Das Beste rausgeholt

Die Sanierung einer Gebäudehälfte aus den 1950ern schafft ein Traumhaus für eine junge Familie

Mehr Wohnkomfort und klarere Räume schaffen, ohne dass dabei ein Haus in seinem Charakter grundlegend verändert wird. Wie dies möglich ist, zeigt eine Doppelhaushälfte in Frankfurt, die von der Innenarchitektin Simone Jüschke in enger Zusammenarbeit mit der Bauherrschaft ausgebaut wurde. Mit durchdachten Eingriffen in die Substanz des in die Jahre gekommenen 1950er-Jahre-Hauses wurde die Gebäudehälfte zum Traumhaus für die junge Familie. Im Zuge der behutsamen Sanierung erhielt das Haus zudem einen modernen Look, ohne seinen ursprünglichen Charme zu verlieren. Bei ihrem zurückhaltenden Designkonzept setzte die Innenarchitektin vor allem auf hochwertige Materialien wie etwa Echtholz aus Eiche, Fliesen im Großformat und Feinsteinzeugfliesen sowie auf maßgeschneiderte Einbauten.

Im imposanten Eingangsbereich ziehen zunächst die eigens angepassten und sich über zwei Geschosse erstreckenden, kugelförmigen Pendelleuchten die Blicke der Besucher auf sich. Eine leicht geänderte Raumaufteilung im weiteren Erdgeschoss sorgt nach dem Umbau nicht nur für einen aufgeräumten Garderoben- und WC-Bereich, hinter der Küche gibt es nun ein zusätzliches Zimmer. Es wurde so konzipiert, dass es nicht nur als Abstellraum und Garderobenraum nutzbar ist, sondern bei Bedarf auch als barrierefreies Gästezimmer mit direktem Zugang zur Toilette im Erdgeschoss dienen kann. Im Zuge der Sanierung wurden alle Bäder in den beiden Obergeschossen mit fugenlosen Großformatfliesen ausgestattet. Sie strahlen eine ruhige Eleganz aus und sind zudem unkompliziert zu reinigen. Das klare Gesamtbild wird im gesamten Haus von individuell geplanten Einbaumöbeln unterstützt, die reichlich Stauraum bieten und technische Geräte geschickt verbergen. Dabei sind die Einbauten eng am Bedarf der Familie ausgerichtet und fein auf die verwendeten Materialien abgestimmt. Eine ebenso genaue wie kreative Planung erforderte dabei das Elternschlafzimmer im Dachgeschoss. Ein Einbaumöbel schafft hier klare Bereiche: Unter dem Dach entsteht vor der großzügigen Ankleide der ideale Ort für das Bett mit Blick in den Park. Unter der Schräge an der freien Giebelseite wiederum entstand ein separater Ankleidebereich mit teils beidseitig nutzbaren Einbauten, der auch einen Zugang zum Badezimmer bietet. Äußerst praktisch dabei: Selbst bei unterschiedlichen Tagesrhythmen stört keiner den Schlaf des anderen.

Neue, ebenso elegante wie bequeme Sitzmöbel ergänzen die Bestandsmöbel der Bauherrschaft. Bei der Auswahl der Textilien achtete die Innenarchitektin darauf, dass passend zu den Wünschen der Bauherrenschaft möglichst natürliche Stoffe zum Einsatz kommen. Ein Gestaltungskonzept, das sich auf der Terrasse und im Garten fortsetzt.

www.jueschke-innenarchitektur.de

(Erschienen in CUBE Frankfurt 01|21)

Innenarchitekten:

Simone Jüschke Innenarchitektur
www.jueschke-innenarchitektur.de

Schreiner:

HolzFormArt
www.holzformart.de

Leuchten:

Delta Light
www.deltalight.de
Skapetze
www.skapetze.com

Türen:

Herholz
www.herholz.de

Schalter, KNX, Homeserver:

Loxone, www.loxone.com

Küche, Küchentechnik:

bulthaup
www.bulthaup.com
Quooker
www.quooker.de

Armaturen:

Dornbracht
www.dornbracht.com

Sanitärkeramik:

Antonio Lupi
www.antoniolupidesign.de

Fotos:

Sandra Hauer
www.nahdran.com

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