Modernes Schmuckstück

Renovierung einer Maisonettewohnung im historischen Gebäude

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Nach den Sagengestalten Orpheus und Eurydike aus der griechischen Mythologie benannt, entstand im Zuge der Olympischen Spiele in den 1970er-Jahren ein Wohnensemble, das aus zwei Türmen besteht. Das geschichtsträchtige Bauwerk wurde nach den Entwürfen von Jürgen Freiherr von Gagern realisiert und beherbergt die denkmalgeschützte Maisonettewohnung, die nun umfassend renoviert wurde. „Der großzügige Grundriss der 150 m² großen Wohnung, die über einen fünf Meter hohen Galerieraum verfügt, bot die beste Voraussetzung für ein minimalistisches Wohnerlebnis“, erklärt Architektin Felicia Specht vom beauftragten Büro FV2 Architektur und fügt hinzu, dass dieses Konzept mithilfe eines streng reduzierten Farbkonzepts in Grau- und Schwarztönen umgesetzt wurde.

Herzstück der Renovierung ist der große Ess- und Wohnbereich, der mit individueller Einbauküche, einem Kamin und einer maßgeschneiderten Innentreppe besticht. In der gesamten Wohnung wurde ein neuer Eichenparkett mit grau geölter Oberfläche verlegt. Schwarze Stufen aus CDF geschreinert geben der Wohnung aus den 70er-Jahren einen Anstrich, der ins 21. Jahrhundert passt. Passend dazu sind alle Details in den Bädern in Schwarz gehalten. Als Beispiel seien die schwarz gerahmten, abgerundeten Spiegel erwähnt – eine besondere Anfertigung, die vor allem im Zusammenspiel mit den schwarzen Waschbecken, Armaturen und Accessoires den edlen Look des Badezimmers abrunden. Neben der Gestaltung des Badezimmers galt auch der Küchenplanung ein besonderes Augenmerk. In enger Absprache mit den kochbegeisterten Bauherrn wurde sie individuell auf die Bedürfnisse der Bewohner abgestimmt. Dabei wurde zunächst die ehemalige Speisekammer entfernt, sodass der Neubau einer großzügigen Küche mit Barbereich möglich war. Im Zusammenspiel mit der Architektur entstand ein sehr groß wirkender Essbereich, der – durch eine neue Glasbrüstung abgegrenzt – in den doppelhohen Raum übergeht.

Vom Einholen der denkmalschutzrechtlichen Erlaubnis über den Entwurf bis hin zur Bauleitung war FV2 für alle Leistungsphasen verantwortlich. Dabei ermöglichte ein strenger Bauzeitenplan, dass die Umsetzung der Sanierung inklusive zweier Terrassen bis zum bezugsfertigen Zeitpunkt innerhalb von drei Monaten gelang.

www.fv2architektur.com

Fotos:

Jonathan Sage

(Erschienen in CUBE München 03|22)

Architekten:

FV2 Architektur
www.fv2architektur.com

Elektro:

Elektro Nußhart
www.elektro-nusshart.de

Schreinerei (Küche, Treppe):

Hähr Holzanstalt
www.holzanstalt.de

Schlosserei (Brüstung inkl. Glas):

Flex Metalldesign
Telefon: 08152 9898084

Markise:

Wolf & Partner
www.wolfundpartner.net

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