Neues Heim für Kunst und Sammler

Aus zwei kleinen Dachwohnungen wurde eine große

220628_LNX_0105_crop_15_700pixel

Auf einen Altbau aus dem Jahr 1890 in der Kantstraße waren in den 1990er-Jahren zwei Dachgeschosswohnungen hinzugefügt worden. Der neue Besitzer des Dachgeschosses hatte den Wunsch, beide Wohnungen zusammenzulegen, um so eine großzügige Wohnung mit circa 130 m² Wohnfläche zu erhalten. Wie sich denken lässt, war eine sensible Vorgehensweise vonnöten. Die neue Wohnung sollte außer Schlaf-, Wohn- und Arbeitsräume auch die Kunstsammlung des Bauherrn beherbergen. Verschiedene Ansprüche und ästhetische Vorstellung mussten koordiniert und unter einen Hut gebracht werden.

Coordination, ein Büro für Interior Design und Architektur aus Berlin, wurde für den Umbau und die Innenraumgestaltung gewonnen. Zunächst jedoch wurde ein neuer Grundriss mit einem privaten und einem etwas öffentlicheren Bereich für Gäste erarbeitet. Die Schlaf- und Wohnräume erhielten einen neuen Parkettboden und Wandfarben in sanften Pastelltönen – so ist zum Beispiel der Wohnbereich in einem hauchfeinen Blassgrün gestrichen und das Schlafzimmer in einem blassen Hellblau gehalten, passend zum dunkelblauen Bett und dem angrenzenden Bad mit seiner kräftigen, ebenfalls blauen Wandfarbe. Schmale, fast filigrane Heizkörper passen gut zu den hohen Wänden.

Den Übergang zwischen Privaträumen und den etwas öffentlicheren Räumen bildet eine schlanke, messinggerahmte Glastür und ein Vorhang, der bei Bedarf die Privatsphäre schützt. Von hier gelangt man in einen – je nach Bedarf – Ruhe- oder Arbeitsraum mit einer Nische, in die ein Klavier genau hineinpasst. Anschließend folgt der Koch-, Ess- und Wohnbereich in der ehemals zweiten Wohnung. Wie eine Trennwand schiebt sich ein Podest zwischen Wohnraum und Küche. Dies ist dem Umstand geschuldet, dass sich in der darunterliegenden Wohnung ein höherer Raum befindet. Über den Livingroom gelangt man auf eine geräumige Terrasse, die nach Osten ausgerichtet ist, die aber auch vom Süden her Sonnenlicht bekommt.

Ein wesentlicher Teil der Arbeit für das Büro Coordination bestand bei dieser Aufgabe darin, gute Standorte für spezielle Kunstwerke mit einzuplanen und teilweise sogar das Farbkonzept aus den Farben der Ölgemälde heraus zu entwickeln. Das Ergebnis ist eine nobel wirkende Wohnung mit elegantem Flair, mit individuell gestaltetem Mobiliar und vielen Fensterflächen, die stets für helle freundliche Räume sorgen.

www.coordination-design.com

Fotos:

Anne Deppe
www.annedeppe.de

(Erschienen in CUBE Berlin 03|22)

Nothing found.

Historie trifft Kulinarik

Ein besonderer Ort in der Speicherstadt entfaltet eine einzigartige Atmosphäre

Atmosphärischer Monolith mit Annex

Ein Wohnhaus verbindet sich über ein Terrassenplateau zu einem Ensemble

Städtebauliches Quartier

Ein Gebäudeensemble bildet den Auftakt zu einem neuen Quartier in Essen

Ins Heute geholt

Ein Haus aus den 90ern wird durch gezielte Umbaumaßnahmen freundlicher, offener und heller

Nothing found.

Das blaue Haus

Kita-und Gesamtschule als Ergänzung des Jüdischen Campus

Gelungen durchdacht

Dachaufbau eines traditionsreichen Eck-Mietshauses schafft weiteren Wohnraum

06-OMA_KaDeWe_2021-c-Marco-Cappelletti_15_700pixel

Vertigo

Das KaDeWe bekommt neue schwindelerregende Rolltreppen

Minimal Art im Garten

Puristischer Garten einer Villa am Griebnitzsee

IMAG0539_15_700pixel

Vielfältige Gartenlandschaft

Grasgrau und Atelier Loidl entwickelten zusammen mit den Bauherren ein Konzept für einen modernen Bauerngarten mit vielen Rosen und Hortensien im…

Better than homeoffice

Kontraste beleben die Kreativität in einer Media-Agentur mit einer luxuriösen Ausstattung

fine-interior-interior-design-cityappartment-1-_15_700pixel

Back to the Future

Vintage ist in – dies macht sich eine Interior Designerin zunutze