Im Schnelltempo zu Badefreuden

Das Freibad in Bochum-Werne ist der erste Pool „aus der Box“

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Die Hitzewellen des Sommers 2022 lassen auch die Bochumer und Bochumerinnen Abkühlung im Freibad suchen. Da kam die Wiedereröffnung der Freibadanlage aus den 1930er-Jahren im Stadtteil Werne mit 50 Meter-Sportbecken, Erlebnis- und Kleinkinderplanschbecken gerade richtig: Die Anlage wurde erst 2021 nach einer nur neun Monate dauernden Modernisierungsmaßnahme wieder in Betrieb genommen. 4a Architekten aus Stuttgart haben diese sportliche Leistung gemeinsam mit Pool out of the Box als Totalübernehmer in Modulraumbauweise geschultert. Der Vorteil der Zusammenarbeit: Kosten- und Zeiteinsparung sowie die Vermeidung von Baulärm. 

Für die Neugestaltung des Verwaltungsbereichs, der Umkleiden, Sanitäranlagen sowie Lager- und Technikflächen wurden 20 Module aus Stahl und Holz inklusive Dämmung und Innenausbauelementen vorgefertigt. Nach der Anlieferung wurden die Module mit einem Kran auf die vorbereitete Bodenplatte gesetzt und montiert. Die Umkleiden und Spinde sind zum Freibadgelände ausgerichtet und zwischen Verwaltung und Sanitäreinheit frei unter dem auskragenden Dach eingestellt. Die Raumhöhe entspricht für alle Bereiche der Höhe von 3,95 m, die Tiefe hingegen wurde nach den jeweiligen Anforderungen individuell angepasst. Von außen sind die Module mit einer hinterlüfteten Fassade aus senkrechten, vorvergrauten und sägerauen Fichtenholzlamellen verkleidet. Für die bessere Belichtung wurde im oberen Drittel der Fassadenverkleidung teils jede zweite Holzlamelle ausgespart. Das Dach besteht aus einer Brettstapeldecke, die auf den Modulen auflagert und zum Außengelände hin auskragt. Für den sommerlichen Wärmeschutz sowie die Frostsicherung im Winter sorgt eine Dreischichtplatte mit Dämmung.  

Einen Beitrag zur Wirtschaftlichkeit trug auch der Ersatz der maroden Betonbecken durch Edelstahlbecken bei. In diesem Zusammenhang wurden die Wasserflächen von 3.000 m² auf rund 1.580 m² reduziert. Dank der Installation energiesparender Technik mit Solarabsorberanlage können weitere Kosten eingespart werden. Weiterhin wurde beschlossen, die vorhandene Breitwellenrutsche abzubauen. Da das Freibadgebäude ausschließlich im Sommer betrieben wird, ist die Heiztechnik nur zur Beheizung der Personalräume sowie zur Frostsicherung im Winter ausgelegt. Für eine natürliche Belüftung der Räume sorgen Lüftungsflügel in den Oberlichtbändern beziehungsweise im Brüstungsbereich des Betriebsleiterbüros und der Personalräume. 

www.4a-architekten.de
www.pooloutofthebox.de

Fotos:

David Matthiessen
www.davidmatthiessen.com

(Erschienen in CUBE Ruhrgebiet 03|22)

Architekten:

4a Architekten
www.4a-architekten.de

Modulraumbau:

ADK Modulraum
www.adk.info

Garderobe, Trennwände:

Schäfer Trennwandsysteme
www.schaefer-trennwandsysteme.de

Edelstahlbecken:

Zeller Bäderbau
www.zeller-baderbau.com

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