Lauschig mit Lounge

Bei der Gestaltung sollten die vier Elemente Feuer, Wasser, Erde und Luft Berücksichtigung finden – minimalistisch reduziert und wenig pflegeaufwendig umgesetzt.

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Für ihr Stadthaus in Innenstadtlage wünschte sich eine junge Bauherrenfamilie einen Stadtgarten. Bisher ein eher trostloser Restraum, sollte er den bestehenden modernen Wohnraum harmonisch nach außen hin erweitern. Ganz oben auf der Wunschliste stand dabei, dass von den Nachbarhäusern nicht einsehbare Rückzugsnischen entstehen – mit einer Gartenlounge mit Grill und einem Spielbereich für die Kinder, der auch als großzügiger Terrassenbereich genutzt werden kann, um größere Gästegruppen an einer Tafel bewirten zu können. Ansonsten sollten bei der Gestaltung die vier Elemente Feuer, Wasser, Erde und Luft Berücksichtigung finden – minimalistisch reduziert und wenig pflegeaufwendig umgesetzt.

Das mit Konzept und Umsetzung betraute Düsseldorfer Garten- und Landschaftsbüro Gartenwerk sander.schumacher entwickelte für die Bauherren einen Entwurf, der mit viel Einfühlungsvermögen Altes und Neues miteinander verbindet und die vielfältigen praktischen Belange auf relativ schmalem, langgestrecktem Raum umsetzt. Vor allem mit den alten Grenzmauern aus Backstein und etwas Baumbestand war dabei umzugehen. Aber auch die Müllentsorgung des Hauses, die über eine Zuwegung vom Treppenhaus aus erfolgt, musste berücksichtigt werden.

Um die Länge des Gartens zu minimieren und optisch zu verbreitern, entschied man sich für ein Konzept mit klarer horizontaler Linienführung. Großflächige Steinplatten aus Quarzsandstein schaffen einen Ruhepol zu den lebendigen Backsteinmauern und führen die moderne Optik der Innenräume in den Außenraum fort. Entlang der sich fließend anschließenden Hauptterrasse entfaltet sich eine Holzsitzbank aus Bangkirai-Hartholz, die ein Hochbeet rahmt. Zwei in die Bank integrierte Trittstufen führen auf das erhöhte Niveau eines kleinen Wasserbeckens, an dem der Weg mit Steinplatten vorbeigeführt wird. Im hinteren Bereich schließt sich auf gleicher Höhe schließlich eine Pergola mit der Gartenlounge an, die Platz für einen temporär installierbaren Gasgrill bietet. Ein Holzdeck, in das die Sitzbänke integriert wurden, prägt ihren natürlichen Charakter.

Um die Einblicke von den Nachbarn zu reduzieren, wurden die Mauern punktuell um einige Lamellen aus Lärchenholz erhöht. Auch der öffentliche Müllbereich wurde damit vom Garten komplett abgeschirmt. Eine stimmige Illumination, die die Lichtplaner der Firma Luc aus Hilden beisteuerten, steigert nachts den Lounge-Effekt des Gartens. Um den Pflegeaufwand zu minimieren, wird die Bepflanzung aus Gartenbambus, Stauden, Gräsern, Bodendeckern und Kräutern über eine Bewässerungstechnik das Jahr über versorgt.

www.gartenwerk-duesseldorf.de

Fotos:

Anna Schwartz
www.annaschwartz.de

(Erschienen in CUBE Düsseldorf 01|20)

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