600 neue Stellplätze

Hamburgs erstes Fahrradparkhaus steht am Verkehrsknotenpunkt Kellinghusenstraße

_LP_4783-foto-jakob-boerner_19_700pixel

Alle Menschen, die in dieser Stadt mit dem Fahrrad unterwegs sind, stellen sich an vielen Orten immer wieder die Frage: Wo stelle ich mein Rad ab? Eine Antwort gibt das Fahrradparkhaus Kellinghusenstraße vom Büro Mathias Hein Architekt für die P+R Betriebsgesellschaft. Darüber hinaus ist es ein Beitrag zu dem vom Senat beschlossenen Konzept der Fahrradstadt Hamburg. Am Verkehrsknotenpunkt Kellinghusenstraße erleichtert es den Umstieg vom Fahrrad auf den ÖPNV und beseitigt das in Eppendorf lang andauernde Ärgernis der in großer Anzahl ungeordnet im Umfeld der U-Bahnhaltestelle abgestellten Fahrräder. Der plastisch geformte, zweiflügelige Baukörper und die Freianlagen ergänzen und ordnen das städtebauliche Umfeld auf der Südseite der denkmalgeschützten Ringlinienhaltestelle.

Rechtwinklige Wandflächen zum Bahndamm und zur Skateanlage bilden einen „Rücken“ aus. Die zum Skatepark gelegene Außenwand öffnet sich großflächig, formt einen Rahmen für die aufwärts führende Rampe und erhält die Blickbeziehung zwischen Loogeplatz und Brückenbauwerk. Die Fassaden sind analog zur Nutzung mit horizontalen Bändern aus sandfarbenem Verblendmauerwerk, Sichtbetonflächen und gerasterten Streckmetallgittern gegliedert. In Anlehnung an das historische Haltestellenbauwerk nehmen sie seine Farben und die fließenden Rundungen auf. Das vom Bahnsteig sichtbare Flachdach ist begrünt. Um die geforderte Anzahl von Fahrradstellplätzen auf zwei Abstellebenen realisieren zu können, schneidet der Baukörper in den Bahndamm der Haltestelle Kellinghusenstraße ein. 300 Fahrrad-Stellplätze wurden in zweireihiger Anordnung mit jeweils 150 Doppelparkständern pro Ebene untergebracht. Insgesamt stehen also 600 überdachte, sichere Stellplätze bereit. Die Absenkung der unteren Stellplatzebene in die Platzfläche verringert die Länge der aufwärts führenden Rampenanlage und mindert die Höhe des Baukörpers. So liegt die Oberkante der Attika nur geringfügig über der Bahnsteighöhe der U-Bahnstation auf dem Bahndamm.

Radfahrer aus Richtung Görnestraße werden auf einem Radfahrstreifen auf der Fahrbahn der Kellinghusenstraße an der Bushaltestelle vorbei bis zur Ampel am Loogeplatz geführt und können hier bequem über die Bordsteinabsenkung zum Zugang zur Anlage gelangen, um ihr Fahrrad dort abzustellen. Die zu den beiden Stellplatzebenen auf- und abwärts führenden Rampen münden dementsprechend am südlichen Kopf der Anlage, unmittelbar gegenüber dieser Ampel. Nach Abstellen des Fahrrades können Fahrgäste der U-Bahn das Fahrrad-Parkhaus über Treppen in der Nähe zum Haltestellenzugang bequem wieder verlassen.

www.mh-architekten.com

Fotos:

Jakob Boerner
www.jakobboerner.com

(Erschienen in CUBE Hamburg 03|21)

Nothing found.

Leben unter Eichen

Ein Anbau wird präzise in einen gewachsenen Landschaftsraum integriert

Vermittelnder Solitär

Der Neubau des Landesrechnungshofes in Oberbilk überzeugt auch durch Nachhaltigkeit

Geborgen unter hohen Dächern

Zeitgemäße Kitaarchitektur macht auch aus der Topografie ein pädagogisches Angebot

Nothing found.

raumideen-Luebeck_048_15_700pixel

Wohntraum wird wahr

Ein Rundum-sorglos-Paket macht die Bauherrin glücklich

IMG_8391-3_15_700pixel

Funktion und Form

Dieser besondere Stuhl ist wandelbar und maßgeschneidert

Arbeiten auch im Garten

Großzügige Grünflächen sind Teil der New Work-Philosophie eines neuen Firmencampus

Alles außer gewöhnlich

Nachhaltigkeit, die Maßstäbe in der Hotellerie setzt: ökonomisch, ökologisch und sozial

Maßvoll und selbstbewusst

Der Schulneubau bildet mit dem denkmalgeschützten Altbau eine harmonische Einheit

Perfektes Zusammenspiel

Eine Terrasse und ein Garten werden zu einem Wohlfühlort

Gleisners-Park-33_15_700pixel

Nordisch klar

Ein Einfamilienhaus inszeniert die Ausblicke in die umgebende Natur

casparschmitzmorkram_oerttwiete-0001_15_700pixel

Sensible Stadtreparatur

Eine denkmalgerechte Revitaliserung zeigt, was Nachverdichtung für den Stadtraum leisten kann