Veränderte Verhältnisse

Gut umgebaut entstehen auf drei Etagen zwei große Wohnungen

kessler-plescher_pferdmengesstrasse-008_10_700pixel

In einer grünen Villengegend in der Nähe des Rheins lebt es sich in jungen Jahren mit Familie ebenso gut wie im Alter. Wer hier einmal wohnt, zieht nicht weg, nur weil sich die Lebensverhältnisse geändert haben, die Kinder aus dem Haus sind. Was aber soll mit dem zu groß gewordenen Wohnraum geschehen? Umbauen heißt die Antwort. Und genau das haben Keßler Plescher Architekten bei einer Gründerzeitvilla in Marienburg getan. Aus den Räumen im ersten Obergeschoss wurde eine eigenständige Wohnung, das Baupaar bezog Souterrain und Hochparterre. Platz dafür ist in dem denkmalgeschützten Gebäude allemal.

Für den Wohnraum in Hochparterre und Souterrain hatte sich das Ehepaar entschieden, da hier ein unmittelbarer Zugang zum Garten besteht. Ins Grüne schweift heute der Blick, wenn an der Kücheninsel gekocht wird. Sie ist eines von drei raumbildenden Elementen im großen Raum, der durch Zusammenschluss von Flur, Küche und Esszimmer entstanden ist. Bei den anderen beiden handelt es sich um einen raumhohen Einbauschrank, der durch seine Position der Küche Eigenständigkeit im offenen Raum gibt, und die Treppe. Sie wurde ergänzt, um die repräsentativen Räume des Hochparterres mit den privaten des Souterrains zu verbinden. Ihre freiliegende Tragstruktur lässt im Souterrain Schattenspiele entstehen und die Treppe jenseits ihrer Funktionalität wie eine Skulptur wirken. Im Hochparterre kontrastiert der helle Travertinboden mit den dunklen, auberginefarbenen Fronten der Einbauten und dem tiefgrünen Marmor der Küchenarbeitsfläche. Eigens für dieses Projekt gefertigte Griffe und Leuchten aus brüniertem Messing fügen einen hellen, elegant wirkenden Ton hinzu. Geschlafen wird heute im Souterrain, was angesichts der steigenden aufgrund des Klimawandels vor allem im Sommer sehr angenehm sein wird.

Die ehemaligen Schlafräume hingegen, die in der Beletage lagen, sind heute eine eigenständige Wohnung. Bereits im ersten Bauabschnitt des zweiteiligen Projekts wurden hier die gründerzeitlichen Elemente wie Deckenstuck, Böden, Türen und Fenster aufgearbeitet und wo nötig ergänzt. In die vorhandene Raumstruktur ließen sich sowohl eine Küche als auch ein großes Bad problemlos integrieren. Damit beweist die alte Bausubstanz Flexibilität und somit Zukunftsfähigkeit.

www.kesslerplescher.de

Fotos:

Marie Kreibich von Wedel
www.mariekreibich.com
Thomas Wiuf Schwartz
www.thomaswiuf.dk

(Erschienen in CUBE Köln Bonn 03|23)

Innenarchitektur:

Keßler Plescher Architekten
www.kesslerplescher.de

Einbauten:

LeSch Interior
www.lesch-interior.de

Fliesen:

CE.SI. Ceramica
www.cesiceramica.it
Mosa
www.mosa.com/de

Sanitärkeramik:

Duravit
www.duravit.de

Armaturen:

Vola
de.vola.com

Leuchten:

Flos
www.flos.com
Wever Ducre
www.weverducre.com

Nothing found.

Lichtdurchflutete Arbeitswelt

Hocheffizientes Bürogebäude in der Maxvorstadt

Gelungene Überführung

Der Umbau eines ehemaligen Wochenendhauses begeistert die Bauherrin

Individualität im System

Grundschule verbindet Planungs- und Fertigungseffizienz mit zeitgemäßer Gestaltung

Harmonie mit Liebe zum Detail

Farbkonzepte und Kunstobjekte für ansprechende Praxisräume in Moabit

Nothing found.

KiBi-DN-083_15_700pixel

Ein dritter Ort

Die Kinderbibliothek in Düren hat ein neues Gesicht bekommen

Diskret erweitert

Ein moderner Anbau bewahrt die Integrität eines sanierten Bungalows und seines Gartens

SNAKE-FINAL-23-Foto_Mike-Christian_15_700pixel

Rundum verschlängelt

Fassade und Gebäudeform sind von der Schlange inspiriert

Respektvoll am Hang

Respektvoll am Hang

Ein Einfamilienhaus im Oberbergischen fügt sich harmonisch mit Ortsbezug ein

Beseelte Räume

Eine Stadtwohnung in der Mitte Kölns ist durch gezielte Eingriffe zur individuellen Wohnoase geworden

Respektvoll nachverdichtet

Ein Mehrfamilienhaus in Bonn-Endenich schafft Wohnraum am Schumannhaus

200923-md3-DSCF1127r_picsandplan-C104-Co-Working-redu_15_700pixel

Agiles Coworking

Ein Coworking-Space birgt eine große Nutzungsvielfalt

F-W-Pulheim-V110-022_19_700pixel

Zentral Wohnen und Arbeiten

Wohn- und Geschäftshaus schließt Baulücke am Pulheimer Marktplatz