Repräsentatives Entree

Das Büro- und Geschäftsgebäude Mercator One ist Duisburgs neue Landmarke

Mercator_One_Olaf-Rohl_013_20_700pixelAfsSEZk1E1K5M

Reisende und Pendler, die am Duisburger Hauptbahnhof ankommen und ihre Schritte gen Innenstadt lenken, treffen seit einigen Monaten auf ein „richtungsweisendes“ Gebäude, das ein repräsentatives Entrée zur Stadt markiert: Der Neubau Mercator One. 2017 konnten Hadi Teherani Architects den ausgelobten Architektenwettbewerb mit einem außergewöhnlichen Entwurf für sich entscheiden. Die Bebauung der rund 2.000 m² großen Fläche am Portsmouthplatz geht auf den Masterplan für die Innenstadt des international rennomierten Büros von Norman Foster zurück.

Das rund 100 m lange, 17 m breite und 26 m hohe Gebäude überrascht durch seine markante, fächerartig zurückschwenkende Fassade an den Kopfseiten. Blickt man von innen durch die seitliche Staffelung des Gebäudes und die fächerhaft gedrehten Gebäudeköpfe ergeben sich ganz unterschiedliche, spannende Blicke auf die Stadt. Für Aufmerksamkeit sorgt zudem die außenseitige Fassadenbeleuchtung mit weißen Lichtlinien, die die Fächerung akzentuiert und je nach Anlass die Farbe spezifisch ändert. Durch die anthrazitfarbene Fassadenbekleidung tritt das Gebäude jedoch trotz seiner Prägnanz zurückhaltend auf. Besonders macht die Fassade außerdem ihre Herstellung: Bei dem Wictec-Fassadensystem von Wicone wurde das recycelte und kohlenstoffarme Aluminium Hydro Circal verwendet, eine Aluminiumlegierung aus min. 75 % End-of-Life Aluminium (Altschrott, der beispielweise aus Abrissprojekten besteht). Damit ist es ein wegweisendes Leuchtturmprojekt in Deutschland. Das 1.200 m² große Erdgeschoss mit großer Raumhöhe ist der Gastronomie und dem Einzelhandel vorbehalten. Restaurants und Cafés können Sitzmöglichkeiten auf dem neugestalteten Portsmouthplatz anbieten und beleben so den öffentlichen Raum. In den weiteren Ebenen befinden sich flexibel nutzbare Büroflächen, die, dank der Treppenhäuser in der Mittelzone, umlaufend Arbeitsflächen an der Fassade möglich machen. Die Eingangslobbys, Aufzugvorräume und Treppenräume warten mit puren Materialien wie Beton, Stahl, Glas, Stein, Holz und Farbe auf. Ein Highlight bietet das sechste Obergeschoss mit einer großzügigen Dachterrasse, die intensiv begrünt ist. Eine zweigeschossige Tiefgarage bietet 126 PKW-Stellplätze mit 22 E-Ladestationen, 50 Fahrradstellplätze sowie Technikräume und Lagerflächen. Verbaut wurde dreifach Sonnenschutzglas und modernste Hybriddeckensysteme mit integrierter Beleuchtung versorgen das Gebäude mit Wärme, Kälte, Frischluft und verbesserter Akustik. Die innovative Technik ermöglicht einen Wärmerückgewinnungsgrad von über 80 %.

www.haditeherani.com/de

Fotos:

Jörg Hempel
www.joerg-hempel.com
Jochen Stüber
www.jochenstueber.de
Olaf Rohl
www.olaf-rohl.de

(Erschienen in CUBE Ruhrgebiet 03|21)

 

Nothing found.

Urbanes Wohnen neu gedacht

Die Architektur der „Heimatmole“ stärkt die Gemeinschaft

Offen und interaktiv

Ein Anbau in Ehrenfeld bietet urbanen Rückzugsraum mit viel Kontaktfläche

Kollaborativ und stimmungsvoll

Die neue Arbeitswelt eines Wohnungsunternehmens erscheint selbst wie ein Quartier

Kreativ-stilvolle Reduktion

Ein Japanisches Penthouse glänzt in schlichter Schönheit als Wohlfühlinsel

Nothing found.

Sanierung ist Zukunft

Ein Mehrfamilienhaus in Duisburg gewinnt an Wohnqualität und spart Energie

Selbstverständliche Eleganz

Der neu gestaltete Garten eines Wohnhauses aus den 1950er-Jahren ergibt ein stimmiges Bild

01_15_700pixeleZhi9zRBFB4rE

Aus klein wird gross

Die Komplettsanierung eines Bungalows schafft Licht und Größe

Herkulesaufgabe geglückt

Umfangreiche Sanierung und Schaffung neuen Wohnraums in einem denkmalgeschützten Haus

Haus mit Qualitäten

Ein freistehendes Einfamilienhaus in Bochum gewinnt an Größe und bewahrt seine Identität

Stiftung-Mercator_Essen_20161205_01bearb_15_700pixel

Offenheit als Selbstverständnis

Das Gebäude der Stiftung Mercator in Essen ist offen, vernetzt und zukunftsorientiert

Mit Fingerspitzengefühl

Neuausrichtung des Forum Velbert unter Wahrung der architektonischen Identität

JH2899-129_15_700pixel

Kommunikation erwünscht

Ein neues Seminargebäude in Bochum dient Lehrenden und Studierenden als Experimentierraum