Der neue Himmel über Berlin

Das Informations- und Besucherzentrum in Tempelhof ist eröffnet

16_thf_tschersich_296_DSC08649-50_52-58_15_700pixel

Im Jahr 2008 wurde der für Berlin einst so wichtige Flughafen Tempelhof geschlossen. Seither ist viel passiert. Zahlreiche Nutzungspläne wurden verworfen, bis ein Bürgerbegehren 2014 durchsetzte, dass das vier Millionen  Quadratmeter umfassende Gelände als „Tempelhofer Park“ erhalten bleiben konnte. Dieses umfasst die denkmalgeschützten Hangars sowie das Halbrund des monumentalen Flughafengebäudes, 1935 im Auftrag des Reichsluftfahrttministerium von Ernst Sagebiel im neoklassizistischen Stil erbaut.

Vorgesehen war zudem, den Kopfbau West zum Informations- und Veranstaltungsort umzubauen, den Tower zu öffnen und eine Aussichtsfläche auf dem Dach zu bauen. Hierfür wurde 2016 ein europaweiter Wettbewerb ausgelobt, bei dem das Architekturbüro mlzd aus Biel und Berlin den 1. Preis erlangte. Nun, sieben Jahre später ist das Besucherzentrum fertig. Mitte August fand die feierliche Eröffnung statt. Die baulichen Maßnahmen sind so angelegt, dass späteren Nutzungsoptionen nichts im Wege steht. Der Neu-Ausbau legt sich wie eine Spange über das Bestandsgebäude und bildet dessen westliches Ende. Durch die ehemalige Eisenbahndurchfahrt wird das Gebäude betreten. Von dort aus führt ein Aufgang zum eigentlichen Zugang im ersten Obergeschoss. Hier öffnet ein großes auskragendes Schaufenster den Blick nach draussen und es gelangt genügend Tageslicht ins Innere. Die Architekten legen Wert drauf, zu betonen, dass dies die einzige von aussen sichtbare bauliche Intervention am Bestandsgebäude ist. Die nie ganz ausgebaute Haupttreppe im westlichen Kopfbau würde heutigen statischen Anforderungen nicht mehr genügen. Sie wird durch eine eingehängte Treppe ersetzt, die allein schon ein spektakuläres Detail ist. 

Während für die Stockwerke 1–5 Büronutzung vorgesehen ist, wurden das 6.–7. Obergeschoss zu einem Veranstaltung- und Ausstellungsort umgebaut. Hier findet eine Dauerausstellung zur Geschichte des Flughafens statt, die von Zeit zu Zeit durch Wechselausstellungen ergänzt wird. Die zweite Attraktion ist die mit abgetreppten Holzdielen realisierte Dachterrasse auf dem verglasten ehemaligen Tower. Von hier aus hat man einen sensationellen 360-Grad-Rundumblick über das Tempelhofer Feld und über die Stadt Berlin.

www.mlzd.eu

Fotos:

Andreas Tschersich
www.tschersich.ch

(Erschienen in CUBE Berlin 03|23)

 

Nothing found.

Ein modernes Landhaus

Das maßgeschneiderte Zuhause einer Familie vereint Design und Behaglichkeit

Drei in Einem

Drei in Einem

Neuer Showroom bringt Marke, Mensch und Material in Einklang

Modern und zukunftsfähig

Ein Mehrfamilienhaus in Duisburg setzt neue Maßstäbe für selbstbestimmtes Wohnen im Alter

Familien im Fokus

Familien im Fokus

Ein Neubau erfüllt die Anforderungen an Kurzzeitwohnen für Kinder mit Hilfebedarf

Nothing found.

Chateau-Royal-Bar_Interior_02_c_FelixBrueggemann_15Lf05Dt0UxYLrH

Glaubhaft und ohne Klischees

Irina Kromayer gestaltet authentische Filmsets und zeitlos-elegante Interieurs

SauerbruchHutton_KalleKoponen_20101020103_10_700pixel

Hoch hinaus? Das ist hier die Frage

Brauchen Berlin und München dringend Hochhäuser? – Pros & Cons von Matthias Sauerbruch

IMG_2799_15_700pixel

Symphonie der Natur

Bei dem Villengarten in Potsdam ist deshalb nichts dem Zufall überlassen.

BSL_EID_001_A4_15_700pixel

Emilie zu Ehren

Ein denkmalgeschütztes Gebäude der Architektin Emilie Winkelmann wurde saniert und erweitert

The-Ritz-Carlton-Berlin_Fragrances_7_Foto-Matthew-Shaw_15_700pixel

Die Welt der Aromen

Die Bar Fragrances im Ritz-Carlton überrascht mit einem weltweit einzigartigen Konzept

W-J_WALDOW-4_15_700pixel

Drei ungleiche Geschwister

In Reih und Glied: Ein Geschäftsgebäude und zwei Wohnhäuser in Oberschöneweide