Offenheit & Nähe

Neubau für betreutes Wohnen samt Kita schafft Raum für verschiedene Generationen

Am südwestlichen Rand des weitläufigen Hufeland-Haus-Areals in Seckbach entstand ein Gebäude, das Wohnen, Betreuung und Bildung auf selbstverständliche Weise miteinander verbindet. Drei Eins Stadt Freiraum Architektur entwarfen für den Evangelischen Verein für Innere Mission ein Haus, das 39 barrierefreie Wohnungen für betreutes Wohnen und eine Kindertagesstätte unter einem Dach vereint – gebaut auf einer Tiefgarage mit 18 Stellplätzen. Trotz enger Grundstücksverhältnisse gelingt es diesem Neubau, Offenheit und Nähe zu verknüpfen. Durch den leicht geknickten Grundriss wirkt der Siebengeschosser trotz seiner Größe nicht monumental, sondern zugewandt: ein Ort des Miteinanders, an dem verschiedene Generationen ihren Platz finden.

Der Neubau ersetzt ein Wohnheim aus den 1960er-Jahren und schließt zugleich an einen 2018 errichteten Kita-Anbau an. Der Übergang von Alt zu Neu ist dabei nicht nur baulich, sondern auch programmatisch gedacht: Das neue Haus fügt sich als Baustein in das soziale Gefüge des Hufeland-Hauses ein, das Menschen in unterschiedlichen Lebensphasen begleitet. Nach außen zeigt sich das Gebäude ruhig und geordnet. Loggien zur Südseite öffnen die Wohnungen in die Sonne, während nach Norden verglaste Gemeinschaftsloggien den Blick in die Umgebung freigeben. Zwischen Innen und Außen entstehen Orte des Austauschs, die den Bewohner:innen eine Balance zwischen Rückzug und Gemeinschaft bieten.

Im Erdgeschoss öffnet sich das Haus zur Nachbarschaft: Die Kindertagesstätte verbindet sich mit den bestehenden Kita-Räumen zu einer umlaufenden Erschließung. Ein offener Bistro- und Mehrzweckbereich schafft eine lebendige Mitte, in der Kinder spielen, lernen und sich begegnen. Große Fensterflächen lassen den Außenraum Teil des Alltags werden – im Sommer verschmelzen Spiel und Bewegung drinnen wie draußen.

Die oberen Etagen sind dem Wohnen gewidmet. Hier dominieren Zweizimmerwohnungen mit einer Loggia und zurückhaltend gestalteten Grundrissen, die Selbstständigkeit und Sicherheit gleichermaßen ermöglichen. Alle Wohnungen sind barrierefrei und seniorengerecht ausgeführt. Ein Gemeinschaftsraum im Erdgeschoss, der die Idee des Zusammenlebens stärkt, ergänzt das Angebot. Besondere Sorgfalt galt auch der Gestaltung der Außenräume, da die Außenanlagen sowohl funktional als auch atmosphärisch Teil des Gesamtkonzepts sind und Lebensqualität und Teilhabe fördern sollen. Die Grünflächen und Wege sind barrierefrei gestaltet und bieten den Bewohner:innen Sitzgelegenheiten. Der nördliche Eingangsbereich ermöglicht Raum für Begegnung und Bewegung, für Fahrräder, Kinderwagen und Gespräche. Im Süden und Westen entfalten sich die Spielflächen der Kita.

www.dreieins.eu

Fotos:
Lars Gruber
www.larsgruber.de
Katrin Schander
www.katrinschander.de
Beatrix Baltabol

(Erschienen in CUBE Frankfurt 04|25)

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