Kreativität und Genuss

Das Foodlab schafft Perspektiven für Food-Start-ups und deckt alle vier Wochen den Tisch neu

Foodlab_hamburg_opening_vivi_highres124_15_700pixel

Irgendwann ist die eigene Küche und Wohnung zu klein: Vielen Food-Start-ups fehlt ein Ort, an dem sie Ideen entwickeln und ausprobieren, sich mit Kollegen austauschen und Gäste bewirten können. Deshalb hat Christin Siegemund die Idee des „foodlab“ entwickelt, eines kreativen Zentrums mit einem speziell auf die Bedürfnisse von kulinarischen Startups abgestimmten Coworking-Bereich, Küchenplätzen zum Testen, Kreieren und Produzieren von Innovationen, einem Studio für Shootings und Events, um das Ganze in Szene zu setzen, sowie einem Café und einer Pop-up Fläche, auf der alle vier Wochen ein neues Restaurantkonzept Gäste einlädt – und von allen Genießern besucht werden kann.

2018 begann ihre Suche nach dem passenden Ort für diese Vision. Die Architekten von Heyroth & Kürbitz begleiteten sie bei den Besichtigungen von Mietflächen und konnten dabei schon prüfen, ob sich das gewünschte Raumprogramm in den jeweiligen Räumlichkeiten umsetzen lässt. Mit ein wenig Glück fanden sie zusammen ziemlich schnell den perfekten Ort für das Foodlab. Das markante weiße Hochhaus Watermark liegt in der HafenCity unweit der HafenCity Universität an der Spitze des Buenos-Aires-Kais. Hier kann man an der Hafenkante flanieren, auf den Sitzstufen verweilen und sich den Wind um die Ohren wehen lassen. Das räumliche Ensemble aus Treppen, Platz und Promenade setzt sich im Gebäudeinneren in einem beeindruckend hohen Raum fort, der das Herzstück des Foodlabs bildet. Von Restaurant, Café und Coworking aus kann man den atemberaubenden Hafenblick bei jedem Wetter genießen.

Café, Restaurant, Coworking, Küche, Fotostudio: Ungewöhnlich viele verschiedene Räumlichkeiten finden sich unter dem Dach des Foodlabs wieder. Eines eint sie: Die Verbindung zur hohen gläsernen Halle, in der sich die Food-Profis und ihre Gäste treffen. Auf der Promenadenebene liegt das Restaurant, auf der oberen Ebene das Café. Die Räume sind als das gestaltet, was sie sind: Eine Werkstätte, in der konzipiert, probiert, diskutiert und genossen wird. Deshalb haben die Architekten den Raum roh und unverkleidet belassen. Die eingebauten Trennungen sind möglichst transparent, die Einbauten formschön, aber schlicht. Das bunte Leben kommt mit den Nutzern und den Gästen. Um die lebendige Strahlkraft des Foodlabs nach außen zu tragen und es unverwechselbar zu machen, wurden von der Decke der hohen Halle 1.000 Filzobjekte abgehängt, die an schwebende Servietten oder Segel im Wind erinnern. Sie sind Wahrzeichen, verzaubern den Raum und verbessern nebenbei die Raumakustik. Das Falten und Aufhängen der Filzobjekte hat das Foodlab-Team in einer gut organisierten und fröhlichen Gemeinschafts­aktion selbst gemacht.

www.heyroth-kuerbitz.de
www.foodlab.hamburg

Fotos:

Vivi D’Angelo
www.vividangelo.com

Steffen Borowski

(Erschienen in CUBE Hamburg 02|21)

Innenarchitekten:

Heyroth & Kürbitz freie Architekten
www.heyroth-kuerbitz.de

Flutschutz:

Altenwerder Werft
www.altenwerder-werft.de

Schallschutzvorhänge:

B. Schröder & Sohn
www.schroeder-raumgestaltung.de

Werbeanlagen:

Clonie Lichtwerbung
Andreas Niemann e.K.
www.clonie.de

Leuchten Gastraum:

DCW éditions
www.dcwe.fr

Estrich, Sichtestrich:

Günter Krüger Söhne
www.krueger-soehne.de

Elektro:

Herbert Herford
www.herford-elektro.de

Trockenbau, Fliesen:

HIB Hamburger Innenausbau
www.hamburger-innenausbau.de

Tischlerarbeiten, Küchenbau:

Hinsche Gastrowelt
www.hinsche-gastrowelt.de

Glas-, Metallbau:

Jokusch Glas­ und Metallbau­
www.jokusch.de

Schallschutzplatten Coworking:

M&K Filzfabrik
www.filzfabrik.de

Schlosserarbeiten:

Metallbau Toralf Keydel
www.metallbau-keydel.de

Möbel Coworking, Gastraum:

Muuto
www.muuto.com

Lüftung:

Otto Gerber
www.kaelte24-7.de

Stühle Gastraum:

works berlin
www.worksberlin.com

Leuchten Café & Gastraum:

Delta Light
www.deltalight.de

Leuchten Coworking:

Occhio
www.occhio.de

Nothing found.

Urbanes Einfamilienhaus

Ein denkmalgeschütztes Stadthaus in Kaiserswerth wird saniert und neugeordnet

Nachhaltig und inklusiv

Eine Kita in Lohmar wurde in Holzbauweise erweitert

Pionierin des neuen Bauens

Anna Heringer baut international mit Lehm und anderen in Vergessenheit geratenen Baustoffen

Medizinischer Meilenstein

Hochmoderner Forschungsbau beherbergt neues translationales Zentrum der Charité

Nothing found.

Licht schafft Raum

Licht schafft Raum

Gestaltungsprinzipien des Gebäudes bestimmten auch den Rahmen für die Lichtplanung

20231013_Schleicher-Weiss-6753_print_700pixel

Aus eins mach sieben!

Eine echte Überraschung: Die Kolibri-Studios im Barmbeker „Vogelviertel“

Lückenschluß mit Mehrwert

Nachverdichtung schafft neuen Wohnraum und städtebauliche Reparatur

JOI-Design_Moxy-Hamburg_Fotocredits-by-Christian-Kretschmar-fu-r-JOI-Design-1-_15_700pixel

Von fliegenden Teppichen

Das erste Moxy Hotel in Hamburg ist trendy, komfortabel und erschwinglich

Lorichsstrasse_06_15_700pixel

Lebensraum Dach

Aus Trockenböden entstehen attraktive Wohnungen

HWS_DJI_0452_19_700pixel

Micro Living in Ottensen

Die Wohnanlage Urban Living wurde effizient und planungssicher umgesetzt

FHP-0835_MS_15_700pixel

Vom Glück der zweiten Reihe

Platz für ein maßgeschneidertes Zuhause für eine Familie