Ein Quartier erwacht

Das Erdgeschoss des Studentenhauses ermöglicht mit Sitzgruppen, Arbeitsräumen und einem größeren Raum für Veranstaltungen sowie einem begrünten Innenhof Interaktionen und vereinfacht das Kennenlernen

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Auf dem Grundstück an der Ecke Brunnen-/Stralsunder Straße ist neues Leben erwacht. Seit Kurzem steht hier auf 6.552 m² ein großer Block mit 142 Mikroapartments und 553 Studentenwohnungen. Geplant und durch alle Leistungsphasen hindurch betreut wurde es von GBP Architekten aus Berlin für den Bauherrn Cresco Capital Mauerpark.

Das Grundstück hat eine bewegte Geschichte hinter sich. Es liegt in unmittelbarer Nähe des heutigen Mauerparks mit der Mauergedenkstätte an der Bernauerstraße. Als es die Mauer noch nicht gab, im Jahr 1953, wurde auf besagtem Grundstück ein Warenhaus nach Plänen von Hans Soll erbaut und bis 1961, dem Jahr des Mauerbaus, herrschte hier ein reger Kundenverkehr. Ab diesem Moment, im Schatten der Mauer, verlor das Warenhaus den Großteil seiner Kunden und wurde schließlich geschlossen. Nach verschiedenen weiteren Nutzungen wurde das Gebäude schließlich 2015 abgerissen.

Das Quartier mit dem Namen „Brunnenviertel“ erstreckt sich beidseits der Brunnenstraße zwischen Bernauerstraße und dem S-Bahnhof Gesundbrunnen. Es ist geprägt von riesigen Wohnblocks, die im Zuge der Stadterneuerung im damaligen Sanierungsgebiet Wedding entstanden sind. So werben die Betreiber auch mit dem Slogan „Wohnen im Brunnenviertel“ oder „North of Mitte“ für das neue Gebäude. Die tragenden Teile der Fassade sind aus dunkelrot-bräunlichem Klinker errichtet. Balkone oder großflächige Fenster prägen das Erscheinungsbild zur Straßenseite hin. Das Gebäude umschließt zwei Innenhöfe und schließt den Block an der Ecke Brunnen-/Stralsunder Straße. Die Mikroapartments liegen im fast 100 m langen Riegel an der Brunnenstraße mit seinen sieben Wohngeschossen. Die Sockelzone ist für Läden reserviert. Das Gebäude ist großflächig unterkellert, eine Tiefgarage bietet 50 Stellplätze. Im Seitenflügel an der Strahlsunder Straße und in den innenliegenden, niedrigeren Gebäudeteilen (sechs bis sieben Vollgeschosse) liegen die Studentenwohnungen. Die Größe der Wohnungen liegt im Durchschnitt bei 30 bis 40 m². Sowohl die Mikroapartments als auch die Studentenwohnungen sind mit modernem, geschmackvollem Mobiliar ausgestattet. Ein großes Angebot für gemeinsame Unternehmungen bietet das Erdgeschoss des Studentenhauses – Sitzgruppen, Arbeitsräume und ein größerer Raum für Veranstaltungen sowie ein begrünter Innenhof ermöglichen Interaktionen und vereinfachen das Kennenlernen.

www.gbp-architekten.de

Fotos:

Anastasia Hermann
www.anastasiahermann.de

(Erschienen in CUBE Berlin 04|20)

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