Sternförmig angeordnet

Neues Quartier schafft Raum für Gastronomie, Handel, Dienstleistungen und Wohnen

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Durch Flächen für Gewerbe und Wohnen ist in der Mitte Dreieichs ein lebendiges neues Quartier mit fünf Stadthäusern entstanden. Die an der Hauptstraße angesiedelten Flächen für Gastronomie, Handel und Dienstleistungen knüpfen dabei an die bestehende Nutzungsstruktur dieser so zentralen Lebensader Dreieichs an und fördern diese zugleich. So befinden sich beispielsweise ein Bio-Lebensmittelmarkt und ein Drogeriemarkt an der Hauptstraße. Aber auch die 50 neuen hochwertigen und teilweise barrierefreien Wohnungen in energetisch optimierter Bauweise stärken die Mitte Dreieichs.

Fünf solitäre Stadthäuser bilden dieses städtebauliche Ensemble. Die Baukörper sind von der Mitte des Quartiers aus sternförmig angeordnet. Auf diese Weise sind lediglich die Schmalseiten der Gebäude zu den relevanten Grundstücksgrenzen orientiert. Dies begünstigt sowohl die Luftzirkulation als auch die Lichtverhältnisse. Die Fassaden der klaren Baukörper weisen auf den besonnten Seiten einen hohen Glasanteil auf, während die übrigen Gebäudeseiten als Putzfassaden ausgeführt wurden. Durch die vorgelagerten Balkone und Loggien und die dort angeordneten Sonnenschutzelemente entsteht auf den Süd- und Westseiten eine zweite Fassadenschicht, die diesen Gebäudeseiten Tiefe und Plastizität verleiht.

Zwei der Häuser stehen im rechten Winkel zur Hauptstraße und verbinden das neue Quartier mit der Dreieicher Innenstadt. Zwischen diesen Gebäuden bereichert der attraktive Quartiersplatz den Raum an der Hauptstraße und schafft eine weitere Verbindung zur Stadt. Flankiert von den Laden- und Gastronomieflächen im Erdgeschoss der Häuser führt der Weg über den Quartiersplatz zu den Eingängen der Handelsflächen im rückwärtigen Grundstücksteil und zu den Treppenhäusern der dortigen Wohngebäude. Gemäß den Vorgaben der Stadt Dreieich – diese strebt entlang der Hauptstraße eine maßstäblichere Bebauungsstruktur an – sind diese beiden Baukörper an ihren Schmalseiten abgestaffelt. An der Hauptstraße wird so die vorgegebene Dreigeschossigkeit eingehalten, während zwei weitere Obergeschosse deutlich zurückspringen und Platz für mehr Wohnraum schaffen. Die weiteren drei Gebäude wurden teils fünfgeschossig ohne Rücksprünge errichtet, jedoch so, dass die Anordnung der Baukörper die Nachbarbebauung nicht verschattet.

Die Märkte integrieren sich architektonisch in die zeitgemäße Formensprache des neuen Quartiers. Zum Quartiersplatz und zum Parkplatz hin ist der Eingangsbereich über großflächige Glasfassaden transparent gestaltet, sodass eine attraktive, weithin sichtbare Adresse entsteht.

www.rathke-architekten.de
www.schoofs-immobilien.de

Fotos:

Thomas Ott
www.o2t.de
Michael Häfner
www.michael-haefner.com
David Vasicek

(Erschienen in CUBE Frankfurt 01|23)

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