Inspirierende Offenheit

Architektur des neuen Campus Hamm schafft ideale Bedingungen für Kommunikation und Lehre

102485_HS_Hamm_0033_19_700pixel

Die Hochschule Hamm-Lippstadt ist eine von vier Hochschulen, die 2009 von der Landesregierung in Nordrhein-Westfalen neu gegründet wurden. Auf dem Gelände eines ehemaligen Bundeswehrkrankenhauses wurde für die MINT-Hochschule ein eigenständiger neuer Campus in Hamm mit spezialisierten Räumen von dem Architektur- und Ingenieurbüro pbr Planungsbüro Rohling kreiert. Um einen zentralen Platz gruppiert sich ein Ensemble aus drei hell geklinkerten Gebäudekomplexen, die sich durch ihre klare Formensprache und funktionale Offenheit auszeichnen. Der Entwurf für den Campus ging als erster Preis aus einem europaweit ausgelobten Wettbewerb hervor.

Die zwei Solitäre H1 und H2 nehmen die zentralen Funktionen Hörsaalzentrum, Mensa und Campus-Office sowie Medienzentrum und Verwaltung auf. Das kombinierte Gebäude H3/H4 in gegliederter Kammstruktur ist der größte Gebäudekomplex auf dem Campus und bietet Platz für Büros und Labore mit unterschiedlichen Nutzungsanforderungen. Der Campus ist geprägt durch die Idee des zentralen Platzes. Alle Gebäude-Haupteingänge sind auf diesen Mittelpunkt ausgerichtet und von ihm aus werden alle Gebäude erschlossen. Wegebeziehungen aus den Gebäuden führen auf den Campus. Der Platz stellt das Zentrum des akademischen Lebens dar. Die Architektur des Campus führt Studierende und Lehrende zusammen und regt die Kommunikation an. Der Zugang aus der Stadt erfolgt über einen Vorplatz von der Marker Allee. Mit einem Kunstobjekt begrüßt er die Studierenden und Nutzer. Alle Funktionen sind auf kurzem Wege fußläufig erreichbar. Die Kammstruktur des Gebäudes H3/H4 mit grünen Höfen ist der Stadt zugewandt und verzahnt Hochschulbauten und Umgebung.

Der ein- bis viergeschossige winkelförmige Gebäudekomplex H1 besteht aus den beiden Gebäudeteilen Hörsaalzentrum und Mensa, die im ersten Obergeschoss durch eine Brücke verbunden sind. So entsteht im Erdgeschoss ein direkter Zugang vom Parkplatz auf das Zentrum des Campus. Das Hörsaalzentrum bietet auf drei Ebenen sieben Hörsäle unterschiedlicher Größe mit aufsteigendem Gestühl und neun Seminarräume mit 1.150 Sitzplätzen. Ein Windfang führt den Besucher in das zweigeschossige großzügige Eingangsfoyer des Hörsaalgebäudes mit offener Haupttreppe, das auch für Hochschul- und kulturelle Veranstaltungen genutzt werden kann.

Großer Wert wurde auf Kommunikationsflächen wie Sitznischen und Aufenthaltsbereiche gelegt. An vielen Orten des Campus sind offene studentische Arbeitsplätze eingerichtet. Am Kopf des Hörsaalgebäudes sind diese Arbeitsplätze auch von außen durch das „Fenster zur Stadt“ gut erkennbar. So erhalten Passanten Einblicke in das akademische Arbeiten.

Der helle Wasserstrich-Klinker von Hebrok wurde eigens für den Campus entwickelt und erzeugt ein modernes Gesamterscheinungsbild.

www.pbr.de

Fotos:

Andreas Secci
www.andreas-secci.de

(Erschienen in CUBE Ruhrgebiet

Nothing found.

Aus drei mach vier

Eine Bestandswohnung in Giesing wird zum Raumwunder für eine Familie

Smarter Lückenschluss

Ein Bürohaus in Friedrichstadt verdichtet nach und nimmt dabei eine Stadtreparatur vor

Architektonisches Erlebnis

Kompetenzzentrum vereint technologische Innovation, moderne Arbeitswelten und Nachhaltigkeit

Perfekte Balance

Naturnahe Vielfalt trifft auf architektonische Geradlinigkeit

Nothing found.

Mit Fingerspitzengefühl

Neuausrichtung des Forum Velbert unter Wahrung der architektonischen Identität

Wohnen in der Innenstadt

In der Essener Weststadt entstand erschwinglicher und wertiger Wohnraum

TMMForum_Schluessel_09_19_700pixel

Exklusiver Bürostandort

Das TMM Forum ist ein Glanzstück auf dem Innovationsstandort Phoenix West in Dortmund

HILD-2_19_700pixel

Frisch herausgeputzt

Ein erhaltenswertes Gebäudeensemble wurde behutsam modernisiert

2017_08_Textilvb_Copyright_Thomas_Wrede_014_C_bbl_19_700pixel

Wie ein leichtes Tuch

Ein Spiel von Licht und Schatten lässt die Fassade flattern

ACE_9203_15_700pixel

In die Zukunft geplant

Die Architektur des Aldi Nord Campus fördert die neue Kommunikation und ist zudem nachhaltig

20140623_181425_19_700pixel

Weniger ist manchmal mehr

Der Cube Garden in Krefeld strahlt dank seiner minimalistischen Gestaltung Ruhe aus

Norbert_Post_Interview_copyright_Thomas_Schmidt_Stadt_Herne_10_700pixel

Mehrgenerationenwohnen

Planung, Erfahrungen, Expertentipps