Kontrastvoll inkorporiert

Der Umbau eines Dachspeichers schafft individuelle Räume entlang der Dachlinie

HI17_01_15_700pixel

Dachböden und -speicher haben weitreichende Ausbaupotenziale. Dass dabei mit wenigen Mitteln auch spannungsvolle Räumlichkeiten entstehen können, die aus der Überlagerung von vorhandenem Bestand und der neuen Wohnnutzung ihren Reiz ziehen, zeigt das Projekt eines Dachumbaus in Köln-Klettenberg. Der Kölner Architekt Matthias Hoffmann von Demo Working Group plante und realisierte für eine junge Familie den Umbau eines Speicherraums im 4. Obergeschoss eines Mehrfamilienhauses aus den 1930er-Jahren in Wohnraum.         

Die Vorgaben des Bestands prägen die Grundstruktur des Entwurfs: Nach § 34 Baugesetzbuch war einerseits die Wiederherstellung des ursprünglichen Satteldachvolumens gefordert. An dieses Dach docken an dem einen Ende das vorhandene Bestandstreppenhaus an. Am anderen Ende schließt die auf einem kleinen Anbau gelagerte Dachterrasse an. Aus beiden Endpunkten leitet sich die entwurfsprägende Längsachse des Projektes ab. Die Großzügigkeit des Speichers sollte unter Beibehaltung der vollen Raumhöhe in der Nutzung als Wohnung mit der Anforderung mehrerer Individualzimmer erhalten bleiben. Die parallel mit dem First verlaufende , über die gesamte Länge des Daches geführte Längsachse teilt die Wohnung funktional in einen offenen, gemeinschaftlichen Wohnbereich, der gleichzeitig als Erschließung dient. Der andere Teil wird von einer Spange mit kompakten Privaträumen gebildet, die sich hinter einer gelben Schrankwand befinden. Mittig auf dieser Längsachse befindet sich ein zylinderförmiger Raumkörper, der sich bis zum First erstreckt: Hier befindet sich das zentrale, von oben über ein rundes Toplight ausdrucksvoll belichtete Badezimmer. Am Ende der Längsachse, genau im Essbereich, wendet sich der Blick um 90 Grad in Richtung der Dachterrasse: Zu einem großzügigen Innenhof mit eindrucksvollem Baumbestand orientiert, eröffnet sich hier den BewohnerInnen ein ständiger Weitblick über die Dächer von Köln.

www.demoworkinggroup.eu

Fotos:

Jan Rothstein

(Erschienen in CUBE Köln Bonn 02|22)

Architekten:

Demo Working Group
www.demoworkinggroup.eu

Zimmermann und Dachdecker:

Dachbau Franzen
Telefon: 02441-777212

Installationsarbeiten:

Dirk Kugelmeier Meisterbetrieb
www.dkugelmeier.de

Elektroarbeiten:

Brenne Elektrotechnik
www.brenne-elektrotechnik.de

Bodenleger:

Martin Burdack
www.burdack-estrich.de

Trockenbau:

CLK
www.clk-gruppe.de

Schreiner:

Deforet Möbeldesign
www.deforet.net

Nothing found.

Maßgeschneidert

Wie ein Mehrfamilienhaus zum Einfamilienhaus wurde

Urbaner Auftakt mit Vielfalt

Das Ensemble „SechtM“ setzt den Grundstein für das neue Quartier Parkstadt Süd

Raum, Licht, Landschaft im Dialog

Ein Firmenhauptsitz in Thansau wird zur Bühne für Arbeit und Begegnung

Nothing found.

_DSC1338-HDR-4-Kopie_19_700pixel

Viel Raum für Geborgenheit

Ausblicke und viel Licht von allen Seiten prägen das Heim einer Familie

Metamorphose in Lehm

Eine Haushälfte in Lindenthal wurde neu geordnet und nachhaltig baubiologisch umgebaut

Das Logo wird Skulptur

Der Büroneubau des DLR in Wahn holt sogar den Sternenhimmel in das kommunikative Atrium

Kontrastvoll ergänzt

Ein Wohnhaus im Bonner Süden wurde saniert und durch einen Anbau erweitert

RIC_9650_15_700pixel

Bereit für Veränderung

Offener Wohnraum mit Rückzugsmöglichkeiten weist wandlungsfähig in die Zukunft

AWK-21-06-Guido-Erbring-69_RET_O-A2_15_700pixel

Grüne Metamorphose

Die Revitalisierung einer Brache in Deutz schafft sportliche Begegnungsangebote und Biodiversität

211124003_15_700pixel

Projizierte Interferenzen

Die Physikalischen Institute der Universität Köln haben einen neuen Erweiterungsbau erhalten

07_Bstr_WB_0689_15_700pixel

Neu zoniert und inszeniert

Aus zwei Wohneinheiten wird ein Wohnraum mit individuellen Einbaulösungen