Neuer Name – neue Nutzungen

Das Kontorhaus am Ballindamm 17 wurde umfassend und denkmalgerecht saniert

5362_RET_15_700pixel

Der heutige Ballindamm wurde als Uferpromenade mit dem Namen Alsterdamm an der Binnenalster, nach dem „Großen Brand“ von 1842, auf den Trümmern der alten Bebauung angelegt. Mit Trümmern der Zerstörungen des 2. Weltkrieges wurde die Promenade verbreitert und in Ballindamm umbenannt – nach dem Reeder Albert Ballin. Bis heute erstreckt sich dahinter das regelmäßig angelegte Straßennetz des nach dem „Großen Brand“ neu angelegten Gebietes. Nur noch wenige Spuren sind von der damaligen Wohnnutzung übrig geblieben, die seit 1900 rasch im Zuge der Citybildung durch die Kontorhäuser verdrängt wurde. Das Gebäude am Ballindamm 17 wurde in drei Bauabschnitten von 1901-1906 von Lundt & Kallmorgen sowie 1921 von Eduard Theil für das Rheinisch-Westfälische Kohlensyndikat errichtet und nach dessen Mitbegründer Emil Kirdorf benannt. Kirdorf trug schon seit den 1920er Jahren maßgeblich zur Finanzierung der NSDAP bei. Nach der jetzt abgeschlossenen Sanierung von 2019 bis 2021, mit Umbau und Erweiterung des Kontorhauses, wurde das Kirdorfhaus endlich umbenannt in Ballinhof. Das Büro HS-Architekten zeichnet für die umfangreichen Baumaßnahmen am denkmalgeschützten Kontorhaus verantwortlich. Von der Alster bis zur Ferdinandstraße erstreckt sich das siebengeschossige Gebäude auf einer Grundfläche von fünfzig mal fünfzig Metern. Die Rettung des für Kontorhäuser an der Binnenalster typischen „grünen“ Kupferdaches gelang durch die Demontage der stark beschädigten originalen Dachdeckung aus Kupfer. Diese wurde beschnitten, neu gefalzt und mit Lagermaterial aus der Erbauungszeit ergänzt. Die Fassaden und Skulpturen am Gebäude aus Oberkirchner Sandstein wurden sorgsam saniert. Die ursprünglich aus der Fassade herausragenden Schaufenstervitrinen zum Ballindamm wurden aufgegriffen und neu interpretiert. Die vielfach beschädigte Keramik- und Stuckfassade an der Ferdinandstraße konnte mit neu gebrannter Keramik im alten Stil wieder aufgebaut werden. Die intakte Originalkeramik wurde gebündelt an einer rekonstruierten Fassadenachse eingesetzt und auch die Keramikfassade des Innenhofes behutsam saniert.

Die Büros mit verschlossenen Schaufenstern entlang des Ballindamms wurden zu großzügigen Gastronomieflächen mit Alsterblick und Außensitzplätzen umgestaltet. Durch die Absenkung des Fußbodens im Erdgeschoss auf das Gehwegniveau am Ballindamm entstand ein einladender Zugang. Die Aufstockung des Hauses umfasst zwei zum Innenhof orientierte Geschosse und Dachterrassen mit spektakulären Ausblicken, die über einen neuen Doppelglasaufzug vom mittleren Innenhof aus erschlossen werden. Entsprechend den Denkmalschutzauflagen ist die Aufstockung von der Alster nicht sichtbar. Insgesamt konnten im Ballinhof auf 13.000 m² hochwertige und individuelle Büro-, Handels- und Gastronomieflächen geschaffen werden.

www.hs-architekten.de

Fotos:

Christian Spielmann
www.spielmann-foto.de

(Erschienen in CUBE Hamburg 02|23)

Nothing found.

Das Haus im Garten

Massivholzhaus mit spannendem Außen- und Innenleben

Respektvoll nachverdichtet

Ein Mehrfamilienhaus in Bonn-Endenich schafft Wohnraum am Schumannhaus

Respektvolle Balance

Eine Wohnungssanierung am Gärtnerplatz kombiniert geschickt Altes und Neues

Kontrastvoll weitergebaut

Eine sanierte Doppelhaushälfte besticht durch den Dialog ihrer Zeitschichten

Nothing found.

Sodenkamp_SZ_aussen_Strasse-mit-Radler_15_700pixel

Harmonisch eingefügt

Eigenständig und individuell zeigt sich ein neues Einfamilienhaus im Alstertal

02_Drei-Schwestern_RHWZ_Wasmerstrasse_Haus-1-mit-Durchblick-auf-Haus-3_15_700pixel

Drei Schwestern

Die genossenschaftlichen Neubauten erinnern an champagnerfarbene Nadelstreifenanzüge

IMG-5493_10_700pixel

Aus Liebe zu Keramik

Sinikka Harms setzt bei ihren Tellern, Bechern und Schalen auf Naturtöne

Malte-Frische-Kra-uter78_15_700pixel

Frisch, regional, nachhaltig

Vom Wochenmarktstand bis vor die Haustür geliefert

Bauhaus-1_19_700pixelSHHy4XYDimfxO

Reibungsloser Bauablauf

blomearchitektur hebt die klassische Trennung zwischen Architekturbüro und Bauunternehmen auf

Ein norddeutsches Hofhaus

Moderne Interpretation schafft innen wie außen größtmögliche Privatheit

Daniel-Faro-_Studio-Lineatur_authentikka_013_15_700pixel

Authentische indische Küche

Das Ambiente eines Restaurants in Winterhude ist von den Farben und der Kultur Indiens inspiriert

raumideen-Luebeck_048_15_700pixel

Wohntraum wird wahr

Ein Rundum-sorglos-Paket macht die Bauherrin glücklich