Im Dialog mit der Landschaft

Sensible und nachhaltige Aufstockung eines inklusiven Hotels

Passend zum Bestand in Holzbauweise aufgestockt, fügt sich das inklusive Hotel und Gasthaus Seehörnle in Gaienhofen-Horn sensibel in das Landschaftsschutzgebiet Bodenseeufer ein. Auf der idyllischen Halbinsel Höri gelegen, bietet das Haus, das viele Wander- und Fahrradtouristen anzieht, auch Menschen mit Behinderung barrierefreie und rollstuhlgerechte Unterkünfte und inklusive Arbeitsplätze.

Die statische Anbindung der Aufstockung an das Bestandsgebäude, geplant durch die Architektin Gabi Davidson, erfolgte präzise: Der Übergang von den akustisch getrennten Brettstapelmodulen zu den als Holzständerwände ausgeführten Trennwänden wurde über akustisch entkoppelte Schwellen realisiert. Auf diese Weise entstand eine stabile, elegante Einheit zwischen Bestand und Aufstockung, die Sicht- und Wärmequalität optimal vereint. Ein neuer Aufzug dient als Evakuierungsaufzug. Zudem wurde die Ankunftssituation neu gestaltet, um einladende Blickbezüge vom Bodenseeradweg zu ermöglichen und den Außenbereich für Bewirtung sowie eine strukturierte Stellplatzordnung übersichtlich zu gestalten. Um die Aufstockung zu ermöglichen, musste zudem der Bestand brandschutztechnisch ertüchtigt werden, was dazu führte, dass die bestehenden Zimmer saniert wurden. Im Zuge der Aufstockung entstanden im neuen Geschoss elf neue Gästezimmer, die der Philosophie folgen: barrierefrei und nutzerorientiert. Um großzügige Räume zu ermöglichen, ragt dieser Bereich aus und verzichtet auf Balkone. „Das Ziel bei der Inneneinrichtung der neuen Zimmer war es, ein wertiges Interior zu schaffen – mit vielen Naturmaterialien im Sinne des Biohotels und einer wohltuenden Atmosphäre“, erläutert Innenarchitektin Heike Rahmen. Eingesetzt wurde eine fein abgestimmte Komposition aus Farben und Materialien, darunter Landhausdielen aus Eiche, Massivholzbetten und feine Polstermöbel. Am Eingang des Hotels entsteht die neue Rezeption mit Front- und Backoffice. Von dort aus blickt man direkt auf die Terrasse und das dazugehörige Gasthaus. Das Besondere im Planungsprozess war die enge Zusammenarbeit zwischen Architektin und Innenarchitektin sowie ein vertrauensvoller Dialog mit der Bauherrschaft.

Sowohl bei der Gestaltung als auch bei den Baustoffen wurde auf Nachhaltigkeit, Naturnähe und Schadstoffvermeidung geachtet. Eine hohe Energieeffizienz des Gebäudes sowie eine Kombination aus extensiver Dachbegrünung und Photovoltaik unterstützen den ökologischen Anspruch.

www.davidson-schroff.net
www.heike-rahmen.de

Fotos:
Heike Rahmen
Guido Kasper
www.guidokasper.com

(Erschienen in CUBE Stuttgart 04|25)

Nothing found.

Nach allen Regeln der Kunst

Haus in Holzbauweise als Statement für verantwortungsvolles, nachhaltiges Bauen

Seriell, sozial, städtisch

Die Ginnheimer Platensiedlung zeigt, wie nachhaltige Verdichtung gelingt

Schönheit trifft Nachhaltigkeit

Ein Kosmetikhersteller beeindruckt an neuem Standort mit atmosphärischem Entrée

Nothing found.

Ansicht-Ost-mit-Eingangsbaukoerper_19_700pixel

Von komplex zu klar

Eine zeitgemäße Arbeitswelt mit offenen Arbeitslandschaften, Rückzugsbüros, Besprechungsinseln und Teambereichen mit Ideenarena.

EP04028-0002-4-_15_700pixel

Meisterlich

Tadao Ando, der „Meister des Minimalismus“, entwarf eine neue Konzernzentrale

mgf_o-kogeno-furtwangen_05_15_700pixel

Nachbarschaft (er-)leben

Inklusives Wohnprojekt mit Café, vielfältigen Wohnangeboten, Dachterrasse und einer grünen Mitte

Baurmann-Duerr-WH-S-Durlach-Swen-Carlin-063-DIN-A3-8bit-srgb_15_700pixel

Aus klein wird fein

Umgebautes und erweitertes Wohnhaus aus den 1960er-Jahren am Hang spielt sein Potenzial aus

Taschen mit Geschichte

Clea Günther und Tanja Stetter schenken alten Segeln ein neues Leben

11_eingangsterr_hell_15_700pixel

Gebaute Landschaft

Drei versetzte Baukörper am Südhang holen Licht und Natur ins Haus

Transformation im Bestand

Überführung einer Großraumbürofläche in eine flexible Vorstandsetage