Geschützte Freiräume

Ein neues Klostercafé schafft Raum für genussvolle und arbeitsreiche Stunden

230609-Klostercafe-104_Neu_19_700pixel

Die Klostergärtnerei in Porz, ein Betrieb der Alexianer-Werkstätten, ist ein Ort des Zusammenkommens, des Miteinanders und auch des Genusses. Hier arbeiten Menschen mit und ohne Handicap in unterschiedlichen Berufen, sorgen für das Wohl der Pflanzen und auch der Besucher:innen. Längst ist aus dem 1994 gestarteten Projekt ein Gartencenter mit eigenem Produktionsbetrieb geworden. Und auch ein Café gehört heute zum festen Bestandteil der Werkstätten. Anfangs in einem Gewächshaus untergebracht, waren Enge und klimatische Bedingungen nicht optimal. Daher wurde ein Neubau beschlossen. Jürgensen & Jürgensen Architekten entwickelten ein Gebäude, in dem Café und Küchentrakt, aber auch Konferenzräume und Büros für die Verwaltung untergebracht sind.

Der zweigeschossige Bau nimmt mit seinem Faltdach die Formensprache der Gewächshäuser auf und vermittelt zugleich zur angrenzenden Einfamilienhaussiedlung. Wie für die Mitarbeitenden in den unterschiedlichen Bereichen mehr oder weniger Kundenkontakt möglich ist, grenzt sich auch das Gebäude mehr oder weniger vom Außenraum ab. Erreicht wird dies durch den L-förmigen Grundriss, der durch eine zwei Meter hohe Einfriedung ergänzt wird. So entsteht ein auf drei Seiten geschützter Innenhof, der sich auf der vierten Seite zur Ausstellungsfläche der Gärtnerei hin öffnet. Diese atriumartige Fläche erschließt das Café und dient zugleich als Freischankfläche. Gäste können sich direkt hier oder an einem der Tische im Innenraum niederlassen. Sie wurden, wie die gesamte Inneneinrichtung, von der hauseigenen Schreinerei entworfen und gefertigt.

Großflächige Verglasungen kennzeichnen den Bereich des Gastraums. Abgeschirmter hingegen zeigen sich die weiteren, dem Cafébetrieb zugeordneten Funktionsbereiche wie Küche und Sanitärräume. An den beiden, zum öffentlichen Raum gelegenen, Seiten des Gebäudes befinden sich zwei weitere Zugänge. Sie führen direkt ins Café und über den angrenzenden Treppenraum auch zu den Konferenzräumen und Büros im Obergeschoss. Da im gesamten Gebäude Barrierefreiheit besteht, war auch der Einbau eines Aufzuges selbstverständlich.

Neben sozialen Aspekten der Planung wurde auch auf Nachhaltigkeit geachtet. Beispiele hierfür sind die Luftwärmepumpe, die das gesamte Gebäude beheizt. Aber auch bei der Fassadengestaltung haben die Planenden auf ein langlebiges Material gesetzt und sich für einen mineralischen Putz entschieden. Das sandfarben durchgefärbte Material wurde mit der Technik des Besenstrichs aufgetragen. Ein weiterer Ausdruck für das Miteinander, das bei den Alexianer-Werkstätten gelebt wird, ist die Gestaltung der Außenflächen. Denn auch dabei haben die Mitarbeitenden tatkräftig mitgewirkt.

www.juergensen-architekten.de

Fotos: 

Margot Gottschling
www.mgottschling.de

(Erschienen in CUBE Köln 03|23) 

Nothing found.

Eine einfache Antwort

Reversibles Haus aus Holz reagiert durchdacht auf Topografie und Klimaveränderung

Weißer Würfel

Kubisches Einfamilienhaus im Grünen, räumlich und energetisch neu gedacht

Erlebnis Eis

Eine Eisdiele in der Düsseldorfer City geht mit einem ganzheitlichen Konzept neue Wege

Im Geist Des Ortes

Behutsame Sanierung der Nord-Ost-Kirche schafft neue Präsenz und moderne Standards

Nothing found.

CBP-DSCF0965-picsandplan-CBP210530_19_700pixel

Zwischen Gleis und Glockenturm

Die Überbauung einer Bahntrasse schafft ein belebtes Quartier in Lindenthal

Makulazentrum_Praxis_Anmeldung_15_700pixel

Klar und beruhigend

Eine Augenpraxis besticht durch eine konsequente Gestaltung in allen Funktionsbereichen

Gimme Shelter!

Das Raumkonzept für eine ambulante Klinik für Innere Medizin unterstützt den Heilungsprozess

3800-outdoor_35_CamA1b_15_700pixel

Grüne Lage, grüne Bebauung

Im Herzen von Bad Godesberg

Wie aus dem Berg geschliffen

Eleganz trifft auf exklusive Privatsphäre: In den neuen Private Spa Suiten des „FreiWerk" im Harz verschmelzen luxuriöses Design, skandinavische…

Expressiv Stützenfrei

Ein Büroneubau in Marsdorf bietet Kita, Cafeteria und kollaboratives Arbeiten

brandenburger_MG_5714_b_15_700pixel

Das Wesentliche betonen

Durch Besinnung auf alte Werte zeigt ein Mehrgeschossbau klares Profil

HPA-1380_700pixel

Überraschend weitsichtig

Ein steiles Hanggrundstück wird für Ansicht und Aussicht optimal genutzt