Clubatmosphäre

Ein Friseursalon in Schwabing wird mit einem speziellen Interior Design zum Erlebnis

PonyClub8238_1_700pixel

Mit einem völlig neuen Konzept haben die Münchner Innenarchitekten und Interior Designer Claudia Kleine und Jörg Kürschner vom Büro formstelle aus Grünwald den Ponyclub in der Hohenzollernstraße auf eine Zeitreise in die Vergangenheit geschickt. Sich zu fühlen wie in einem Club in Mailand in den 1960er- und 1970er-Jahren – das war der Wunsch des Inhabers der Münchner Friseurkette Ponyclub, Moritz Hannappel, für die umfassende Neugestaltung seines Schwabinger Salons. „Das Interessante an dem Projekt war, dass wir das 2006 von uns entworfene Konzept nun 13 Jahre später komplett konträr gestaltet haben“, sagt Kürschner.

Aus dem früher sehr hellen, großen Raum mit vielen weißen Flächen, einem Deckenspiegel und den damaligen Corprate Identity-Farben Apfelgrün und Braun wurde ein Raum, der nun mit vielen Separees und zahlreichen stylishen Details mit einer ganz besonderen Atmosphäre völlig anders wirkt. Schon das Entree bietet für einen Friseursalon äußerst Ungewöhnliches: Ein original altes Ligne Roset-Rundsofa wurde neu in Brombeerrot bezogen und kontrastiert mit dem Textilboden in hellem Türkis. Das fein abgestimmte Materialkonzept aus Messing, Naturstein, Samt und Nussbaum lässt den Raum insgesamt durchgängig warm und einladend erscheinen. Flexible Samtvorhänge in Currygelb schaffen kleine private Räume, ohne die Fläche zu stark zu unterteilen. In den privaten „Kojen“ kann sich der Friseur ganz umfassend und eingehend um seine KundInnen kümmern. „Es geht um das Erlebnis. Man sitzt durchaus auch mal drei Stunden, um sich rundum verwöhnen zu lassen“, sagt Kleine. Und deshalb hört das Neu-Styling der Räume auch nicht im Obergeschoss auf: Die Sanitärräume im Kellergeschoss wurden mit Tapeten und wertigen Ausstattungsdetails dem Stil oben angepasst. Ein eigens angefertigter ornamentaler Messingvorhang zwischen Erdgeschoss und Untergeschoss ergänzt das Konzept um eine subtil luxuriöse Komponente, die durch die dunklen Natursteinböden aus spanischem Emperador Dark verstärkt wird. Das spezielle Lichtkonzept lässt den Raum erglimmen. Dazu wurden von formstelle eigens für den Ponyclub entwickelte runde, messingumrahmte Spiegelleuchten kombiniert. Organisch geschwungene Regale, ein lederbezogener Bartresen und Accessoires aus den 1960ern wie die goldenen Kraniche vollenden das stimmige Gesamtkonzept.

www.formstelle.de
www.derponyclub.de

Fotos:

Christoph Gramann
www.christophgramann.de

(Erschienen in CUBE München 04|21)

Nothing found.

Harmonie mit Liebe zum Detail

Farbkonzepte und Kunstobjekte für ansprechende Praxisräume in Moabit

Wohnraum durch Wandel

Verblüffende Metamorphose – vom „Diskreten Haus“ zum mehrgeschossigen Wohnhaus

Nachhaltig mit Konsequenz

Ein Klimaunternehmen setzt auf Flexibilität und wiederverwendbare Materialien

Hanseatische Identität in gebranntem Ton

Die Renaissance der Klinkerarchitektur

Nothing found.

_DSC6430_HR_19_700pixel

Feldspat, Quarz und Glimmer

Ein Haus aus Granit als moderne Interpretation eines Waidlerhauses

Mesnerhaus-Landsberg_Perspektive-Atriumgarten_QF_1268190_15_700pixel

Zu neuem Leben erweckt

Ein separates Büro-/Einliegergebäude, ein Laubengang sowie ein Anbau mit Eingangsbereich und Nebenräumen zum Wohnhaus ergeben zusammen mit der alten…

Studium in Erlesener Umgebung

Erweiterung des Fresenius-Campus um zwei neue Pavillons

Traditionell und Modern

Traditionell und Modern

Massivholzhaus ist der Publikumsliebling beim Rosenheimer Holzbaupreis

_1060571_15_700pixel

Garten am Dorfbrunnen

Zur Freude der Alteingesessenen ist nun alles wieder fast wie früher

Büro im Industriedenkmal

Ein neues Flexoffice in einer alten Malzfabrik punktet mit außergewöhnlichem Interior-Design

Ein Kleid aus Holz

Raumoptimierte Familienvilla – die Kunst aus wenig viel zu machen

RAUMKONTOR_ADESSO_MUC_PHOTOGRAPHIE-ANDREAS-HOERNISCH-01_15_700pixel

Home away from home

Das Homeoffice ist allgegenwärtig – und Büros werden immer mehr zum zweiten Zuhause