Eldorado für Sportbegeisterte

Der Sport- und Freizeitpark in Dortmund-Hombruch ist vielseitig nutzbar

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Der alte Zechenstandort Glückauf-Tiefbau in Dortmund-Hombruch, der bereits 1925 stillgelegt wurde, diente den Bewohnern bereits seit Längerem als Grünfläche und Freizeitanlage. Um das Areal attraktiver und vielseitiger nutzbar zu machen, wurde es in zweijähriger Planungs- und Umbauzeit um ca. 10.000 m² erweitert und zu einer der größten Multifunktionsanlagen in Europa umgestaltet.

Entstanden ist auf nunmehr 20.000 m² eine beeindruckende Anlage mit einem umfangreichen Nutzungsangebot für die Freizeit- und Profisportler, die beispielsweise auf dem BMX, Skateboard, Scooter, auf Inline- oder Rollerskates oder im MTB Rollstuhl aktiv sind. So ist auf einem Multifunktionsfeld Fußball, Volleyball, Eisstockschießen, aber auch Rollschuhfahren möglich. Für Calisthenics, hier liegt der Fokus auf Eigenkörpergewichtsübungen, wurde eine individuell Parcouranlage realisiert. Das Kölner Büro Maier Landschaftsarchitektur hat die Anlage geplant und mit seinem Inhaber Ralf Maier nicht nur die professionelle Expertise ins Spiel gebracht, sondern auch jede Menge persönliche Leidenschaft. Er kommt selbst aus dem BMX-Sport und war unter anderem Deutscher Meister und Weltmeister. Sein Büro ist auf die Planung von Bike- und Skateanlagen weltweit spezialisiert.  Alle Sportbereiche wurden so konzipiert, dass sie vom Anfänger bis zum Profi, von (Klein-)Kindern und Jugendlichen sowie Menschen mit Handicap genutzt werden können. Besonderes Augenmerk wurde darauf gelegt, viele Sportelemente und Hindernisse mit einem Rollstuhl zugänglich und nutzbar zu machen. Sie wurden weiterhin auf den verschiedenen Skateparkbereichen so entwickelt, dass sie die Nutzer herausfordern, auf progressive Weise neue Tricks mit ähnlichen Hindernissen, aber unterschiedlichen Höhen und Längen zu lernen. Wichtig war außerdem, die unterschiedlichen Nutzungen und Bereiche so zu zonieren, dass sich niemand gegenseitig behindert oder gefährdet. Vom terrassierten Aussichtshügel aus präsentiert sich ein Rundumblick über das Gelände, das neben den sportspezifischen Anlagen auch Grün- und Erholungsräume bietet. Die Architektur nimmt dabei Bezug auf die Region, in der Bergbau und Industrie vorherrschten. So wurde etwa das Geländer in Form eines Zechenförderrades ausgebildet, für den Industrielook sorgen Mauern, die mittels Betondruck in Ziegeloptik farbig hergestellt wurden. Noch ist die im August dieses Jahres eröffnete Anlage nicht ganz fertiggestellt. Mastleuchten werden demnächst aufgestellt und bei den Baumpflanzen muss die Pflanzzeit im Herbst abgewartet werden. Die Gehölze und Baumsorten sind so gewählt, dass sie aktuellen Klimabedingungen und dem Standort gerecht werden.

www.betonlandschaften.de

Fotos:

Maier Landschaftsarchitektur
www.maierlandschaftsarchitektur.de

(Erschienen in CUBE Ruhrgebiet 03|22)

 

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