Dem Münchner Himmel so nah

Gelungene Penthouse-Aufstockung eines Gebäudes aus den 1950er-Jahren

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Gerade attraktive Städte mit vielen Arbeitsmöglichkeiten, einer guten Infrastruktur und einer optimalen Verkehrsanbindung wachsen seit Jahren in einem rasanten Tempo. Die Folge: Der Baugrund wird knapper und dadurch natürlich auch teurer. Was also tun? Doch aufs Land ziehen? Nicht unbedingt. Denn schließlich gibt es noch das Zauberwort „Nachverdichtung“. Man nehme also ein bestehendes Gebäude und stocke es auf. Voila: Schon ist mehr Wohnraum da. Gute und weniger gute Beispiele hierfür gibt es in vielen Städten – ein gutes lässt sich in Haidhausen in zentraler Lage finden.

Hier planten und entwickelten die a+p Architekten die Penthouse-Aufstockung eines bestehendes Gebäude, das im Jahr 1958/59 erbaut wurde. Dabei galt es, eine behutsame Lösung für das Objekt zu finden, das sich in einer städtebaulich sensiblen Lage befindet. Das Gebäude liegt in der Sichtachse von stadtviertelprägenden Gebäuden wie dem Maximilianeum, dem Ensemble Haidhauser Herbergsviertel, dem Monument Friedensengel sowie dem öffentlichen Park Maximiliansanlagen am Isarhochufer.

Eine Antwort auf diese besondere Lage haben die Architekten mit einer filigranen, luftig-leichten Bauweise gefunden. So ist die Fassade als umlaufende Dreischeiben-Ganzglasfassade mit boden- und deckenbündigen Anschlüssen sowie bündig integrierten Terrassentüren ausgebildet. Eine Lösung, die einen allseitigen Blick über München zulässt und ohne Frage zu den besonderen Highlights der Wohnung gehört. Zur Verschattung sind Lamellen-Schiebeelemente entlang der Dachkante angebracht.

Doch bevor es an die eigentliche Schaffung des neuen siebten Penthouse-Geschosses ging, erfolgte zunächst eine energetische Ertüchtigung und Erneuerung der gesamten Dachfläche. Zudem erhielten die übrigen Dachflächen eine intensive und extensive Begrünung – ebenso wie die Brettschichtholzdecke des Penthouse-Daches. Notwendig war auch eine Lifterneuerung, in dessen Rahmen eine maximale Vergrößerung der ursprünglich sehr beengten Liftkabine stattfand. Heute ist es sogar problemlos möglich, den Lift mit einem Sport-Rollstuhl zu nutzen – und dann am liebsten natürlich bis ins Penthouse zu fahren, um den Rundumblick über München zu genießen.

www.ap-architekten.de

Fotos:

Michael Voit
www.michaelvoit.de

(Erschienen in CUBE München 01|21)

Architekten:

a+p Architekten
www.ap-Architekten.de

Malerarbeiten:

Alles mit Farbe
www.allesmitfarbe.de

Elektro:

PGT Planungsgruppe Technik
www.pgt-ingenieure.de

Heizung, Lüftung, Sanitär:

Mathias Baumann
www.ib-baumann.com
K. Lamprecht
www.lamprecht-heizung.de

Boden, Parkett:

Urban & Hörtreiter
www.urban-hoertreiter.de

Dachabdichtung:

Bauwerksanierung Ringenberger
Telefon: 089 85609590

Fassade, Innen-/Schiebetüren:

Josko Center Rosenheim
www.josko-center.de

Fliesen:

Jegg Fliesen
www.fliesen-jegg.de

Schlosserei, Sonnenschutz­elemente:

Jonas Gärtner
Telefon: 0160 94460042

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