Good Bye 90er-Bürowelt

Ein revitalisiertes Verwaltungsgebäude wird zum modernen Headquarter eines Tech-Unternehmens

Wie sich ein Bürokomplex aus den 1990er-Jahren in ein zukunftsweisendes Arbeitsumfeld verwandeln lässt, zeigen die neuen Arbeitswelten für Bosch Building Technologies (BT) in München. Am neuen Standort in Neuperlach entstand in dem revitalisierten Verwaltungsgebäude eine maßgeschneiderte und identitätsstiftende neue Arbeitswelt. Das Projekt entstand aus der engen Zusammenarbeit zweier Münchner Planungspartner: Oliv Architekten übernahmen den Umbau des Gebäudes, CSMM entwickelte und realisierte das Innenraumkonzept. Statt langer Flure und abgeschlossener Einzelbüros prägt nun eine durchdachte Mischung aus offener Raumstruktur und klar definierten Bereichen das Bild. Ein echter Kulturwandel also – weg von isolierten, fest zugewiesenen Büroplätzen hin zu einer offenen, flexiblen Arbeitslandschaft. Die Transformation versteht sich dabei als fortlaufender Prozess und bindet Mitarbeitende aktiv ein.

Schon beim Betreten öffnet sich der Blick in eine beeindruckende, zweigeschossige Halle. Tageslicht flutet durch große Glasflächen, und in der großzügigen Lobby laden bequeme Sitzinseln zum Verweilen ein. Hinter dem Empfang verläuft eine zentrale Magistrale entlang von Besprechungs-Cubes und einer einladenden Cafeteria. Von hier aus führen Treppen und Aufzüge zu den oberen Büroetagen, wo transparente Glasboxen, offene Meetingbereiche und farbige Vorhänge die Räume gliedern. Hier lässt es sich agil arbeiten – in den Besprechungs-, Projekt- und Telefonräumen oder Laborbereichen, die durch Meetingräume, verglaste Boxen und farbige Vorhänge strukturiert werden. Natürliche Materialien wie Holz und Stoffe in warmen Farbtönen treffen auf moderne, klare Linien und hochwertige Technik. In der Gestaltung orientieren sich alle Flächen an der Corporate Identity von Bosch im Farbspektrum Blau, Hellblau, Grün und Rot. Ein Desk-Sharing-System schafft Raum für 600 Arbeitsplätze bei einer Nutzungskapazität von bis zu 1.000 Mitarbeitenden. Trotz der offenen, flexibel nutzbaren Arbeitswelt entschied sich das Unternehmen bewusst gegen eine digitale Vorab-Reservierung der Arbeitsplätze. Stattdessen setzt man auf sogenannte „Home-Zones“ – klar definierte Arbeitsbereiche für einzelne Teams, ein bewusster Gegenentwurf zur anonymen Hot-Desking-Kultur.

Großblättrige Grünpflanzen verstärken die Wohlfühl-Atmosphäre, während sich die flexible Möblierung und modulare Strukturen der Einrichtung den wechselnden Bedürfnissen der Teams anpassen. Doch das ist noch nicht alles: Neben den Büroflächen stehen zukünftig ein Konferenzcenter, eine Kindertagesstätte und eine Kantine zur Verfügung. Geplant ist außerdem eine städtebauliche Anbindung an einen von Grünflächen durchzogenen Campus. Er soll eine Mischung aus Wohnen und Arbeiten bieten und kann von Mitarbeitenden, Besucher:innen und Bewohnenden gemeinsam genutzt werden. Diese Vernetzung schafft Mehrwerte – sowohl für das Unternehmen als auch für das gesamte Quartier.

www.cs-mm.com
www.oliv-architekten.de

Fotos:
Sebastian Arlt
www.bastiarlt.de

(Erschienen in CUBE Köln München 03|25)

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