Zu neuem Leben erweckt

Eine vernachlässigte Gründerzeitvilla blüht auf

FHP-0695_45_700pixel

Manchmal hat ein Haus Glück und findet Bauherren und Architekten, die seine Qualitäten erkennen und es zu neuem Leben erwecken. So erging es einer in die Jahre gekommenen Gründerzeitvilla aus dem Jahr 1907. Sie wurde nach jahrzehntelanger Vernachlässigung von Sieckmann Walther Architekten umfassend saniert, gemäß den heutigen Anforderungen energetisch ertüchtigt und zusätzlich durch einen Anbau im Süden erweitert. Hierbei legten alle Beteiligten großen Wert darauf, die Grundsubstanz des Gebäudes zu bewahren. Denn trotz des auf den ersten Blick schlechten Zustands der Villa, waren zahlreiche bauzeitliche Bauteile vorhanden, die recht gut erhalten waren. Diese den Bestand prägenden Elemente konnten aufgearbeitet werden, dazu gehörten die Stuckverzierungen an der Fassade, das Fischgrätparkett und Dielenböden, die Kassettentüren mit farbigen Bleiglasfenstereinsätzen, die Holztreppen sowie die nördlichen Kastenfenster mit der historischen Sprossenteilung in den Oberlichtern. Gerade im Zusammenspiel mit der reduzierten Formensprache des Anbaus und der minimalistischen Ausstattung der Räume entfalten sie ihren ganzen Charme.

Die zweigeschossige Villa wird von der im Norden liegenden Straße aus erschlossen. Über die Halle, von der aus die Treppe ins Obergeschoss führt, erreicht man Küche und drei Räume, die zeittypisch durch große Wandöffnungen miteinander verbunden sind. Neu ist der nach Süden zum Garten orientierte eingeschossige Anbau an das Hochparterre. Die ursprüngliche Rückwand des Hauses wurde hier auf der ganzen Breite komplett entfernt, sodass über die gesamte Etage mit der offenen Grundrissgestaltung eine sehr großzügige Wohnfläche in fließender Raumfolge entsteht. Die großflächigen, deckenhohen Verglasungen der verschiebbaren Aluminium-Schiebeelemente des Anbaus sorgen hierbei neben der natürlichen Belichtung des dahinterliegenden Wohn-, Ess- und Küchenbereichs für eine Verbindung von Innen- und Außenraum mit herrlichen Ausblicken auf den alten Baumbestand. Über die leichte Stahltreppe an der vorgelagerten Veranda wurde ein im Originalzustand nicht vorhandener direkter Zugang aus dem Wohnbereich in den Garten geschaffen.

Durch die hell eloxierten Fensterrahmen und den hellgrauen Natursteinboden setzt sich der neue Anbau in Material und Farbe vom historischen Bestand subtil ab. Harmonisch verbunden wird alt und neu durch die dezidiert reduzierte Möblierung und Beleuchtung, die monochrome Farbwelt und die hochwertige handwerkliche Ausführung.

www.sieckmannwalther.de

Wohnfläche: 176 m²
Grundstücksgröße: 860 m²
Bauzeit: August 2015 bis Februar 2017
Bauweise (Anbau): Holzrahmenbau mit Stahlträgerverstärkungen auf Betonsockel
Energiekonzept: Sanierung gemäß EnEV

(Erschienen in CUBE Hamburg 04|20)

Architekten:

Sieckmann Walther Architekten
www.sieckmannwalther.de

Zimmerei:

Holzbauwerke Bredehöft
www.holzbauwerke-bredehoeft.de

Schlosser:

Hildebrandt Stahlbau
www.hildebrand-stahlbau.de

Elektro:

Elektro Schmelzer
www.elektro-schmelzer.de

Sanitär, Heizung:

Nils Essig
www.installateur-essig.de

Tischler, Einbaumöbel:

Kreitz & Hansen
www.kreitz-hansen.de

Glaserei:

Glaserei Kerbs
www.glaserei-kerbs.de

Fliesen, Naturstein:

Ralf Ludwig
www.ralfludwig.com

Rohbausanierung (Altbau):

Hansa Bautenschutz
www.hansa-bautenschutz.de

Dachdecker:

Heinz Heidrich
www.heidrich-bedachung.de

Fenster (Bestand):

Menck Fenster
www.menck-fenster.de

Fenster (Anbau):

Lenderoth Fassadentechnik
www.lenderoth.de

Gartenbau:

Rieck Garten und Landschaftsbau
www.rieck-galabau.de

Malerei:

Malerbetrieb Lindemann
www.malerbetrieb-lindemann.de

Parkett:

Geßler Fußbodendesign
www.gessler-parkett.de

Stukkateur:

Maik Dechow
www.stukkateur-deckow.de

Kamin:

VOK Hamburg
www.vok-ag.de
Ruegg
www.ruegg-cheminee.com

Schiebefenster (Anbau):

Skyframe
www.sky-frame.ch

Leuchten (Downlights):

Modular Lighting Instruments
www.supermodular.com

Küche:

Bulthaup
www.hamburg.bulthaup.de

Schalter:

Gira
www.gira.de

Badarmaturen:

Vola
www.vola.de

Fliesen:

Floor Gres
www.florim.com/de/floorgres

Waschtische:

Kaldewei
www.kaldewei.de

Badewanne:

Bette
www.my-bette.com

WCs:

Keramag
www.geberit.de

Drückerplatten:

Tece
www.tece.com

Fotos:

Frederike Heim
www.frederikeheim.de

Nothing found.

Harmonie mit Liebe zum Detail

Farbkonzepte und Kunstobjekte für ansprechende Praxisräume in Moabit

Wohnraum durch Wandel

Verblüffende Metamorphose – vom „Diskreten Haus“ zum mehrgeschossigen Wohnhaus

Nachhaltig mit Konsequenz

Ein Klimaunternehmen setzt auf Flexibilität und wiederverwendbare Materialien

Hanseatische Identität in gebranntem Ton

Die Renaissance der Klinkerarchitektur

Nothing found.

20211028_ESF_TSC9337P-1_19_700pixel

Oase in der Natur

Eine großzügige Villa inszeniert die Lage am Wald

11_15_700pixelseOkn7A9Caicx

Eins + eins = eins plus

Hatte der ältere Garten teilweise noch geometrisch geformte, klassische Rundungen, einen auf zwei Seiten offenen Teepavillon mit vorgelagertem…

XAAS_06_15_700pixel

Eins für alles

Smarte Ausbaulösung auf kleiner Fläche in der HafenCity

H-4_Hauptfassade_15_700pixel

Kraft und Zusammenhalt

Das neue Hauptgebäude der Erich-Kästner-Schule setzt Werte und Leitideen baulich um

05_Grossmarkt-Theatre-Pavilion_johandehlin_copyright_19_700pixel

Eine smarte Lösung

Der Pavillon für das Theater am Großmarkt ist nachhaltig, flexibel und effizient

LisaFardi_Bunker_Wohnzimmer_02-20201514_15_700pixel

Individuell abgestimmt

Ein maßgeschneiderter Ort zum Wohlfühlen für eine Familie

Sebastian_Glombik_Vogelkamp_8149_19_700pixel

Gut für Mensch und Natur

Nachhaltige Platzgestaltung unterstützt Artenvielfalt und Regenwasserbewirtschaftung

1_MKU7939_15_700pixel

Schlaue Lösung

Mehr Wohnungen und schöneres Einkaufen durch Neuordnung in der Randstraße