Behutsame Metamorphose

Ein Stadthaus in Riehl wird zur Straße bewahrt und zum Garten großzügig geöffnet

_DSC1202-HDR_10_700pixel

Das Stadthaus in Reihenbebauung aus den 1930er-Jahren bestach ursprünglich durch seine exzellente Lage mit Blick auf die Kölner Flora. Auch die Fassade war noch in einem guten Originalzustand. Die Bauherren wünschten sich dazu großzügigere, lichtdurchflutete Räumlichkeiten mit ausreichend Hänge- und Stellflächen für Kunstobjekte. Der vorhandene Gebäudebestand sollte durch die Umgestaltung gewürdigt, aber auch durch innovative und elegant zeitlose Elemente ergänzt werden.

Das beauftragte Architekturbüro von Benjamin von Pidoll erweckt das Haus in seinem ganzen Potenzial aus dem „Dornröschenschlaf“. Einerseits wird die zweigeschossig ausgebildete Bestandsfassade behutsam und nahezu originalgetreu erhalten. Verändert wurde dagegen die sich über drei Etagen erstreckende Gartenfassade, die mit großzügigeren bodentiefen Öffnungen versehen wurde. Im Unter- und Erdgeschoss liegen die Wohnräume sowie die Garderobe und ein Gäste-WC mit einem großzügigen Entree als Auftakt angeordnet. Das gesamte 1. Obergeschoss wird als Elternetage, das 2. Obergeschoss als Gäste- und Kinderbereich genutzt. Um großzügige, offene Raumfolgen insbesondere im Erdgeschoss zu erzeugen, mussten aufwendige Durchbrüche vorgenommen werden. Die damit einhergehende Vielzahl von Trägern und Unterzügen wurde dabei als stilistisches Element eingesetzt und ganzheitlich in das Gesamtkonzept integriert. Im Detail gehen Fugen und Linien der Bauteile exakt auf und fungieren so als raumbildende Elemente. Auf diese Weise ließ sich der großzügige, auf den Garten hin orientierte Stadthauscharakter des Hauses weiter fortentwickeln und betonen.

Wenige, mit Bedacht ausgewählte Materialien setzen den Bestand mit den Umbauten in einen Dialog: Warmes Fischgrätparkett wird mit schlichten, glatten Oberflächen in den Wandbereichen und den Möbeloberflächen kontrastvoll kombiniert. Charakteristische Altbauelemente wie der vorhandene Naturstein im Eingangsbereich und Details wie die Haustür mit Laterne und die Treppe wurden aufgearbeitet. Ein neu integriertes Dachflächenfenster befördert durch das Treppenauge Licht in das Treppenhaus aus alten Tagen – wie eine Art Lichtkamin sitzt das Fenster im Dach. So entsteht eine gelungene Symbiose aus altbautypischen und zeitlos eleganten Details.

www.vonpidoll.de

Fotos:

Benjamin von Pidoll

(Erschienen in CUBE Köln Bonn 03|22)

Architekten:

Benjamin von Pidoll Architektur
www.vonpidoll.de

Fensterbau:

Fenster + Fassaden Wigger
www.wigger.de

Schreinerei:

Häger & Söhne
www.schreinerei-haeger.de

Heizung, Lüftung, Sanitär:

Ritter
www.ritter-sanitaer-heizung.de

Parkett:

Parkett Dietrich
www.parkett-dietrich.de

Küchentechnik:

Bora
www.bora.com

Armaturen:

Vola
de.vola.com

Keramik:

Livingceramics
www.livingceramics.com

Nothing found.

Unter dem Mammutbaum

Rückzugsort im Garten, der Entspannung und Aktivität in Einklang bringt

Facelift für zwei weiße Riesen

Revitalisierung eines Wohnkomplexes mit einer Keramikfassade

Maßgeschneidert

Wie ein Mehrfamilienhaus zum Einfamilienhaus wurde

Nothing found.

Raumfolge zum Licht

Ein denkmalgeschütztes Einfamilienhaus erweitert sich eindrucksvoll in den Untergrund

WGF190218-3391_15_700pixel

Alt und Neu überblendet

Der Umbau eines Einfamilienhauses verändert den Hauscharakter total, die Struktur aber nur minimal

1_Renault_EG_001_15_700pixel

Industriecharme bewahrt

Auf sechs Etagen entstand eine avantgardistische Arbeitswelt

CM-1966-026_15_700pixel

Behütend Weitergebaut

Ein Kindergarten in Ehrenfeld macht den Bestand zum Maßstab des Neubaus

Massiv gedacht – fein gestaltet

Ein Wohnhaus im Westen von Köln besticht durch die Stimmigkeit seiner Details

Lepel-Telekom-Flagship-Store-Ko-ln-Erdgeschoss-1_15_700pixel

Magenta goes Loft

Der Telekom Flagship-Store setzt sich weitläufig und nachhaltig in Szene

CATALANOQUIEL-Indianersiedlung-Koeln-Zollstock-BauenimBestand-Hofhaus-Umbau-Erweiterung-Architektur-Lehm-Holz-15_15_700pixel

Einfach einladend

Behutsamer Umbau eines Künstler-Hofhauses besticht durch Reduktion

Troisdorf-Hippolytus-014_bearb_b_15_700pixel

Selbstbestimmt in der Mitte

Zu einem geschützten und doch offenen Innenhof hin liegen die Gemeinschaftsbereiche und die Wohnräume der Wohngruppen und Einzelapartments.