Gebaute offene Beziehung

Das neue Office eines Architekturbüros demonstriert das New-Work-Konzept

Lepel-Lepel-Bu-ro-Clouth-HGE12-Open-Office_15_700pixel

Krass sollte die Loftarchitektur sein und trotzdem lässig, Freiheiten zulassen und die eigene Identität stärken – gemacht für Charakterköpfe und ihre Ideen. Die Latte für das eigene Office hatten Lepel & Lepel bewusst hoch gehangen. Nicht zuletzt, weil das Büro für Architektur und Innenarchitektur sich auf Work Places spezialisiert hat und für renommierte Unternehmen Arbeitswelten konzipiert und gestaltet. Das eigene Office befindet sich im Gebäude Clouth 104 in Nippes, das Lepel & Lepel umfassend saniert und transformiert hat. Insbesondere weil es die Bestandsressourcen des Gebäudes nachhaltig nutzt und dank seines Mixed-Use-Konzepts einen wichtigen Quartierbaustein liefert, wurde es mit DGNB Platin zertifiziert.

Der robusten Hülle des Gebäudes und seiner starken architektonischen Struktur steht im Inneren die Freiheit des Raumes gegenüber: „Der freie Grundriss ist die Basis für unsere neue Arbeitswelt im Clouth 104“, erklärt Innenarchitektin und Büropartnerin Monika Lepel und ergänzt: „Eine großzügige und offene Architektur als Spielfeld, das unserer Kreativität und Vielfalt Raum verleiht, uns flexibel und agil arbeiten lässt.“ Wenige Wände, aber dafür mit Funktion, lautet das Credo. Einbauten setzen sich ebenso klar wie kontrastreich als schwarze Kuben von den rauen Sichtbetonwänden ab. Diese Nutzflächen geben dem offenen Bereich auch visuell Struktur und befördern kreative Prozesse. Der solide Kern bietet diverse Rückzugsorte wie Telefonboxen, Kojen und Besprechungsräume in direkter Nachbarschaft als Ausgleich zum offenen Loft. Im Zentrum des Geschehens steht das Materiallager und das Studio: Beides lässt sich als Eventbereich umfunktionieren – multifunktionale Möbel, Rollcontainer aus Multiplex, magnetische Wände sowie Schiebetüren machen es möglich. Alles ist dabei so konzipiert, dass die Teams Architektur und Innenarchitektur noch besser an einem gemeinsamen Strang ziehen – oder wie Monika Lepel es ausdrückt: „Es geht darum, das ,&‘ zu stärken, näher zusammenzuwachsen und das gemeinsame Schaffen zu stärken.“ Beliebt beim Team und vielen BesucherInnen ist der sogenannte „Urban Jungle“ im Eingangsbereich mit dem sehr skulpturalen EarChair von Prooff als zentralem Eyecatcher. Hier werden sie gleich mit Vogelgezwitscher begrüßt. Pflanzen tragen im gesamten Open Space ihren Teil zur Wohlfühlatmosphäre bei – genauso wie die bienenfreundliche Dachterrasse, die in der warmen Jahreszeit immer mal wieder zur Eventlocation wird. Wie beim Gebäude wird auch bei der Ausstattung des Arbeitsplatzes Nachhaltigkeit praktisch gelebt: Viele Möbel stammen aus dem alten Büro und der stattliche Teppich ist ein Erbstück. Das Bewährte ist eben der beste Vintage. Es passt zum rauen Charme der Betonwände sowie der offen belassenen Haustechnik an der Decke. Alles ist hier rough, ehrlich, frei.

www.lepel-lepel.de

Fotos:

HG Esch
www.hgesch.de

(Erschienen in CUBE Köln Bonn 03|22)

Architekten:

Lepel & Lepel
www.lepel-lepel.de

Innenausbau, Schreinerarbeiten:

Schumann Project
www.schumann-ak.de

Estricharbeiten:

Zebo Fußbodentechnik
www.zebo-fussbodentechnik.de

Elektroarbeiten:

Elan Beleuchtungs- und Elektroanlagen
www.elan-gmbh.de

Trockenbauarbeiten:

Lorch Baudekoration
www.baudekoration-lorch.de

Decken- und Bodenanschlusssäulen:

Hager
www.hager.de

Glastrennwände:

Lichte Systemwand
www.lichte-systemwand.de

Schallabsorber:

Pinta Acoustic
www.pinta-acoustic.de
Knauf Insulation
www.knaufinsulation.de

Blendschutzvorhang:

Création Baumann
www.creationbaumann.com

Leuchten:

Lightnet
www.lightnet-group.com

Mobiliar:

Vitra
www.vitra.com

Nothing found.

Ein sicherer Ort zum Wohlfühlen

Nachhaltiger Kita-Neubau mit kindgerechten Sanitärräumen als integraler Bestandteil der Architektur 

Ein Ort zum Wohlfühlen

Die Umgestaltung eines Pausenhofs schützt eine alte Buche und schafft einen vielseitigen Freiraum

Flexibel, günstig, trennbar

Ein Mietgaragenpark besticht durch sein zukunftsoffenes Konzept

Nothing found.

Plastische Fügung

Bezahlbarkeit und Architekturqualität schließen sich in einer Wohnanlage in Sülz nicht aus

CM-1966-026_15_700pixel

Behütend Weitergebaut

Ein Kindergarten in Ehrenfeld macht den Bestand zum Maßstab des Neubaus

Wasserspielplatz-Ko-ln-Foto-Felix-Arabin-5-_19_700pixel

Wasserspaß am Fernsehturm

Der neue Wasserspielplatz im Inneren Grüngürtel ist nachhaltig und multifunktional

Eingepasst in den Ort

Eine Kita in Modulbauweise überzeugt durch ihre differenzierte Fassaden- und Raumgestaltung

Kueche_19_700pixel1HczXb16H3OXN

Feuerwerk der Farben

Ein Wohnhaus in Bonn hat eine ausdrucksstarke Auffrischungskur erhalten

paulistrasse_kessler-plescher_marie-kreibich-005_15_700pixel

Ausbruch aus dem Reihenhaus

Ein Wohnhaus aus den 1920ern in Braunfels öffnet sich großzügig und farbenreich

063_jk010922_19_700pixel

Grossform und Cluster

Der Neubau des Gymnasiums in Lövenich schafft klare Orientierung und Identifikation im Kleinen

Ox-Klee-Interieur-c-Dimi-Katsavaris_15_700pixel

Viel Genuss ohne Ablenkung

Das Restaurant „Ox & Klee“ lockt Gourmets in die Kranhäuser am Rheinauhafen