Perfekt Detailliert

Ein Autohaus in Meerbusch fügt sich formvollendet in eine schwierige Ausgangssituation

_52A9545_19_700pixel

Allein das zu überbauende Grundstück, das sich von einer Straßenkreuzung ausgehend in die Tiefe erstreckte, um sich dann in einer abgewinkelten polygonalen Figur nach hinten wieder zu weiten, war speziell. Es bedurfte schon viel Fingerspitzengefühl, um darauf die möglichst großzügig bemessenen, aber auch ästhetisch ansprechenden  Präsentationsflächen von rund 1.000 m² für ein Autohaus zu projektieren. Die vorhandene Situation an der Düsseldorfer Straße ließ dafür keine andere Wahl: Der Vorgängerbau war ein kleiner Verkaufspavillon aus den 1970er-Jahren, der weder ausreichend Platz bot, noch als Firmenauftritt angemessen gewesen wäre.

Die mit dem Projekt beauftragten E2 Architekten aus Meerbusch entwickelten eine unkonventionelle Lösung für die sowohl konstruktiv als auch baulogistisch herausfordernde Grundstückssituation. Zunächst einmal musste dafür ein neuer Bebauungsplan erstellt und vom Rat der Stadt verabschiedet werden, denn bisher war keinerlei gewerbliche Nutzung auf dem Grundstück vorgesehen. Der Neubau wird von den umliegenden Wohngebäuden eingefasst. Zu den Straßen fügt er sich als volltransparente Schaufensterfassade mit einer offenen Pfosten-Riegel-Konstruktion, während die mit Sandwichpaneelen verkleideten Wände zu den umliegenden Gebäuden komplett geschlossen sind. Neben der Ausstellungshalle nimmt das Gebäude einen zweigeschossigen Bürobereich auf, in dem auch die Dialogannahme sowie sämtliche Technik- und Büroräume untergebracht sind. Das bis auf den Kundenparkplatz fast vollständig bebaute Grundstück und die daraus resultierenden Schwierigkeiten beim Rangieren machten es notwendig, das Gebäude aus zwei statisch autonomen Skelettkonstruktionen zu bilden. Ein als Verbindungsspange dienender Zwischenbaukörper wurde während der Bauzeit als Stellfläche für den Kran genutzt und erst nach dessen Abbau komplett geschlossen. Als letztes Glied bekam auch dieser Verbindungsteil schließlich seinen Deckenabschluss aufgesetzt. Während bei den anderen beiden Konstruktionsteilen die Trapezblechdecke aus Stahl bewusst sichtbar belassen wurde – ohne Verkleidungen und mit offenen Leitungsführungen – kam hier eine klassische Abhangdecke zum Einsatz: Mit dieser Lösung ließen sich einerseits die unterschiedlichen Spannrichtungen der Decken optisch perfekt kaschieren, andererseits konnte so durch die hier eingefügten Rauchabzugsfenster auch eine natürliche Unterteilung des weitläufigen Raumes geschaffen werden. Vor allem nachts leuchtet das Gebäude mit seinen hohen Lufträumen und der filigranen Stahlkonstruktion in den Stadtraum hinaus – die verschiedenen Funktionszonen werden dabei durch unterschiedliche Lichtfarben besonders betont.

www.e2architekten.de

Fotos:

Michael Reisch
www.michaelreisch.net

(Erschienen in CUBE Düsseldorf 02|22)

Architekten:

E2 Architekten
www.e2architekten.de

Stahlbau:

Giesers Stahlbau
www.giesers.de

Dach, Alucobond-Fassade:

Schendel
www.schendel-gmbh.de

Fenster, Pfosten-Riegel-Fassade:

Gölden & Seewald
www.goelden-seewald.de

Elektro:

Alpha Elektrotechnik
Telefon: 0211-75844891

Heizung, Lüftung, Sanitär:

Haas & Reuten
www.haas-reuten.de

Nothing found.

Die Schönheit des Backsteins

Materialität, Formensprache und gestalterische Poesie prägen dieses Wohnhaus

Zurück auf Anfang

Gründerzeitvilla wird wieder zum Einfamilienhaus

Weniger Fensterrahmen, mehr Tageslicht

Fenster mit schlanken Rahmen wirken ästhetischer und lassen deutlich mehr Tageslicht ins Innere strömen

Fließende Raumerfahrung

Eine Villa auf schmalem Hanggrundstück öffnet sich großzügig zum Tal

Nothing found.

image001_15_700pixelpL9K2XUkHtPaW

Reaktivierte Bausubstanz

Das alte Rathaus in Meerbusch wurde denkmalgerecht modernisiert und erweitert

FOM_06-2022_0091_19_700pixel

Kleiner Bruder im Park

Die FOM hat auf ihrem Campus in Derendorf einen skulpturalen Seminar-Pavillon bekommen

loc898-033_19_700pixel

Geradliniger Genuss

Dieser Garten überzeugt mit Formensprache und Reduktion

Layout-Arch_Preis-2020_final-2_19_700pixel

Hofhaus mit Grünanschluss

Ein Wohngebäude in Oberbilk ermöglicht das Durchwohnen und bleibt doch bezahlbar

Flexibel vernetzt

Das Medizinische Forschungszentrum I stärkt die interdisziplinäre Zusammenarbeit an der Uniklinik

hap-89_10_700pixel

Produkte mit Charakter

Beim Design kombiniert Hoffmann gerne glatte Oberflächen mit rauen Flächen.

DJI_0002_19_700pixel

Städtebauliche Visitenkarte

Ein Hotel-Trio am Hauptbahnhof wertet die Umgebung grundlegend auf

Reduzierter Monolith

Reduzierter Monolith

Ein Wohnhaus in Mönchengladbach besticht durch seine minimalistische Gestaltung