Zeitlos Elegant

Ein Bungalow aus den 1960er Jahren wird fit gemacht fürs 21. Jahrhundert

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Es muss nicht immer ein Neubau sein. Auch ein Haus aus den 60ern lässt sich mit Know-how, Kreativität und viel Liebe zum Detail in einen modernen, altersgerechten und energieeffizienten Wohntraum verwandeln, der seine Entstehungszeit elegant verbirgt. Dabei wurde das an einem Hang gelegene Gebäude in einem typischen 60er Jahre Wohnviertel errichtet – mit allem, was damals typisch war: Glasbausteine, Berliner Welle und Fenstergitter. Für die Bauherren – die Eltern der Architektin Annika Schwarz – war ein Abriss undenkbar, weil zu viele Erinnerungen mit dem Haus verbunden sind. Die Großmutter der Architektin hatte das Gebäude errichten lassen. Also erhielt das Haus ein Update: Ästhetisch, in dem zwar die Grundmauern bestehen blieben, Fassaden und Grundriss jedoch angepasst wurden. Energetisch durch Austauschen der Fenster, das Anbringen eines Wärmedämmverbundsystems und den Umstieg von einer Gasheizung auf eine Luft-Wasser-Wärmepumpe, sodass ein KfW-Effizienzhaus 85 entstand.

Zunächst ersetzte die Architektin das asbestbelastete flach geneigte Satteldach durch ein Flachdach. Das verstärkt den Bungalow-Charakter des Hauses und generiert zusätzlichen Wohnraum in der ehemaligen Garage. Die Fassade an der Straßenseite erhielt durch die Montage von eloxierten Aluminium-Lamellen als vorgehängte hinterlüftete Fassade ein prägnantes Äußeres. Klingelanlage, Fallrohre und selbst der Müllraum wurden unauffällig in die Fassade integriert. Auf der Gartenseite des Hauses erzeugen unterschiedliche Dämmstärken eine plastische und lebhafte Oberfläche. Vom Entfernen der ehemaligen Fensterbrüstungen profitiert das ehemals düstere Kellergeschoss, das nun mit lichtdurchfluteten Innenräumen auftrumpft. 

Um einen altersgerechten Wohnsitz zu schaffen, hat die Architektin den Grundriss des Obergeschosses vollständig umorganisiert: Man betritt das Haus nun durch die ehemalige Garage und wird von einem großzügigen Garderobenschrank mit Sitznische und einem eindrucksvollen Oberlicht empfangen. Das bestehende Treppenloch blieb erhalten, allerdings wurde die Treppe um 180 Grad gedreht. So entstand auch ein offener Grundriss, bei dem die Küche mit ihrem Blick über die Frankfurter Skyline nun den Mittelpunkt des Hauses bildet. Um das Wohnen auf einer Ebene zu ermöglichen, befindet sich direkt im Anschluss an den Wohn-Essbereich der großzügige Schlafbereich mit Ankleide und En-Suite-Bad. Das Gartengeschoss erreicht man über eine aufgesattelte Wangentreppe in Faltwerkoptik. Runde Oberlichter darüber lassen ein eindrucksvolles Licht- und Schattenspiel entstehen. 

www.atelier-schwarz.com

Fotos:
Annika Schwarz

(Erschienen in CUBE Frankfurt 01|23)

 

Architektur:

Atelier Schwarz
www.atelier-schwarz.com

Rohbau:

Eyrich & Rink
www.eyrichrink.de

Dacheindeckung:

Sebastian Pehl Bedachung
www.pehl-bedachung.de

Fenster:

Rieser Fenster
www.rieser-fenster.de

Kamin:

Lotter
www.lotter-gmbh.de

Elektro:

Elektro Alexander
www.elektroalexander.de

Schlosserei:

Erdel Metallbau
www.erdel-metallbau.de

Schreinerei:

Schreinerei Preuß
www.schreinereipreuss.de

Treppe:

Schreinerei Leitschuh
www.schreinerei-leitschuh.de

Fassade:

Popiolek Fassaden
www.schreinerei-leitschuh.de

Leuchten:

Innen: Brumberg
www.brumberg.com

Außen: Wever & Ducre
www.weverducre.com

Fenster:

Schüco
www.schueco.com

Küche:

Leicht
www.leicht.com

Küchentechnik:

Gaggenau
www.gaggenau.com

Armaturen:

Keuco
www.keuco.com

Sanitär-Keramik:

Alape
www.alape.com

Beschläge:

Griffwerk
www.griffwerk.de

Schalter:

Gira
www.gira.de

Wärmepumpe:

Daikin
www.daikin.de

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