Ehrlich und transparent

Die IHK Düsseldorf hat ihre Konferenzetagen erneuert und flexibler gestaltet

Die elfgeschossige Hochhausscheibe der IHK Düsseldorf, gelegen nahe Berliner Allee und Immermannstraße, prägt seit 1954 die Düsseldorfer City als wichtige Adresse. Bei dem Gebäude, das zuletzt Mitte der 1990er generalsaniert worden war, erfolgte nun im Zuge einer Modernisierung der Lüftungstechnik eine bauliche und technische Erneuerung der Tagungs- und Konferenzbereiche. Dabei verliehen Lindner Architekten aus Düsseldorf sowohl dem Ernst-Schneider-Saal als auch weiteren Konferenz – und Seminarräumen einen zeitgemäßen Wohlfühl-Charakter, der zugleich Raumstrukturen optimiert und mehr flexible Nutzungen ermöglicht.

Im Erdgeschoss wurde der bislang sehr funktional ausgestattete Ernst-Schneider-Saal zunächst einmal vollständig entkernt. Neben dem Fußboden wurden auch alle abgehängten Decken entfernt. Die lichte Deckenhöhe von 5,80 Metern blieb beim Umbau bewusst erhalten. Alle in der Technikdecke verborgenen haustechnischen Installatio-nen – Licht, Klimatechnik, Audiotechnik und Sprinkleranlage – wurden offen und einsehbar belassen. Lediglich eine Seitenzone des Saales behielt ihre niedrige Deckenhöhe: Aus dem zuvor räumlich etwas etwas unklar definierten „Cafépoint“ wurde so ein „Blue Room“ mit flexiblen Sitznischen, warmem Naturfilz an den Wänden und bequemen Lounge-Sitzmöbeln. Über filigrane Holzschiebetüren in kontrastierendem Schwarz lässt sich dieser Rückzugsraum flexibel abtrennen, ohne dabei viel Tageslicht zu verlieren. Im erhöhten Eingangsbereich des Saals entstand zudem ein „First Meet“-Bereich: Ein modulares Raumregal definiert hier eine neue Schnittstelle zwischen Aufenthalt und Zugang. Von Anfang an war es dem Bauherren wichtig, dass kein falscher Eindruck entsteht: „Wir sind als Handwerkskammer sowohl für die kleinen Handwerksbetriebe als auch große global agierende Konzerne da“, betont Jan Dirk Hennig, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der IHK Düsseldorf, der den Umbau von den ersten Planungen 2022 bis zur Fertigstellung im Januar 2025 begleitet hat. Er freut sich, dass das Projekt im Budget blieb und pünktlich fertiggestellt wurde – trotz Lieferengpässen nach Corona. „Statt Opulenz sollte ein ehrliches, durch und durch transparentes Interior entstehen“, ergänzt Daniel Schwecke, geschäftsführender Gesellschafter bei Lindner Architekten. „You get what you see“ lautet das Leitmotto des Ausbaus – an den geöffneten Decken ebenso ablesbar wie an Holz- und Stoffmaterialien, die traditionell handwerklich verarbeitet wurden und gleichzeiting nachhaltige, dauerhafte Nutzungsaspekte berücksichtigen. Auch auf der dritten Etage, wo weitere Konferenz- und Seminarräume liegen, ist derselbe Material- und Mobiliar-Mix zum Einsatz gekommen. Der gesamte öffentliche Konferenzbereich bietet nun auch etagenübergreifend eine stimmige Visitenkarte für die IHK und ihre Partner.

www.lindner-architekten.de

Fotos:
Chris Rausch
www.chrisrausch.de

(Erschienen in CUBE Düsseldorf 04|25)

Innenarchitektur:

Lidner Architekten
www.lindner-architekten.de

Sanitär:

Schwenzer
www.schwenzer.com

Heizung und Lüftung:

Perini Kälte & Klimatechnik
www.perini-kaelte-klimatechnik.de

Elektro:

Enters Elektrotechnik
www.enters-elektrotechnik.de
Elektro Tratbach
www.elektro-trarbach.de

Metallbau:

Steinrück
www.steinrueck.de
Hermann und Josef Först
Telefon: 0211 3116230

Innenausbau:

Därr Innenausbau
www.daerr-innenausbau.de

Maler- und Fliesenarbeiten:

Tholl
www.tholl-gruppe.de

Medientechnik:

Kuchem
www.kuchem.com

Naturstein:

Neissteintechnik
Telefon: 02651 705870

Stahlbau:

Stahl und Metallbau Fritze
Telefon: 02173 855660

Lichtwerbung:

Creativ Connection
www.creativ-connection.com

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