fokus und Wärme

Zwischen Fokus und Wärme

Flexibles Lichtdesign für das ehemalige „Tacheles“ setzt Alt und Neu in Kontrast

Licht als Gestaltungselement

Licht als Gestaltungselement

Mit Innenarchitektur Kreativität, Dynamik und Zusammenhalt fördern

Nothing found.

12_15_700pixel7zFPQKdDMAPWc

Lebendiger Zeitzeuge

Der ehemalige Getreidespeicher bleibt ein Arbeitsort

Fliessende Räume

Fließende Räume

Die gründerzeitliche Villa entfaltet nach Kernsanierung und Umbau ihre ganze Pracht

Eckerkoppel-fassade-1_15_700pixel

Grundschule neu gedacht

Das „Hamburger Klassenhaus“ ist modular, flexibel und nachhaltig

7Fam-Wriedt_065_15_700pixel

Ein Ort zum Wohlfühlen

Einen Ruhepol, einen Ort mit viel Licht und Bewegungsfreiheit sowie ausreichend Stauraum

Archiv eines Lebens

Das Vermächtnis des großen Architekten Meinhard von Gerkan

casparschmitzmorkram_oerttwiete-0001_15_700pixel

Sensible Stadtreparatur

Eine denkmalgerechte Revitaliserung zeigt, was Nachverdichtung für den Stadtraum leisten kann

MD_Baakenhafen_003_web_15_700pixel

Mittendrin

Lebendige Vielfalt und öffentlich geförderter Wohnungsbau im Quartier der Generationen