Weniger ist mehr

Eine Büroatmosphäre, die durch essenzielle Organisation, weiße Oberflächen und sichtbares Tragwerk geprägt ist.

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Der Ort: Ein in die Jahre gekommenes Bürogebäude aus den 1950er-Jahre. Die Herausforderung: Eine minimal-invasive Modernisierung. Und das Ergebnis? Arbeitsräume, die durch Reduktion, Offenheit und Teamwork geprägt sind. Doch der Reihe nach.

„Der Unternehmer wünschte sich ein offenes und lichtdurchflutetes Büro, das Teamwork fördert und für flache Hierarchien steht“, erinnert sich der Architekt Ian Shaw und fügt hinzu, das zwei Bedingungen zum Auftrag gehörten: Zum einen sollte kaum in die Gebäudestruktur eingegriffen werden. Zum anderen mussten die Kosten überschaubar bleiben. Insgesamt wurden das Erd- sowie das erste und zweite Obergeschoss mit jeweils 145 m² modernisiert. Leitidee für den Umbau war, die Räume auf das Wesentliche zu reduzieren und sie dadurch großzügig und transparent zu gestalten. Um dies zu erreichen, wurden die vorherigen Einzelbüros aufgelöst, Einbauten weggenommen und der Putz abgeschlagen. Chef- und Mitarbeiterarbeitsplätze, Konferenzzimmer sowie Teeküchen und Toiletten sind nun so organisiert, dass die Übergänge fließend sind und Raum für Kommunikation geschaffen wurde. Die optische Betonung liegt auf dem reinen Betontragwerk, das freigelegt wurde. Ein Wink auf das Tätigkeitsfeld des Bauherrn, der ein Ingenieurbüro für Baustatik leitet. Auch an dem Lichtband, das durch den Mittelpunkt des Betonträgers geführt wird, lassen sich statische Prinzipien ablesen. Insgesamt ist eine Büroatmosphäre entstanden, die durch essenzielle Organisation, weiße Oberflächen und sichtbares Tragwerk geprägt ist.

www.shaw-architekten.de

Fotos:

Moritz Bernoully
www.moritzbernoully.com

(Erschienen in CUBE Frankfurt 01|20)

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