Hightech und Wohlfühlambiente

Die Universitätsmedizin Essen baut für die Medizin der Zukunft

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Die Universitätsmedizin Essen schreitet auf dem Weg zum „Smart Hospital“ zügig voran. Von Bedeutung ist dabei stets auch „Healing Architecture“, was nichts anderes bedeutet, als dass die Ausstattung der neuen Kliniken mit Hightech Hand in Hand geht mit einer Wohlfühlatmosphäre für Patienten und Mitarbeiter. Dies lässt sich am hochmodernen OP-Zentrum der HNO- und Klinik für Augenheilkunde ablesen, das mit einem Investitionsvolumen von 63 Millionen Euro 2021 in Betrieb genommen wurde. HDR Germany aus Düsseldorf, die bereits den Hubschrauberlandeplatz auf dem Operativen Zentrum II und das Bettenhaus des Westdeutschen Tumorzentrums realisiert haben, waren mit dem Neubau und dem Umbau des Bestandsgebäudes beauftragt worden.

Die Architekten bezogen in ihre dreijährige Planung ein Bestandsgebäude ein, welches in Verbindung mit dem Neubau eine zukunftsweisende HNO- und Augenklinik verkörpert. Dabei stellte die zur Verfügung stehende Fläche für die komplexen Anforderungen eine Herausforderung dar, ebenso wie die Raumgestaltung und -zuordnung, die sich sowohl für stationäre als auch ambulante Behandlungsmöglichkeiten eignen muss.  Im Erdgeschoss des Neubaus mit rund 7.800 m² Bruttogrundfläche (BGF) befindet sich die HNO- Ambulanz, die Augenambulanz wiederum ist im umgebauten Bestandsgebäude, das mit 7.000 m² BGF etwas kleiner ist. Die Hornhautbank ist wie die Haustechnik und Lagerflächen im Untergeschoss untergebracht. Forschungslabore, Vorbereitungszonen für das ambulante Operieren sowie Aufwachbereiche sind im ersten Stock des Bestandsgebäudes verortet, während sich die acht hochmodernen OP-Säle für Augenheilkunde und HNO mit einer technologischen Ausstattung auf höchstem Niveau im Neubau befinden. Glas, welches bereits ein bestimmendes Element bei der Fassadengestaltung ist, wurde aufgrund seiner guten hygienischen Eigenschaften auch bei den OP-Sälen eingesetzt. So bestehen die Wände aus patentiertem antibakteriellem Glas, welches bedruckt – etwa mit einer grüne Welle, die die akustische Reise eines Lauts durch das Innenohr symbolisiert – atmosphärisch genutzt werden kann. Zusätzliche Lichteffekte, die individuell gesteuert werden können, unterstützen diesen Effekt. So kann das Licht nicht nur dem natürlichen Biorhythmus angepasst werden und damit zum Wohlbefinden beitragen, es hat auch Vorzüge bei den Operationen, wo es Kontraste verstärken oder Ermüdung vorbeugen kann. Licht spielt nicht nur im OP-Trakt, sondern in allen Bereichen eine wichtige Rolle. Die Wartezonen haben ebenso Tageslichteinfall wie die Untersuchungen, die in lichtdurchfluteten Räumen stattfinden. Farben und Materialien halten sich zurück und werden akzentuiert eingesetzt; etwa wenn es darum geht, Warte- oder Anmeldungsbereiche zu betonen. HNO und Augenklinik wurden hierbei unterschiedliche Leitfarben zur besseren Orientierung der Patienten zugeordnet.

www.hdrinc.com
www.ume.de

Fotos:
UME

(Erschienen in CUBE Ruhrgebiet 03|21)

 

 

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