Großzügig und Individuell
Der Dortmunder Stadtteil Kirchhörde im Südwesten der Stadt ist als beschaulicher Wohnort beliebt. In einer ruhigen Seitenstraße kam nun mit einem Mehrfamilienhaus hochwertiger Wohnraum hinzu. Geplant und umgesetzt hat das Projekt Romann Architektur aus Oberhausen.
Auf dem rund 1.650 m² großen Grundstück im Crudewagenweg entstand ein modernes Mehrfamilienhaus mit zwei Vollgeschossen sowie einem Dachgeschoss mit Schrägen. Die helle Fassade wird durch markante Erker gegliedert, die auch die Raumorganisation im Inneren prägen. Großzügige Terrassen im Erdgeschoss sowie Balkone und Dachterrassen in den Obergeschossen orientieren sich nach Südwesten. Die insgesamt rund 1.075 m² Wohnfläche verteilen sich auf neun individuell geplante Wohnungen mit Größen zwischen 80 und 145 m². Das Angebot umfasst drei Vierraumwohnungen, vier Dreiraumwohnungen und zwei Zweiraumwohnungen. In das Gebäude gelangt man durch einen repräsentativen Eingangsbereich. Die Haustür ist zudem mit einem Treppenlift barrierefrei erreichbar. Im Vorfeld der Baumaßnahme stellte die industrielle Vergangenheit, wie des Öfteren im Ruhrgebiet, das Bauprojekt jedoch vor besondere Herausforderungen. „Unter dem Grundstück befindet sich ein zum Teil abgetragenes Kohleflöz, sodass zunächst mithilfe eines Ingenieurbüros für Geotechnik ein Konzept zur Verfüllung erstellt und umgesetzt werden musste“, beschreibt Architektin Ute Romann die kostenintensive Maßnahme. Betrachtet sie das Ergebnis, hat sich der Einsatz gelohnt. Die barrierefreien Wohnungen mit teils offenen und durchgehend großzügigen Grundrissen sind dank bodentiefer Fenster lichtdurchflutet.
Fließend gehen Koch-, Ess- und Wohnbereiche ineinander über. Hochwertige Materialien wie warmes Echtholzparkett und dunkelgraue italienische Fliesen in den Küchenbereichen schaffen eine wohnliche Atmosphäre. Besonders reizvoll präsentieren sich die Wohnungen im Dachgeschoss, wo Raumhöhen bis zu 3,80 Meter in den Wohnräumen entstanden. Die Dachflächenfenster mit außenliegender Verdunkelung sind elektrisch öffenbar. Alle Wohnungen verfügen über Fußbodenheizung sowie zusätzliche Handtuchheizkörper in den Bädern. Das Gebäude wurde als KfW-Effizienzhaus 55 realisiert und verfügt über eine Luft-Wasser-Wärmepumpe, dreifache Wärmedämmverglasung sowie einen Aufzug. Im Kellerbereich stehen 13 Fahrradstellplätze mit Lademöglichkeit für Elektroräder zur Verfügung. Nahezu alle der 13 Tiefgaragenstellplätze bieten Anschlüsse für E-Ladestationen. Weitere sieben Fahrradstellplätze sowie drei Pkw-Stellplätze befinden sich im Außenbereich.
Fotos:
Romann Architektur
(Erschienen in CUBE Ruhrgebiet 02|26)